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Unternehmen

US-Aktienfutures stagnieren nach dritter Verlustwoche des Dow Jones

US-Aktienfutures bewegten sich am Freitag kaum, nachdem der Dow Jones Industrial Average seine dritte Verlustwoche in Folge verzeichnete. Marktteilnehmer wogen die jüngste Zinserhöhung der Federal Reserve um 25 Basispunkte, nahe 5 Prozent liegende US-Treasury-Renditen und fallende Ölpreise ab, während Technologiewerte eine Erholung zeigten.

An den US-Märkten zeigte sich zum Wochenschluss ein uneinheitliches Bild. Während die Futures für den S&P 500 um 0,1 Prozent und die Kontrakte für den Nasdaq-100 um 0,3 Prozent zulegten, gaben die Futures des Dow Jones Industrial Average leicht um 16 Punkte oder 0,03 Prozent nach, wie Berichte zur Marktentwicklung am Freitag zeigen. Der Handel folgte auf eine breite Erholung am Donnerstag, bei der sich die großen Indizes von den Kursverlusten nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank erholt hatten.

Zinserhöhung und Anleiherenditen setzen den Dow Jones unter Druck

Die US-Notenbank Federal Reserve hatte am Mittwoch ihren Leitzins um einen viertel Prozentpunkt angehoben – der erste Zinsschritt nach oben seit drei Jahren. Diese Entscheidung schickte die Märkte zunächst auf Talfahrt, ehe eine Erholung einsetzte. Dennoch schloss der Dow Jones Industrial Average den Freitag mit einem Minus von etwa 0,2 Prozent bei 51.682,64 Punkten ab und besiegelte damit seine dritte negative Woche in Folge, was der schwächsten Woche des Index seit März entspricht (so die Auswertung von Marktdaten).

Gleichzeitig blieben die Renditen am Anleihemarkt ein zentraler Belastungsfaktor für Aktien. Juli 2024 markiert. Angesichts dieser Entwicklung werten Händler nun aus, ob im weiteren Jahresverlauf zusätzliche Zinsschritte folgen werden.

The same geopolitical conflict inflating energy prices is also what’s keeping the Federal Reserve hawkish and what’s squeezing Chinese refiners. Marktbeobachter laut Berichterstattung

Ölpreise geben nach und Tech-Aktien stützen die Märkte

Etliche Investoren blicken weiterhin gebannt auf die Inflation, die durch den jüngsten Anstieg der Energiekosten zusätzlich unter Druck geraten ist. Am Freitag sorgten sinkende Rohölpreise jedoch für etwas Entlastung an den Börsen. Die Notierungen von Brent-Rohöl sanken um etwa 1,5 Prozent und wurden bei rund 103 Dollar je Barrel gehandelt. US-Ölpreise gaben sogar unter die Marke von 103 Dollar nach und fielen zeitweise unter 100 Dollar je Barrel, nachdem sie zuvor darüber geklettert waren (wie die Marktübersicht festhält). Energiemärkte reagieren nach wie vor sensibel auf Störungen im Zusammenhang mit dem Konflikt in Iran und den Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus.

US-Aktienfutures stagnieren nach dritter Verlustwoche des Dow Jones
Photo: finance.yahoo.com

Technologiewerte zeigten sich derweil robuster als andere Sektoren. Insbesondere Halbleiteraktien erholten sich von früheren Verlusten im Wochenverlauf, nachdem der PHLX Semiconductor Index die Woche leicht im Plus beendete. Zuvor hatte Druck auf Chipwerte eingesetzt, nachdem Anthropic und OpenAI wegen Sicherheitsbedenken ein langsameres Tempo bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz gefordert hatten. Dennoch blieb der Nasdaq der einzige der drei großen US-Indizes, der über die gesamte Woche hinweg in der Gewinnzone verblieb.

Analystenblicke auf Konjunktur und Künstliche Intelligenz

Im laufenden Monat richten Marktbeobachter ihren Blick verstärkt auf die Wechselwirkungen aus Zinspolitik, Energiepreisen und Unternehmensgewinnen. So erklärte Brian Levitt, Chief Global Market Strategist bei Invesco, gegenüber Medien, dass Zinserhöhungen oder hohe Ölpreise den aktuellen Konjunkturzyklus nach seiner Einschätzung nicht zwangsläufig sofort beenden werden.

Brian Levitt von Invesco erklärte, dass alle Zyklen irgendwann endeten, er jedoch nicht glaube, dass dieser zwangsläufig in absehbarer Zeit durch einen höheren Leitzins der Fed oder höhere Ölpreise beendet werde.

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Ähnlich optimistisch äußerte sich Mark Haefele, Chief Investment Officer bei UBS Global Wealth Management, in einem Bericht an Kunden. Er verwies darauf, dass anhaltend starke Gewinnzuwächse und sinkende Inferenzkosten die Einführung von KI-Technologien stimulieren. Investoren und Vermögensverwalter wie Daniel Skelly von Morgan Stanley Wealth Management betonen indes, dass neben den Zinsen auch die US-Zwischenwahlen und geopolitische Faktoren für kurzfristige Schwankungen an den Börsen sorgen können (wie im Marktkommentar aufgeführt). Für die kommenden Wochen bleibt abzuwarten, wie sich die Daten zur Teuerung entwickeln und welche Signale die US-Notenbank bei ihrer anstehenden Sitzung im Oktober sendet.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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