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Unterhaltung

Coyote vs. Acme: Geretteter Warner-Film knackt 50 Millionen an Kinokassen

Nachdem Warner Bros. den fast fertigen Live-Action- und Animationsfilm „Coyote vs. Acme im Jahr 2023 aus steuerlichen Gründen einstampfen wollte, feiert das Werk nun überraschend Erfolge im Kino. Nach heftigem Fandom-Protest und einer Übernahme durch den Independent-Verleih Ketchup Entertainment knackte der von James Gunn mitgeschriebene Film im Spätsommer die Marke von 50 Millionen US-Dollar an den Kinokassen.

Vom Begräbnis auf dem Studiogelände zur Kino-Rettung

Hollywood-Produktionen landen selten auf dem Müll, bevor sie das Publikum überhaupt zu Gesicht bekommen, doch im Fall von „Coyote vs. Acme“ war die Vernichtung bereits beschlossene Sache. Warner Bros. Discovery hatte die rund 70 Millionen US-Dollar teure Mischung aus Realfilm und Animation komplett fertiggestellt, um sie anschließend als steuerlichen Abschreibungsverlust in den Archiven verschwinden zu lassen. Der Schritt folgte auf ähnliche Maßnahmen bei Projekten wie Batgirl und Scoob! Holiday Haunt und sollte die Bilanz des Medienkonzerns entlasten. Als David Zaslav, CEO von Warner Bros. Discovery, die Annullierung vorantrieb, reagierte die kreative Gemeinde mit offenem Entsetzen und Boykottdrohungen.

Coyote vs. Acme: Geretteter Warner-Film knackt 50 Millionen an Kinokassen
Photo: houstonchronicle.com

Regisseur Dave Green und seine Mitstreitenden hatten jahrelang an dem Projekt gearbeitet. Das Drehbuch basiert auf einer Humorgeschichte von Ian Frazier aus dem Jahr 1990 und stammt aus der Feder von James Gunn, Jeremy Slater und Samy Burch. Die Handlung dreht sich um den ewigen Looney-Tunes-Pechvogel Wile E. Coyote, der vor Gericht zieht und den Acme-Konzern auf Schadensersatz verklagt, weil all seine fehlerhaften Raketen und Fallen stets nach hinten losgingen. Weil der Film bei Testvorführungen hervorragend abschnitt, traf die Nachricht vom Stopp die Beteiligten unvorbereitet. Will Forte, der im Film einen erfolglosen Anwalt spielt, äußerte sich auf Podcasts fassungslos über die Entscheidung des Studios, das fertige Werk einfach zu löschen.

Will Forte, Schauspieler, erzählte, dass sie nach Abschluss aller Animationen endlich bereit gewesen seien, es der Besetzung zu zeigen. Sie hätten sie an einem Dienstagabend angerufen und gesagt, sie würden es ihnen am kommenden Dienstag zeigen, da es bei Tests sehr gut abschneide und sie alle sehr begeistert davon seien. Am nächsten Tag habe er dann den Anruf erhalten, dass Warner Bros. das Projekt auf Eis lege und es lediglich als steuerlichen Verlust abschreiben wolle.

Der öffentliche Aufschrei und das Einspringen von Ketchup Entertainment

Der geplante Verzicht auf die Veröffentlichung rief nicht nur das betroffene Filmteam auf den Plan, sondern auch eine engagierte Fan-Basis. Ein Anhänger protestierte im strömenden Regen in einem Wile-E.-Coyote-Kostüm vor den Studios von Warner Bros. und forderte mit einem Pappschild die Veröffentlichung des Films unter dem Motto Release me!!. Der anhaltende öffentliche Druck zeigte schließlich Wirkung: Warner lenkte ein und erlaubte dem Regisseur, das Werk extern anzubieten, anstatt es unwiederbringlich zu vernichten.

'Coyote vs. Acme'
Photo: Deadline

Schließlich kaufte der unabhängige Verleih Ketchup Entertainment den Film für 50 Millionen US-Dollar auf. Getragen von der enormen Social-Media-Resonanz legte das Werk einen starken Kinostart hin und spielte allein am ersten Wochenende 15.9 Millionen US-Dollar in den USA ein, was dem Verleih sofort den zweiten Platz in den Kinocharts einbrachte.

Finanzspritze durch die Fangemeinde und Box-Office-Zahlen

Der Erfolg an der Kinokasse sorgte auch bei alternativen Finanzierungsmodellen für Aufwind. Das Fandom-getriebene Crowdsourcing-Unternehmen Legion M, das bereits Tausende von Kleinaktionären hinter sich versammelt, erweiterte nach dem positiven Start des Films seinen entsprechenden Fonds auf 5 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor bereits bei anderen Titeln als Veröffentlichungspartner agiert und sich nun auch an der Kinoauswertung des Wile-E.-Coyote-Abenteuers beteiligt. Die Anteile für den Film waren bei den Investoren innerhalb von weniger als 48 Stunden ausverkauft.

Coyote v Acme BRUTALLY HONEST Review! Was Warner Bros WRONG to DELETE the Release?
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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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