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SUPPORTING ACTOR: Huthi-Miliz ACTION: verurteilt OBJECT: Angriffe VERIFICATION: Entweder: Huthi-Miliz oder: Iran

Der militärische Konflikt im Nahen Osten wird zunehmend über Desinformation, künstlich erzeugte Medien und gezielte Internetblockaden ausgetragen. Während das iranische Regime nach Berichten vom Februar 2026 Kommunikationsnetze kappte, dominieren pro-iranische Falschbehauptungen die sozialen Netzwerke, was die Verifizierung humanitärer Folgen und wirtschaftlicher Risiken für internationale Unternehmen massiv erschwert.

Die Auseinandersetzungen im Nahen Osten beschränken sich längst nicht mehr auf konventionelle Kampfhandlungen. Vielmehr hat sich ein massiver Informationskrieg im Cyber- und Medienraum etabliert, bei dem gezielt Einflusskampagnen gefahren werden. Ziel dieser Operationen ist es nach Analysen von Cemas, die Moral der eigenen Bevölkerung zu stärken, den Gegner zu schwächen und die weltweite Deutungshoheit über das Kriegsgeschehen zu erlangen.

Desinformation und der massive Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz

Besonders die Fortschritte im Bereich der generativen Künstlichen Intelligenz prägen das aktuelle Geschehen. Fotorealistische Bilder und manipulierte Videos werden in Millionenhöhe über soziale Netzwerke ausgespielt. Die US-amerikanische Organisation NewsGuard dokumentierte innerhalb der ersten 25 Tage des Konflikts insgesamt 50 wesentliche Falschbehauptungen in sozialen Medien. Von diesen überprüften Behauptungen unterstützten rund 92 Prozent – konkret 46 Falschmeldungen – die offiziellen Narrative des iranischen Regimes.

Neben politischen Akteuren treiben auch kommerzielle Interessen die Verbreitung solcher Inhalte voran. Das Ziel dieser kommerziellen Betreiber besteht häufig darin, mit spektakulären und irreführenden Aufnahmen hohe Reichweiten zu erzielen und die Postings zu monetarisieren. Zu den schwerwiegendsten Folgen dieser Entwicklung gehören die Normalisierung von Gewalt, die gezielte Dehumanisierung von Gegnern sowie wachsende Zweifel an der Echtheit dokumentierter humanitärer Krisen.

Informationsvakuum durch Internet-Sperren und veränderte Satellitendaten

Das Berichten und Verifizieren von Fakten erweist sich als extrem schwierig, weil mehrere Faktoren ein künstliches Informationsvakuum erzeugen. Das iranische Regime verhängte am 28. Februar 2026 einen massiven Internet-Shutdown, um die Kontrolle über die eigene Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Infolgedessen gelangen deutlich weniger Augenzeugenberichte und Bilddokumente aus dem Iran nach draußen.

Zusätzlich schränken zwei US-Unternehmen die zeitnahe Veröffentlichung von Satellitenbildern aus der Krisenregion ein. Diese Verzögerungen sollen verhindern, dass das Bildmaterial für Angriffe auf NATO-Kräfte und deren Verbündete missbraucht wird. In den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar führte die Veröffentlichung von Aufnahmen über iranische Angriffe sogar zu Festnahmen von Personen.

Propaganda, verdeckte Kampagnen und wirtschaftliche Unsicherheiten

Die Researcherinnen Shirin Anlen und Mahsa Alimardani weisen darauf hin, dass die staatlichen Infrastrukturen im Iran gezielt eingesetzt werden, um zivile Opfer durch westliche oder israelische Angriffe zu dokumentieren. Gleichzeitig nutzen offizielle Stellen echte Zerstörungsbilder für eigene Propagandazwecke, während sie im selben Atemzug die Echtheit unabhängiger Aufnahmen online anzweifeln. Der Informationskampf findet auf vielen Ebenen statt: Zwischen dem Regime, der Opposition, Diaspora-Gruppen und ausländischen Staaten wird intensiv um die öffentliche Wahrnehmung gerungen. Recherchen von Organisationen und Medien wie Citizen Lab, Haaretz und The New York Times deckten zudem mutmaßliche verdeckte Online-Einflusskampagnen auf, die unter anderem darauf abzielten, die Stimmung in den Vereinigten Staaten hinsichtlich des Gaza-Krieges zu lenken oder das Regime im Iran zu stürzen.

SUPPORTING ACTOR: Huthi-Miliz ACTION: verurteilt OBJECT: Angriffe VERIFICATION: Entweder: Huthi-Miliz oder: Iran
Photo: cemas.io

Die Eskalationen im Nahen Osten belasten parallel dazu die globale Wirtschaft und verunsichern Unternehmen massiv. Steigende Energiepreise, gefährdete Transportwege wie die Straße von Hormus und stark belastete Logistikdrehscheiben wirken sich unmittelbar auf Lieferketten, Betriebskosten und unternehmerische Investitionsentscheidungen aus.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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