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Technik und Wissenschaft

Qualcomm stellt Snapdragon 8 Elite Gen 6 und Extreme im 2nm-Verfahren vor

Qualcomm hat auf dem Snapdragon Summit in Maui beziehungsweise Hawaii zwei neue Spitzenprozessoren für Smartphones vorgestellt: den Snapdragon 8 Elite Gen 6 sowie erstmals eine Extreme-Variante namens Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6. Beide Prozessoren werden nach Angaben von Borncity bei TSMC im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt. Laut Berichten, über die Fachmedien berichteten, handelt es sich hierbei um die ersten 2nm-Chips des Unternehmens. Der reguläre Gen 6 dient als direkter Nachfolger des bisherigen Gen-5-Prozessors, während das Extreme-Modell noch zusätzliche Leistungssteigerungen bietet.

Vorstellung der neuen High-End-Prozessoren

Technische Daten von CPU, GPU und NPU

Beide Prozessoren teilen sich eine Oryon-CPU, die aus zwei Prime Cores mit einer Taktrate von bis zu 5,0 GHz sowie sechs Performance Cores mit bis zu 4,0 GHz besteht. Damit erreicht der Snapdragon 8 Elite Gen 6 als erster Smartphone-Prozessor eine Taktrate von 5 GHz bei den Prime-Cores. Ergänzt wird dies durch 16 MB Oryon Flex Cache. Hinsichtlich der Leistungssteigerungen zum Vorgänger bringt der reguläre Gen 6 laut heise online zehn Prozent mehr CPU-Rechenleistung und eine um 35 Prozent gesteigerte Grafikleistung der Adreno-GPU. Die Effizienz soll bei gleicher Rechenleistung um 37 Prozent höher ausfallen. Der Extreme Gen 6 legt laut Borncity bei der CPU um 13 Prozent, bei der GPU um 44 Prozent und bei der NPU um 35 Prozent zu, bei einer gleichzeitigen Effizienzsteigerung von 30 bis 40 Prozent. Der Extreme-Chip ist zudem mit Adreno Matrix Cores und Adreno Neural Fusion für KI-gestützte Superresolution sowie Frame-Generation ausgestattet und verfügt über 18 MB High-Performance-Memory.

Künstliche Intelligenz und Ausstattungsmerkmale

Ein wesentlicher Schwerpunkt beider Chips liegt auf lokaler künstlicher Intelligenz. Die Hexagon-NPU verfügt über einen Element Accelerator. Der Extreme Gen 6 bietet zudem 50 Prozent mehr Large Shared Memory als die Vorgängergeneration, wodurch ein Kontextfenster von bis zu 32.000 Token erreicht wird. Dies soll laut Borncity agentische KI mit einem tieferen Kontextverständnis ermöglichen, sodass Modelle mit über 30 Milliarden Parametern direkt auf dem Gerät laufen können. Der Sensing Hub hat zwei eigene KI-Einheiten sowie zwei Bildsignalprozessoren erhalten. Beide Chips unterstützen zudem den APV-Codec sowie VVC, das bis zu 55 Prozent Stromersparnis bringen soll, Dreifachkameras bis 64 Megapixel ohne Verschlussverzögerung, Aufnahmen mit einer einzelnen 108-Megapixel-Kamera sowie eine Gesamtauflösung von bis zu 320 Megapixel. Für die Verbindung sorgen das X105-5G-Modem mit Release-19-Fähigkeit, 5G-Satellitenanbindung und bis zu 14,8 Gbit/s Downlink sowie der FastConnect 8800 mit Wi-Fi 8 und 6G-Architektur.

Qualcomm stellt Snapdragon 8 Elite Gen 6 und Extreme im 2nm-Verfahren vor
Photo: techarena.cz

Marktstart und geplante Geräte

Die beiden neuen Flaggschiff-Chips zielen auf unterschiedliche Marktsegmente ab: Die reguläre Version ist für günstigere Flaggschiffe gedacht, während der Extreme Gen 6 in teuren Ultra-Modellen zum Einsatz kommen soll. Als Abnehmer nennt Qualcomm unter anderem die Marken Honor, iQOO, Motorola, OnePlus, Oppo, Redmi, RedMagic, Vivo, Xiaomi, Nubia und ZTE. Konkrete Gerätespremieren wurden bereits angekündigt; so soll das Motorola Signature 27 als eines der ersten Smartphones mit dem Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 erscheinen. Darüber hinaus setzt das Xiaomi 18 Pro Max auf die Extreme-Variante, während das Xiaomi 18 Pro den regulären Gen 6 erhält. Die Xiaomi-18-Familie startet am 23. September in China.

Qualcomm stellt Snapdragon 8 Elite Gen 6 und Extreme im 2nm-Verfahren vor
Photo: CHIP
Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6: Adreno Neural Fusion Gaming In Action
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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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