Nur wenige Wochen nach dem Tod von Dolly Parton ist ein heftiger Rechtsstreit zwischen ihrem langjährigen Manager Danny Nozell und ihrem Neffen Bryan Seaver entbrannt. Die Nachlassverwaltung wirft dem ehemaligen Sicherheitschef vor, mit einer eskalierenden Drohkampagne und Gewaltdrohungen Geld aus dem 450 Millionen Dollar schweren Erbe erpressen zu wollen.
Der Streit um das Millionen-Erbe und die Vorwürfe der Nachlassverwaltung
Knapp einen Monat nach dem Tod der Country-Legende Dolly Parton im Alter von 80 Jahren beschäftigt ein schwerer Erbschaftsstreit die Gerichte in Tennessee. Der Neffe der Sängerin war jahrelang für die Sicherheit seiner Tante verantwortlich gewesen, bevor er überraschend und ohne Erklärung entlassen wurde.
Laut den eingereichten Gerichtsunterlagen soll Seaver nach dem Tod der Sängerin eine obscene, deliberate and escalating campaign of threats
(eine obszöne, bewusste und eskalierende Drohkampagne) gestartet haben. Die Klageschrift beschreibt Seaver als unerbittlich
und hebt hervor, dass es sich dabei nicht um gewöhnliche Streitigkeiten am Arbeitsplatz handele, sondern um gezielte Einschüchterungen eines ehemaligen Sicherheitsmannes mit militärischem Hintergrund. Mehrere Mitarbeiter sollen aus Angst vor den Drohungen inzwischen gekündigt oder privaten Schutz engagiert haben.
Nachrichten und Vorwürfe: Wenn der Sicherheitschef zum Drohnden wird
Die von der Nachlassverwaltung vorgelegten Screenshots von Textnachrichten zeichnen ein drastisches Bild der Auseinandersetzung. So soll Seaver in Chats gedroht haben, er werde die gesamte Marke zerstören, falls bestimmte Geschäftspartner des Vergnügungsparks Dollywood nicht aus dem Umfeld entfernt würden. In weiteren Mitteilungen an Vertreter und Anwälte des Anwesens soll er seine militärische Erfahrung als Söldner und Rüstungsunternehmer ins Feld geführt haben.
„Ich bin buchstäblich ein internationaler Waffenhändler und Söldner. Ich mache nichts anderes als Krieg. Jeder sollte sich Sorgen machen, was ich tun könnte.“
Bryan Seaver, zitiert in Gerichtsunterlagen via Rolling Stone und Web.de
September behauptet haben, am Todestag seiner Tante Waffen und Munition im Wert von 27 Millionen Dollar an die haitianische Polizei verkauft zu haben, und sich selbst als Killer
bezeichnet haben.
Gerichtliche Anordnungen und Seavers Reaktion auf die Vorwürfe
Myles dem Antrag des Nachlasses statt und erließ eine einstweilige Verfügung. Diese untersagt Seaver jegliches belästigende Verhalten und schreibt vor, dass er einen Mindestabstand von 1.000 Fuß (rund 300 Meter) zu Mitarbeitern, Anwälten und Geschäftspartnern des Nachlasses einhalten muss. Auch das Betreten der Privatgrundstücke und des Museums ist ihm untersagt.

Gegenüber dem Portal TMZ räumte Seaver Teile seiner beruflichen Identität ein, wies den Vorwurf der Erpressung und der Drohungen jedoch entschieden zurück. Er erklärte, er sei Berufssoldat und führe Waffengeschäfte mit ausländischen Regierungen aus, doch seine Aussagen seien völlig aus dem Kontext gerissen worden.

„Ich habe geradeheraus in einem privaten Zuusammenhang mit Danny geredet, von dem ich glaubte, dass er mein Freund sei und der von sich selbst glaubt, dass er ein Gangster ist. Viele dieser Messages zeigen einfach zwei Typen, die Wut ablassen und am Telefon zusammen weinen, während sie trauern.“
Bryan Seaver, im Interview mit TMZ via Kurier
Manager Danny Nozell betonte hingegen in einer Stellungnahme, dass das Team entschlossen bleibe, den letzten Willen und Schutzauftrag der Sängerin zu erfüllen, und sich von mutmaßlichen Versuchen, aus dem Leben der Künstlerin Profit zu schlagen, nicht einschüchtern lasse. Oktober anberaumt.
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