Im Lumen Field gab das Team eine Führung aus der Hand, nachdem Sam Darnold früh verletzungsbedingt ausschied und Drake Maye in der zweiten Halbzeit drei Interceptions warf.
Ein Wiedersehen unter Flutlicht im pazifischen Nordwesten lieferte seltenes Mittwochs-Football: Sieben Monate nach dem Endspiel trafen die New England Patriots und die Seattle Seahawks zum Start der Regular Season 2026 aufeinander. Doch statt einer klaren Revanche erlebten die Gäste aus Foxborough einen Einbruch nach der Pause, der Fragen aufwirft. Während das Spiel defensiv geprägt war, sorgten Verletzungen und personelle Veränderungen für einen zähen Abend, der bei Fantasy-Football-Enthusiasten für Frust sorgte.
Früher Schock für Sam Darnold und das Seahawks-Backfield
Seattle-Quarterback Sam Darnold verletzte sich nach einem Sack von New Englands Defensive End Dre’Mont Jones an der Hüfte und musste das Feld verlassen. Nach einer Untersuchung im blauen Zelt folgte der Gang in die Kabine; noch vor dem Halbzeitpfiff wurde Darnold offiziell für den Rest der Partie aus dem Spiel genommen. Für ihn übernahm Backup Drew Lock, der sich im weiteren Verlauf stabilisierte und das Spiel zu Ende führte.
Auch im Laufspiel mussten sich die Seahawks nach einem personellen Umbruch im Sommer neu orientieren. Da Kenneth Walker III zu den Kansas City Chiefs gewechselt war und Zach Charbonnet die Saison auf der PUP-Liste begann, übernahm Erstrunden-Rookie Jadarian Price die Hauptlast bei den Early Downs. Unterstützt wurde er von George Holani, der sämtliche Snaps bei Third Downs und in Two-Minute-Drills übernahm. Obwohl Price mit einigen explosiven Szenen aufwartete, bremste die Aufteilung im Backfield das Offensivspiel zeitweise aus.
Drake Maye und die Offense im zweiten Durchgang gestoppt
Zur Halbzeit schien für New England alles nach Plan zu laufen. Mit einer 7:0-Führung im Rücken und einer kontrollierten Spielweise von Quarterback Drake Maye dominierten die Gäste zunächst das Geschehen. Die Offensive Linie hielt stand, und Maye verwertete die Lücken, die ihm die gegnerische Defensive bot. Unter anderem sorgte ein Pass auf Tight End Eli Raridon für den ersten Touchdown der Partie und die ersten Punkte der neuen Saison.

Doch nach dem Seitenwechsel kippte das Momentum komplett. Neuerwerbung A.J. Zudem blieb der zweite prominente Receiver-Neuzugang, Romeo Doubs, gänzlich ohne gefangenen Pass, was die Optionen der Gäste drastisch einschränkte.
Maye geriet unter Druck und leistete sich in der zweiten Hälfte drei Interceptions. Eine davon stoppte kurz vor Schluss einen potenziellen Angriff, der ein mögliches Ausgleichsfieldgoal hätte einleiten können. Am Ende sicherten sich die Seahawks durch 13 unbeantwortete Punkte den Sieg und damit den fünften Sieg in Serie im direkten Duell mit New England unter dem Head Coach Mike Vrabel.
Rookies und Strafen prägen das Bild im Lumen Field
Beide Teams zeigten neben Licht auch deutliche Anfangsschwierigkeiten. Im ersten Durchgang fielen die Seahawks vor allem durch Undiszipliniertheiten auf: Sechs Strafen über insgesamt 68 Yards warfen die Gastgeber zurück, während New England im ersten Durchgang fehlerfrei blieb. Später waren es jedoch die Patriots, die durch Fouls und verpasste Gelegenheiten den Vorsprung verspielten.

Positive Akzente setzte die diesjährige Draft-Klasse auf beiden Seiten. Neben dem bereits erwähnten Running Back Price zeigte bei Seattle der Nachwuchs Präsenz, während auf New-Englander Seite der aus Illinois verpflichtete Rookie Gabe Jacas mit einem Sack gegen Drew Lock auf sich aufmerksam machte. Die sportliche Aufarbeitung muss nun schnell gehen: Nach der Niederlage zum Auftakt bleiben den Patriots genau vier Tage Pause, bevor in der kommenden Woche das Duell gegen die Pittsburgh Steelers ansteht.
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