Nach einem Drohnenangriff auf die ost-westliche Ölpipeline Saudi-Arabiens, der laut irakischen Behörden von irakischem Gebiet aus gestartet wurde, hat die Regierung in Bagdad am Samstag, den 12. September 2026, eine Untersuchung eingeleitet und mehrere ranghohe Militärs entlassen.
Angriff auf die saudi-arabische Pipeline und politische Folgen im Irak
Die saudi-arabische Regierung hat am Freitag den Betrieb der bedeutenden Ost-West-Ölpipeline als precautionary measure
vorübergehend eingestellt. Vorausgegangen war ein Drohnenangriff, der Sachschäden und Verletzte an einer Anlage südlich von Medina verursachte, wie das saudi-arabische Außenministerium mitteilte. Satellitenbilder belegen die Rauchentwicklung an dem strategischen Energiekorridor, der für den globalen Markt von entscheidender Bedeutung ist.
Obwohl eine Dachorganisation von vom Iran unterstützten Milizen im Irak jegliche Beteiligung an den Anschlägen bestritt, bestätigten sowohl Riad als auch Bagdad, dass die Drohnen vom irakischen Territorium aus gestartet worden waren. Der irakische Premierminister Ali al-Zaidi reagierte umgehend und ordnete eine Untersuchung des Operationskommandos in der Provinz Maysan nahe der iranischen Grenze an. Sowohl der dortige Kommandeur als auch der regionale Polizeichef wurden ihres Amtes enthoben, wie The Hill berichtete.
Saudi-Arabien erklärte unterdessen, vorerst von Vergeltungsschlägen absehen zu wollen, um der irakischen Regierung die Gelegenheit zu geben, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, so eine Verlautbarung des saudi-arabischen Außenministeriums, die von NBC News zitiert wurde. Als mögliche Begleiterscheinung der Ermittlungen schlossen die irakischen Behörden zudem zwei zentrale Grenzübergänge mit dem Iran, darunter Shalamcheh und Chazabeh, wie der stellvertretende Gouverneur der iranischen Provinz Chusistan, Valiollah Hayati, bestätigte.
Energiekrise und Ausfall des globalen Transportwegs
Die Schließung der rund 1.200 Kilometer langen Pipeline trifft den Welthandelsmarkt zu einem Zeitpunkt, an dem die Straße von Hormus durch den sechs Monate andauernden Konflikt zwischen den USA und dem Iran weitgehend blockiert ist. Die Pipeline hatte in den vergangenen Monaten täglich vier bis fünf Millionen Barrel Rohöl transportiert und damit rund vier bis fünf Prozent der weltweiten Versorgung gesichert, wie Reuters anmerkt.


Die Bedeutung des saudi-arabischen Transportnetzes hatte sich in den Vormonaten massiv erhöht. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur verdoppelte das Königreich seine Exporte über den Rotmeerhafen am Ende der Ost-West-Pipeline bis Anfang Juni auf über fünf Millionen Barrel täglich. Durch den aktuellen Stillstand bricht dieser Ausweg über den Sueskanal in Richtung Norden nun weg, während gleichzeitig jemenitische Huthi-Rebellen ihre Präsenz am südlichen Roten Meer ausdehnen.
Fawaz Gerges, Professor für internationale Beziehungen an der London School of Economics, erklärte via NBC News, anstatt wirklich belagert zu sein und zu bluten, könne der Iran nun problemlos den Druck auf die US-Wirtschaft und die Weltwirtschaft erhöhen.
Jemenitische Regierungskräfte meldeten am Freitag zudem die Einnahme der strategisch bedeutsamen Insel Perim im Bab-el-Mandeb-Schiffahrtsweg, durch den etwa zwölf Prozent des globalen Handels abgewickelt werden. Bahrain betonte dabei das Recht Saudi-Arabiens auf den Schutz seiner Souveränität.
Internationale Reaktionen und diplomatische Initiativen
US-Präsident Donald Trump erklärte während eines Aufenthalts in Irland vor Journalisten, dass der Iran probably
für den Angriff auf die Pipeline verantwortlich sei, versuchte jedoch gleichzeitig, die Sorgen bezüglich der Eskalation zu dämpfen.
US-Präsident Donald Trump erklärte via The Hill, die Huthis hätten bei ihnen angerufen und wollten nicht mit ihnen kämpfen. Sie würden es weitaus bevorzugen, wenn sie nicht involviert wären, und sie ließen die meisten Schiffe passieren.
Laut Quellen von Reuters hatte der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman zuvor in einem Telefonat militärische Unterstützung der USA im Kampf gegen die Huthis erbeten. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian wies währenddessen jegliche Verstrickung zurück und erklärte im Interview mit India Today TV, dass Iran sich nicht im Krieg mit Saudi-Arabien befinde.