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Welt

Donald Trump fordert Selenskij zu Stopp von Raffinerie-Angriffen auf

US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenskij am 13. September 2026 aufgefordert, die Angriffe auf russische Dieselraffinerien sofort einzustellen. Während eines Aufenthalts in Irland erklärte Trump, die ukrainischen Drohnenangriffe würden eine weltweite Dieselknappheit auslösen und den Kraftstoffpreis in den USA auf Rekordwerte treiben.

Trumps scharfe Kritik an Kiews Raffinerie-Angriffen

Am Rande des golfturniers Irish Open im irischen Doonbeg äußerte sich der US-Präsident am Sonntag unmissverständlich über die militärische Taktik der Ukraine. Auf Nachfrage von Journalisten erklärte er, dass er bereits direkt mit dem ukrainischen Amtskollegen über die Treibstoffversorgung gesprochen habe. Die ukrainischen Streitkräfte attackieren seit Monaten gezielt russische Industrieanlagen, um der Moskauer Führung die Einnahmen für den andauernden Angriffskrieg abzuschneiden.

„Mr. Zelensky has to do one thing. He has to stop knocking out diesel fuel in Russia. Let him go after targets, but not diesel fuel, because he’s causing a shortage of diesel fuel.“

Donald Trump, US-Präsident, via CBS News

Die ukrainische Drohnenkampagne zeigt in Russland spürbare Wirkung. Die dortige Ölverarbeitung ist auf den tiefsten Stand seit mehr als zwanzig Jahren gesunken. In zahlreichen Regionen des Landes kommt es zu Rationierungen, leeren Zapfsäulen und langen Wartezeiten an Tankstellen, wie Medien übereinstimmend berichten.

Spritpreise auf Rekordhoch und die globale Energiekrise

Für die US-Regierung entwickeln sich die Energiepreise zu einer schweren Belastungsprobe im Vorfeld der anstehenden Zwischenwahlen. Nach Angaben des Automobilverbands AAA kletterte der landesweite Durchschnittspreis für eine Gallone Diesel in den Vereinigten Staaten am Freitag erstmals über die Marke von sechs US-Dollar.

US President Trump visit to Ireland - Day 2
Photo: Kurier

In seiner Begründung lehnte Trump jedoch ab, die Verantwortung für die Teuerung bei den Entwicklungen im Nahen Osten zu suchen.

„This isn’t done by the Middle East. This is done by what’s happening with Russia and Ukraine.“

Donald Trump, US-Präsident, via Fox News

Demgegenüber weisen Marktbeobachter darauf hin, dass parallel dazu der militärische Konflikt der USA und Israels mit dem Iran den Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormuz massiv beeinträchtigt hat. Vor diesen Auseinandersetzungen wurde dort rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports abgewickelt, was den Rohölpreis ebenfalls stark angetrieben hat.

Eskalation an den Fronten und diplomatische Bewegungen

Die harten Worte des US-Präsidenten fielen in eine Phase erneuter heftiger Luftangriffe auf beiden Seiten. Örtliche Behörden meldeten bei nächtlichen Drohnenangriffen in der russischen Republik Tatarstan den Tod von zwei Menschen. Gleichzeitig schlugen russische Geschosse im Raum Odesa sowie nahe der polnischen Grenze ein.

Trump tells Zelenskyy to stop targeting Russian diesel refineries
Photo: foxnews.com

Besondere Beachtung fand ein Vorfall an der ukrainisch-polnischen Grenze bei Jahodyn, wo ein russischer Drohnenangriff die Infrastruktur und den Motor eines stehenden Zuges traf. Unmittelbar zuvor hatten hochrangige westliche Persönheiten – darunter der ehemalige CIA-Direktor David Petraeus, der frühere britische Premierminister Boris Johnson sowie der ehemalige schwedische Regierungschef Carl Bildt – diesen Streckenabschnitt passiert. Der ukrainische Bahnkonzern Ukrzaliznytsia bestätigte, dass die Passagiere zuvor rechtzeitig evakuiert worden waren und keine Verletzten zu beklagen sind. Moskau erklärte seinerseits, man habe gezielt Eisenbahninfrastruktur im Westen der Ukraine attackiert, die dem Transport militärischer Fracht aus Europa diene.

Aussicht auf mögliche Friedensgespräche im Herbst

Ungeachtet der anhaltenden Kämpfe brachte der Kreml am Sonntag neue diplomatische Initiativen ins Gespräch. Kremlsprecher Dmitri Peskow teilte mit, dass Moskau eine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen unter Beteiligung Russlands, der Ukraine und der USA im Herbst nicht ausschließe. Als möglicher Zeitraum wurde der Oktober genannt.

Trump gibt Selenskyj Schuld für Dauer des Ukraine-Kriegs

Zuvor hatten die US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskaus sowie kurz darauf mit Wolodimir Selenskij in Kiew geführt. Wie Kushner betonte, bleibt die territoriale Frage das zentrale und bislang ungelöste Hindernis für eine diplomatische Einigung zwischen den Kriegsparteien.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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