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Technik und Wissenschaft

Super-El-Niño bricht Temperaturrekord im Pazifik vor dem Höhepunkt

Der Super-El-Niño hat im Pazifik die Rekordmarke von 3,05 Grad Erwärmung durchbrochen und übertrifft damit den bisherigen Höchstwert von 2015 – und das Monate vor seinem erwarteten Winterhöhepunkt. Klimaforscher warnen vor nie dagewesenen Hitzeextremen und extremen Wetterfolgen weltweit im kommenden Jahr.

Rekordmarke im Pazifik Monate vor dem Höhepunkt geknackt

Der pazifische Ozean verzeichnet derzeit eine historische Anomalie, die selbst erfahrene Meteorologen überrascht hat. Im Kerngebiet des Phänomens ist das Wasser inzwischen 3,05 Grad wärmer als im langjährigen Mittel, womit der alte Höchstwert aus dem Spätherbst 2015 von 3,02 Grad übertroffen wurde. Die Daten der US-Klimabehörde NOAA zeigen, dass dieser Meilenstein drei Monate früher erreicht wurde als üblich, da der eigentliche Klimagipfel erst für November und Dezember erwartet wird.

Data shows that the super El Niño temps could hit a peak of 4.0C (a 7.2F rise) this winter, making it the largest in a
Photo: nypost.com

In der wissenschaftlichen Fachwelt sorgt die Dynamik für Verblüffung. Der Klimaforscher Zeke Hausfather beschrieb die Entwicklung als mind-blowing und betonte, dass die aktuellen Läufe von 14 verschiedenen Vorhersagemodellen im Mittel einen Höhepunkt von rund 4,0 °C in den kommenden Monaten vorhersagen. Andere Experten sprechen im Zusammenhang mit der extremen Intensität bereits von einem Godzilla-level El Niño, der sämtliche Aufzeichnungen der letzten 150 Jahre moderner Messungen in den Schatten stellen dürfte. Die aktuellen Daten zeigen, dass der Temperaturanstieg im Herzen von El Niño im Pacific Ocean 3,05C erreicht hat, gemessen gegen den Durchschnitt von 1991-2020. The current El Niño is likely to be the largest in at least 1,000 years and will pile extra heat into an atmosphere in which temperatures are already rising rapidly due to human-caused global heating.

Globale Wetterfolgen von Indonesien bis Mittelamerika

Die Auswirkungen des Super-El-Niños sind bereits in zahlreichen Regionen der Welt spürbar. In Indonesien führen langanhaltende Dürren zu Rekord-Waldbränden und gefährlichen Werten der Luftverschmutzung. Gleichzeitig fiel der indische Monsun deutlich schwächer aus als in normalen Jahren, während andere areas such as southern Africa may be at increased risk of drought. The Indian monsoon is already running below normal.

Super-El-Niño bricht Temperaturrekord im Pazifik vor dem Höhepunkt
Photo: lbc.co.uk

In Zentralamerika und der Karibik gefährden schwere Trockenperioden die Ernten und treiben die Lebensmittelpreise in die Höhe, wie beispielsweise an trockenen Maiskulturen und verendeten Rindern im Dorf Los Piches in San Lorenzo im Department von Valle in Honduras am Freitag, dem 4. September 2026, dokumentiert wurde. Im Panamakanal zwingt der akute Wassermangel die Behörden dazu, den Schiffsverkehr spürbar zu drosseln. Das Welternährungsprogramm rechnet in diesem Zusammenhang damit, dass die Folgen des Klimaphänomens knapp 49 Millionen Menschen zusätzlich in akuten Hunger stürzen könnten.

Auf der anderen Seite des Kontinents bereitet sich unter anderem die US-Westküste auf schwere Unwetter vor, wo Wellen auf Schutzmauern an ufernahen Häusern in Long Beach, Kalifornien, trafen und beschädigte Strandhäuser in Dana Point, Kalifornien, verzeichnet wurden. So erklärte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom bereits den Notstand, um dem drohenden Starkregen, Überschwemmungen und Küstenerosionen zu begegnen.

Warnung vor nie dagewesenen Hitzeextremen im kommenden Jahr

Hinter der extremen Natur des Phänomens steht nach Ansicht von Forschern eine gefährliche Kombination. Prof.

El Niño bricht Rekorde: Indien, Großbritannien & Afrika droht extremes Wetter

„This event is a huge redistribution of energy in the climate system and is dangerous because it is unfolding on top of a much warmer, human-influenced climate system. So, in many places around the world we will see never-before-experienced heat extremes, with all their consequences on health, food security and water stress.“

Prof. Friederike Otto, Imperial College London

Auch das britische Met Office unterstreicht die Tragweite der Entwicklung. Professor Adam Scaife, Leiter der Langfristvorhersage beim Met Office, erklärte: “We have been signalling for months that the developing El Nino will be an unprecedented event. The fact that it has already exceeded previous records, with several weeks to go before it peaks later this year, shows the enormity of this El Nino.” Da sich die Ozeanerwärmung mit einer zeitlichen Verzögerung auf die globale Durchschnittstemperatur auswirkt, blicken Experten mit großer Sorge auf das Jahr 2027. Experts at the Met Office noted that the phenomenon has already been labelled a “super” or even “Godzilla” El Nino, exceeding previous records with several weeks to go before its peak.

Super-El-Niño bricht Temperaturrekord im Pazifik vor dem Höhepunkt
Photo: berliner-zeitung.de

Laut Berechnungen von Zeke Hausfather, der auch als Co-Autor umfassender Berichte zum Klimawandel für die Vereinten Nationen tätig ist, und britischen Wissenschaftlern zeigt sich in einer Analyse von 14 verschiedenen Klimamodellen, dass das Jahr 2027 die bisherigen Rekorde „blow apart“ und zum heißesten Jahr aller Zeiten werden soll. As Zeke Hausfather told Phys.org in an email: This month (September) is very likely to have the highest monthly anomalies on record.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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