Am frühen Dienstagmorgen sind bei einem spektakulären Einbruch in das Musée Renoir auf der französischen Riviera vier Gemälde gestohlen worden. Die Täter drangen durch ein Loch im Gartenzaun ein, mussten jedoch zwei der Werke auf ihrer Flucht im Garten zurücklassen, während die Polizei nach fünf Minuten eintraf.
September 2026, kurz vor 6:00 Uhr in das Museum ein, das dem impressionistischen Maler Pierre-Auguste Renoir gewidmet ist wie Medien und lokale Behörden bestätigten. Die Täter schnitten mit einem Werkzeug ein Loch in den äußeren Maschendrahtzaun des Anwesens, um in die Gärten zu gelangen.
Einbruch mit schwerem Gerät und schneller Polizeieinsatz
Die Täter waren zielgerichtet vorgegangen und hatten es auf die Werke des Meisters abgesehen. Der Bürgermeister von Cagnes-sur-Mer, Bryan Masson, beschrieb die Verdächtigen gegenüber Reportern als ein well-equipped and apparently well-informed team
, das präzise vorging laut Berichten von Sendern vor Ort.
Die Alarmanlage des Museums schlug um genau 5:48 Uhr an. Bereits fünf Minuten später, um 5:53 Uhr, traf die lokale Stadtpolizei am Tatort ein. Durch das schnelle Eingreifen der Beamten und das Auslösen der akustischen Signale gerieten die Einbrecher offenbar unter enormen Zeitdruck berichten französische Sender. Statt der anvisierten zwölf Kunstwerke konnten die Täter lediglich vier Gemälde abnehmen wie die Stadtverwaltung erklärte.
Zwei Gemälde im Garten sichergestellt
Während ihrer Flucht über das Gelände verloren beziehungsweise verwarfen die Täter zwei der gestohlenen Leinwände im Museumsgarten, wo sie kurz darauf von Einsatzkräften geborgen werden konnten so die Darstellung der Stadtspitze. Bürgermeister Masson korrigierte frühere Angaben, nach denen zunächst nur ein Werk zurückgelassen worden war: Er erklärte, dass beide Werke in den Gärten des Renoir-Museums zurückgelassen worden waren, stellte der Politiker klar. Die verbleibenden zwei Gemälde nahmen die Verdächtigen jedoch mit; sie blieben vorerst flüchtig, während eine großangelegte Fahndung von Landes- und Kommunalpolizei anlief wie aus den Behördenangaben hervorgeht.

Der materielle Schaden des Einbruchs wird von französischen Medien auf insgesamt rund 9 Millionen Euro, beziehungsweise etwa 10 Millionen US-Dollar, geschätzt während die genaue Bewertung einzelner Stücke noch aussteht. Das betroffene Museum befindet sich in der historischen Villa, in der Pierre-Auguste Renoir seine letzten Lebensjahre verbrachte, bevor er dort 1919 verstarb nach Angaben der Museumsgeschichte. Die im Jahr 1960 gegründete Einrichtung beherbergt normalerweise eine feste Sammlung von 13 Gemälden des Meisters sowie rund 40 Skulpturen, historische Möbelstücke und Fotografien wie aus den Dokumenten des Hauses hervorgeht.
Verschärfte Sicherheitsdebatte nach Kunstraubserie in Frankreich
Der Vorfall an der Côte d’Azur reiht sich in eine Serie aufsehenerregender Kunstdiebstähle im ganzen Land ein wie internationale Polizeibehörden analysieren. Erst im Oktober des Vorjahres hatte ein spektakulärer Einbruch im Louvre in Paris für Schlagzeilen gesorgt, bei dem Diebe Juwelen im Wert von 88 Millionen Euro (rund 102,3 Millionen US-Dollar) erbeuteten wies die europäische Polizeibehörde Europol darauf hin. Zu den weiteren betroffenen Einrichtungen in den vergangenen Monaten zählten ein Museum in Châtillon-sur-Seine in Burgund, wo im Juli ein keltisches Goldkollier aus dem Trésor de Vix gestohlen wurde, sowie das Musée Lalique in Wingen-sur-Moder im Elsass, das ebenfalls Ziel von Schmuckdieben wurde berichten französische Nachrichtenportale.

Europol warnte im Vormonat vor einer Zunahme gewaltsamer Raubüberfälle durch professionelle Banden oder opportunistische Tätergruppen, die über soziale Netzwerke rekrutiert werden laut einer Mitteilung der europäischen Polizeibehörde.
Er kündigte an, dass der Vorfall bestätige, dass der umfassende Plan zur Sicherung unserer Museen und zum Schutz unserer Kunstwerke unverzüglich auf den Weg gebracht werden müsse – ein Plan, zu dem er sich verpflichtet habe, wie der Politiker in einer Erklärung betonte. Bis auf Weiteres bleibt das Musée Renoir für den Publikumsverkehr geschlossen teilte die Stadtverwaltung mit.