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Sport

Klaus J. Behrendt verlässt Tatort Köln nach 100 Folgen im Herbst 2027

Klaus J. Behrendt verlässt im Herbst 2027 die ARD-Krimireihe nach fast 30 Jahren im Dienst. Der Schauspieler hört nach seiner 100. Folge als Kölner Kommissar Max Ballauf aus persönlichen Gründen auf. Kollege Dietmar Bär macht als Freddy Schenk jedoch über das Jubiläum hinaus weiter.

Eine Ära des deutschen Sonntagsfernsehens neigt sich dem Ende zu. Klaus J. Behrendt wird seine Rolle als Hauptkommissar Max Ballauf in der ARD-Kultserie beenden. Wie der Westdeutsche Rundfunk mitteilte, fällt der Abschied mit einem runden Meilenstein zusammen: Die 100. gemeinsame Kölner Episode, die noch in diesem Jahr gedreht und voraussichtlich im Herbst 2027 im Fernsehen ausgestrahlt wird, markiert das letzte Kapitel für den langjährigen Ermittler.

Ein selbstgestecktes Ziel nach fast drei Jahrzehnten

Die Entscheidung für das Ausstiegsszenario ist beim Schauspieler über einen längeren Zeitraum gereift. Der Zeitpunkt trägt bewusste Symbolkraft, denn 2027 blicken die Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk auf exakt 30 Jahre gemeinsames Ermitteln in der Domstadt zurück. Der 66-jährige Darsteller begründete den Schritt vor allem mit einem persönlichen Meilenstein, den er sich vor Jahren gesetzt hatte.

„Mein Entschluss, dieser Rolle pünktlich zum 30-jährigen Dienstjubiläum Lebewohl zu sagen, ist mir nicht leichtgefallen, reift aber schon länger in mir. Mein Ziel waren immer 100 Folgen.“

Klaus J. Behrendt verlässt Tatort Köln nach 100 Folgen im Herbst 2027
Photo: t-online.de
Klaus J. Behrendt, Schauspieler

Die Verbundenheit zu der Figur reicht zudem noch weiter zurück als der offizielle Start in Köln. Bereits vor dem Jahr 1997 stand der Darsteller in acht Fällen als Kommissaranwärter Max Ballauf für den Düsseldorfer Ableger vor der Kamera. Dass aus diesen Anfängen im Jahr 1997 ein derart langlebiges Duo entstehen würde, sei damals unvorstellbar gewesen, so der Schauspieler. Mit dem Ausstieg blickt er zugleich auf ein halbes Jahrhundert im Berufsleben zurück, angefangen mit einer Lehre als Bergmechaniker unter Tage mit 17 Jahren. Nun stehe der Wunsch im Vordergrund, mehr Zeit für sich und die Familie zu haben, wenngleich er die Kamera nicht gänzlich meiden möchte.

Dietmar Bär ermittelt als Freddy Schenk weiter

Während für Max Ballauf nach der Jubiläumsfolge Schluss ist, bleibt das Kölner Format erhalten. Kollege Dietmar Bär, der seit knapp drei Jahrzehnten als Freddy Schenk an seiner Seite agiert, wird den Dienst fortsetzen. Die beiden Schauspieler verbindet eine langjährige, private Freundschaft, die 1993 bei den Dreharbeiten zur WDR-Serie Leo und Charlotte ihren Anfang nahm.

Klaus J. Behrendt verlässt Tatort Köln nach 100 Folgen im Herbst 2027
Photo: derstandard.at

Der Sender hätte die Zusammenarbeit mit beiden Hauptdarstellern gerne in gewohnter Form fortgeführt. Nach intensiven Gesprächen akzeptierte Bär den Entschluss seines Kollegen jedoch schweren Herzens. Für das bestehende Kölner Team gibt es unterdessen keine Anzeichen für ein generelles Ende: Ich und unser Kölner Team haben noch Lust, weiterzumachen. Also: Let’s go! ließ der 65-jährige Darsteller über den WDR verlauten.

WDR-Intendantin würdigt emotionale Tiefe der Figur

WDR-Intendantin Katrin Vernau bedankte sich im Namen des Senders für den langjährigen und intensiven Einsatz des Darstellers. Sie hob hervor, dass er die Figur mit großer Authentizität und emotionaler Tiefe verkörpert habe, wodurch der Kommissar besonders nahbar wirkte. Zudem betonte sie, dass das Kölner Team regelmäßig gesellschaftliche Probleme und regionale Herausforderungen beleuchtet habe. Gleichzeitig äußerte sie sich erfreut darüber, dass Dietmar Bär dem Publikum erhalten bleibt.

WDR- Tatort Köln- Odins Rache-Odins Rage- Tatort Cologne with Klaus Behrendt Dietmar Bär

Das Kölner Ermittlerduo gehört zu den populärsten Säulen der ARD-Reihe und rangiert gleich hinter den Ludwigshafener Kollegen um Kommissarin Lena Odenthal als dienstälteste Konstante. Im Quotenranking des vergangenen Jahres belegte ein Fall aus der Domstadt den dritten Platz hinter den dominierenden Produktionen aus Münster; so schalteten beim Fall Restschuld im Jahr 2025 rund 9,94 Millionen Zuschauer ein, was einem Marktanteil von 35 Prozent entsprach. Wie der Sender die personelle Lücke nach dem Abschied im Herbst 2027 füllen wird, ließ der WDR offen.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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