Ein israelischer Luftangriff in Beit Lahiya im nördlichen Gazastreifen hat am Donnerstag, den 10. September 2026, vier Mitglieder einer Familie getötet, darunter zwei Mädchen im Alter von 8 und 12 Jahren. Die Tat ereignete sich im Rahmen einer Zuspitzung der Angriffe trotz des im Oktober 2025 vereinbarten Waffenstillstands.
Ein israelischer Luftangriff auf ein Wohnhaus im nördlichen Gazastreifen hat am Donnerstag nach Angaben von Gesundheitsbehörden in Gaza vier Menschen aus derselben Familie getötet. Unter den Todesopfern befinden sich ein Mann, seine Frau sowie ihre beiden Töchter im Alter von 8 und 12 Jahren, wie die Agentur Reuters berichtete. Das israelische Militär erklärte zu dem Angriff, der Einsatz habe eine military structure
und einen als operative Kraft eingestuften Mann namens Muamen Ahmed ins Visier genommen, der aktiv an Kampfhandlungen gegen israelische Truppen beteiligt gewesen sei.
Angriff auf ein Wohnhaus in Beit Lahiya und die Reaktion der Nachbarn
Der Angriff traf das Wohnobjekt im Projektbereich von Beit Lahiya gegen 2 Uhr nachts, während die Familie schlief. Rettungskräfte und Angehörige bestätigten den Tod der Familienmitglieder, deren weiß verhüllte Leichen im Al-Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt aufgebahrt wurden, bevor sie zu Bestattungen überführt wurden.

There is nothing that can justify Israel attacking this home. These were two children and their parents that were killed while they were asleep. Zuheir al-Heisami, Nachbar der Opfer, via Associated Press und Times Union
Al-Heisami fügte hinzu, dass vom Waffenstillstand im Alltag nichts zu spüren sei und verständnislos auf die anhaltende Gewalt verwies: There isn’t any truce,
sagte er, während ein anderer Nachbar, Zuhair Al-Haisami, gegenüber Reuters anmerkte, dass kein einzelner Tag vergehe, ohne dass Menschen getötet oder verletzt würden.
Hintergrund des Waffenstillstands und anhaltende Gefechte
Der Vorfall fällt in eine Phase zunehmender militärischer Eskalationen, die trotz des im Oktober 2025 vereinbarten US-geführten Waffenstillstands zu verzeichnen sind. Während das Abkommen großflächige Kampfhandlungen stoppte, kam es seither zu wiederholten israelischen Luftschlägen und Gefechten. Nach Angaben palästinensischer Gesundheitsbehörden wurden seit Inkrafttreten der Waffenruhe mehr als 1.300 Palästinenser in dem Küstenstreifen getötet, während das israelische Militär den Tod von vier Soldaten im selben Zeitraum meldet.

Die israelische Armee erklärte, die Schläge erfolgten als Reaktion auf Bedrohungen und Angriffe auf ihre Soldaten durch militante Gruppen. Berichte aus Gaza belegen, dass allein in den vorangegangenen zwei Tagen mindestens sechs Wohngebäude im gesamten Gazastreifen getroffen wurden. Anwohner und Mediziner berichteten, dass Bewohner mancher Häuser kurz vor den Einschlägen telefonische Warnungen erhielten, das Gebiet zu verlassen. Ismail al-Thawabta, Direktor des von der Hamas geführten Medienbüros in Gaza, warf Israel vor, gezielt the civilians and their homes
anzugreifen, eine Anschuldigung, die von israelischer Seite zurückgewiesen wird, da man konsequent gegen Infrastruktur und Kämpfer der Hamas vorgehe.
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