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Sport

HC Kriens-Luzern kehrt mit Champions-League-Start in Polen zurück

Nach einer jahrelangen Abwesenheit nimmt mit dem HC Kriens-Luzern erstmals seit der Saison 2019/20 wieder ein Schweizer Handballteam an der neu formierten Champions League teil. Für den Schweizer Handball ist es eine Rückkehr auf die grosse Bühne, nachdem man jahrelang ignoriert wurde. Die Mannschaft startet am Mittwochabend mit einer Auswärtspartie in Polen gegen Kielce in die europäische Königsklasse.

Die Rückkehr auf die europäische Handball-Bühne nach jahrelanger Pause

Für den Schweizer Vereinssport markiert der Auftritt von Kriens-Luzern einen bedeutenden Schritt. Der HC Kriens-Luzern startet am Mittwochabend in die neu formierte Champions League, womit erstmals seit der Saison 2019/20 wieder ein Schweizer Team im Konzert der Grossen mitspielt. In den letzten Jahren wurden Schweizer Anträge auf eine Wildcard vom europäischen Verband abgeschmettert.

Ausschlaggebend für die damaligen Absagen waren einerseits das sportliche Potenzial, andererseits auch Rahmenbedingungen wie Hallenauslastung oder TV-Verträge. Insbesondere bei den letzten beiden Punkten schneidet unsere Liga im Vergleich mit der ausländischen Konkurrenz schlecht ab. Dass mit Kriens endlich wieder ein Schweizer Klub mittun darf, liegt auch an der Aufstockung von 16 auf 24 Teams.

Zum Auftakt der Gruppenphase wartet auf den Schweizer Meister direkt eine der anspruchsvollsten Aufgaben im europäischen Handball. Der Schweizer Meister startet am Mittwochabend mit einem Auswärtsspiel im polnischen Kielce. Die weiteren Gruppengegner sind der deutsche Meister SC Magdeburg und Kolstad – ein norwegisches Grossprojekt, das inzwischen in finanzielle Schieflage geraten ist.

«Die Champions League ist natürlich super für uns», sagt Kriens-Trainer Andy Schmid. «Wir werden vor den grossen Namen nicht in Ehrfurcht erstarren. Aber klar: Wie viel für uns sportlich drinliegt, wird auch von der Leistung des Gegners abhängen.»

Andy Schmid, Trainer HC Kriens-Luzern

Schmid ist in seiner jungen Karriere als Vereinstrainer noch ungeschlagen. Vier Spiele, vier Siege lautet die Bilanz. Für den Übungsleiter bringt die Partie in Kielce auch persönliche Erinnerungen mit sich. Die Atmosphäre, die in Kielce auf sein Team wartet, kennt er aus seiner Zeit als Spieler der Rhein-Neckar Löwen bestens: «Auswärtsspiele in Kielce gehören zu den schwierigsten Aufgaben. Ich freue mich nur schon auf die Champions-League-Hymne vor der Partie.»

Schweizer Akteure in der Champions League

Nicht nur im Hallenhandball, auch im internationalen Fussball sind Schweizer Spieler in der laufenden europäischen Kampagne stark vertreten. Acht Schweizer Akteure sind mit ihren Klubs in der Champions League involviert. Manuel Akanji hat mit Inter Mailand hohe Ziele. Gregor Kobel steht bei Borussia Dortmund im Tor, Yann Sommer verstärkt neu den FC Brügge, bei dem auch Ex-FCZ-Spieler Cheveyo Tsawa und der Luzerner Andrej Vasovic mitmischen. Johan Manzambi geht mit Aston Villa ins Rennen.

Der Schweizer Handball kehrt in die Champions League zurück
Photo: Blick

Bei Stuttgart stehen Luca Jaquez und Leonidas Stergiou unter Vertrag, der Bundesligist hat vom Schweizer Duo indes nur Jaquez für die Ligaphase gemeldet. Dereck Kutesas AEK Athen ist dabei, der Schweizer Stürmer wurde aber wie Stergiou nicht für die Champions League gemeldet. Bei Lille ist der bei Servette ausgebildete U19-Internationale Loun Srdanovic an der Seite von Altstar Olivier Giroud, Kylian Mbappés jüngerem Bruder Ethan Mbappé und Trainer Davide Ancelotti, dem Sohn von Carlo Ancelotti, Teil des Teams.

Die Ligaphase der Champions League

Die diesjährige Ligaphase verlangt den Fussball-Klubs ein straffes Programm ab. In der Ligaphase bestreitet jedes Team acht Spiele gegen acht verschiedene Gegner. Wer es in der Tabelle in die Top 8 schafft, spart sich im Februar die Zwischenrunde und zieht direkt in die Achtelfinals ein. Die Teams auf den Plätzen 9 bis 24 bestreiten eine Zwischenrunde (entspricht Sechzehntelfinals). Wer 25. oder schlechter platziert ist, scheidet aus dem Europacup aus.

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Estadio Metropolitano als Finalort

Juni 2027 im Estadio Metropolitano, der Heimstätte von Atletico Madrid.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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