September 2026 ein neues Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Der Zehn-Seiten-Deal beendet einen monatelangen Nervenkrieg um die Arktis, gewährt Washington jedoch keine Souveränität, sondern baut auf dem Verteidigungsabkommen von 1951 auf.
Die Kulisse in Manhattan war denkbar entspannt, doch vorausgegangen war eine Phase extremer geopolitischer Spannungen. Der am 22. September 2026 geschlossene „Friede von New York soll einen Streit beilegen, der die NATO zuvor an den Abgrund geführt hatte. Noch im Jänner desselben Jahres hatten dänische Soldaten und europäische Partner Kontingente auf die Insel entsandt, weil Washington den Einsatz von Gewalt für eine US-Kontrolle über das Gebiet nicht mehr kategorisch ausgeschlossen hatte.
Das neue Abkommen und die militärische Realität in Grönland
Im Kern knüpft der zehnseitige Text an ein Sicherheitsabkommen an, das die USA und Dänemark bereits 1951 geschlossen und im Jahr 2004 aktualisiert hatten. Schon jene Verträge eröffneten die rechtliche Möglichkeit, mit dem Segen Kopenhagens zusätzliche Verteidigungszonen und Militärpräsenzen einzurichten. Während die USA auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges 17 Basen und rund 10.000 Soldaten auf der größten Insel der Welt unterhielten, war die Präsenz in den vergangenen Jahrzehnten auf die Pituffik Space Base geschrumpft, die der Raketenfrühwarnung und Weltraumüberwachung dient.
Mit dem aktuellen Abkommen treiben die beteiligten Staaten den Ausbau nun konkret voran. In einem ersten Schritt sind zwei neue Stützpunkte geplant. Dort befindet sich derzeit ein Außenposten der grönländischen Schlittenhundestaffel Sirius. Zudem soll es ein beschleunigtes Verfahren für die Errichtung unbemannter militärischer Anlagen außerhalb bestehender Stützpunkte geben.
Investitionssperren und die Rolle der NATO
Einen zentralen Punkt des neuen Abkommens bildet Artikel 10. Dieser verleiht den USA faktisch ein Mitspracherecht bei ausländischen Investitionen, die von Staaten außerhalb der Europäischen Union oder der NATO getragen werden. Damit reagiert Washington auf den früheren, teils vergeblichen Vorstoß Chinas, in sensible Bereiche wie den Rohstoffabbau oder die kritische Infrastruktur der Insel einzudringen. Der Vertrag untersagt es Nicht-NATO-Staaten zudem grundsätzlich, militärische Installationen auf dem grönländischen Territorium zu errichten.

Dennoch bleibt die territoriale Integrität Dänemarks gewahrt. Das verankert bereits die Präambel des Abkommens, die ausdrücklich auch das Recht auf Selbstbestimmung der Bevölkerung Grönlands respektiert. Der Deal ist zudem als dauerhaft angelegt und gilt selbst dann weiter, wenn sich Grönland eines Tages von Dänemark loslösen sollte. NATO-Generalsekretär Mark Rutte lobte das Abkommen auf der Plattform X als Beitrag zur kollektiven Sicherheit, der zusammen mit der wachsenden Rolle des Bündnisses in der Region für mehr Stabilität sorge.
Strategische Bedeutung der Arktis und die diplomatische Bewertung
In Kopenhagen und Nuuk überwog nach der Unterzeichnung die Erleichterung. Doch in der Kernfrage der Souveränität setzten sich die europäischen Partner durch: Eine Übernahme oder ein Kauf der Insel fand nicht statt.

Dänische Medien werteten das Ergebnis vorab als diplomatisches Meisterstück, während sich Regierungsvertreter in Kopenhagen zunächst zurückhielten, um den errungenen Frieden nicht zu gefährden. Ob damit alle transatlantischen Differenzen dauerhaft ausgeräumt sind, bleibt angesichts unterschiedlicher Auslegungen der Vertragstexte abzuwarten.
Verwandte Artikel