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Technik und Wissenschaft

Copernicus: August 2026 weltweit wärmster Monat

Der August 2026 war weltweit der wärmste jemals gemessene Monat und liegt gleichauf mit dem Juli 2023. Nach Angaben des EU-Klimawandel-Dienstes Copernicus kletterte die globale Durchschnittstemperatur auf 1,65 Grad über das vorindustrielle Niveau, während Westeuropa seinen heißesten Sommer der Aufzeichnungsgeschichte erlebte und die Ozeane neue Hitzerekorde verzeichneten.

Der Globus hat im vergangenen Monat einen weiteren historischen Klimameilenstein erreicht. Wie der EU-Klimawandel-Dienst C3S mitteilte, lag die weltweite durchschnittliche Lufttemperatur im August bei 16,96 Grad Celsius. Damit teilt sich der Monat den Rang als wärmster jemals aufgezeichneter Monat der Geschichte mit dem Juli 2023.

Jahrhunderts lag der August 2026 um 1,65 Grad Celsius höher.

Westeuropa leidet unter historischer Dürre und Rekordsommer

Die extremen Bedingungen konzentrierten sich nicht nur auf globale Durchschnittszahlen, sondern entfalteten verheerende regionale Auswirkungen. Nach Analysen des europäischen Klimadienstes erlebte Westeuropa den wärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen und übertraf damit den bisherigen historischen Rekord aus dem Sommer 2003.

Verbreitete Trockenheit und heftige Waldbrände prägten das Bild in zahlreichen Ländern. Aus Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Ungarn, Rumänien und Serbien wurden schwere Dürrebedingungen gemeldet. Grosse Ströme wie Rhein und Donau führten außergewöhnlich niedrige Wasserstände, was die Landwirtschaft und den Binnenschifffahrtsverkehr schwer belastete.

„Wir haben einen außergewöhnlichen Sommer erlebt – nicht nur in Europa, sondern auch in anderen Teilen der Welt, in denen seit fast einem Jahrhundert bestehende Rekorde gefallen sind. Samantha Burgess, strategische Leiterin für Klima beim ECMWF

Samantha Burgess betonte zudem, dass die extremen Wetterlagen die Gesellschaften und Volkswirtschaften weltweit unmittelbar treffen.

Ozeane unter Dauerdruck und die Rolle des El Niño

Nicht nur an Land, sondern auch auf den Weltmeeren schlugen die Thermometer Rekorde. Die Meeresoberflächentemperaturen außerhalb der Polarregionen kletterten im August auf einen Monatsdurchschnitt von 21,07 Grad Celsius. Damit wurde der bisherige August-Höchstwert aus dem Jahr 2023 übertroffen; die Durchschnittstemperatur war zudem gleichauf mit dem Wert vom März 2024.

Copernicus: August 2026 weltweit wärmster Monat
Photo: ffh.de

Forscher führen diese Entwicklung auf eine doppelte Belastung zurück. Neben der ungebrochenen globalen Erwärmung durch fossile Brennstoffe verstärkt das natürliche Klimaphänomen El Niño im äquatorialen Pazifik den Temperaturanstieg massiv. El Niño setzt enorme Mengen an im Ozean gespeicherter Wärme in die Atmosphäre frei.

„Die Beweise sind unwiderlegbar: Dies ist der spiralförmige Preis für die Fossile-Brennstoff-Sucht der Menschheit und die globale Klimakrise, die sie anheizt. Simon Stiell, UN-Klimachef

Politische Reaktionen im Vorfeld der COP31

Angesichts dieser Daten mahnen internationale Organisationen und Experten ein radikales Umsteuern an. Die globalen Durchschnittstemperaturen haben im August die wichtige Schwelle von 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Zeitalter überschritten – ein Wert, den das Pariser Abkommen als langfristiges Ziel anpeilt, um die katastrophalsten Folgen des Klimawandels abzuwenden.

A woman stands in the sun and holds a fan up to shade her face. She is wearing a short sleeve blue top with gold symbols
Photo: bbc.co.uk

Regierungen weltweit müssten die Treibhausgasemissionen drastisch senken und den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas beschleunigen, um das Klimasystem wieder in ein stabiles Gleichgewicht zu bringen.

Copernicus Climate Change Service: August was the hottest month ever recorded worldwide
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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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