September 2026 wieder aufgenommen. Bei den nächtlichen Raketen- und Drohnenangriffen wurden Wohnhäuser und eine Schule beschädigt, wobei laut Behördenangaben mindestens zwei Menschen starben und sieben weitere verletzt wurden.
Besuch von Steve Witkoff und Jared Kushner
Die Waffenruhe war von den Kriegsparteien ausdrücklich für den Besuch der US-Unterhändler vereinbart worden. Der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn des US-Präsidenten, reisten im Anschluss an ihre Moskau-Gespräche am Wochenende erstmals nach Kyjiw.
nächtliche Explosionen und Zerstörungen in Kyjiw
Kaum war die vereinbarte Frist abgelaufen, erschütterten heftige Explosionen die ukrainische Hauptstadt. Laut Medienberichten trafen herabfallende Drohnentrümmer und ballistische Raketen mehrere Wohnbezirke. Das Portal Kyjiw Independent meldete unter Berufung auf den Bürgermeister Vitali Klitschko, dass Menschen unter den Trümmern eines schwer getroffenen Wohnblocks verschüttet wurden. Nach einer kurzzeitigen Feuerpause während des Besuchs ranghoher US-Vermittler in Kiew hat Russland seine Attacken auf die ukrainische Hauptstadtregion wieder aufgenommen. Medien berichteten unter Berufung auf Behördenangaben von mindestens zwei Toten. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten mehrere heftige Explosionen in Kiew, nachdem Luftalarm ausgelöst worden war. Die Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadt meldete einen Raketenangriff.
Neben Wohngebäuden wurden auch Lagerhallen, Autos und eine Schule in Mitleidenschaft gezogen. In mehreren Stadtteilen seien Brände ausgebrochen, es gebe mindestens zwei Tote und sieben Verletzte. In mehreren Stadtteilen brachen Brände aus. Rettungskräfte und Behörden standen im Großeinsatz. Auch in Boryspil östlich von Kiew sowie in der rund 70 Kilometer südwestlich gelegenen Stadt Fastiw schlugen Geschosse ein, wie die Militärverwaltung bestätigte.
Diplomatische Mission der US-Vermittler ohne sofortigen Durchbruch
Die diplomatischen Bemühungen der US-Sondergesandten blieben trotz der hochkarätigen Besuche vorerst ohne konkretes Ergebnis für eine sofortige Beendigung des Konflikts. Dem Vernehmen nach brachte die Unterredung zunächst keine greifbaren Ergebnisse. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow sprach im Anschluss von konstruktiven, inhaltsreichen und vertraulichen Gesprächen. Die US-Seite äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu der Unterredung.
Gespräche in Moskau und Kyjiw von Steve Witkoff
Am Sonntag reisten die Unterhändler weiter in die Ukraine, um sich mit dem ukrainischen Staatschef Wolodimir Selenskij auszutauschen. Trotz des fehlenden sofortigen Durchbruchs bezeichnete Witkoff die Gespräche in Moskau und Kyjiw über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine am Montag als erfolgreich und brachte die Möglichkeit neuer trilateraler Friedensgespräche in Aussicht. Die USA versuchen seit Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus, ein Ende des seit mehr als viereinhalb Jahre andauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu erreichen. Bisherige Gesprächsrunden unter Beteiligung von Unterhändlern der USA, Russlands und der Ukraine brachten jedoch keinen Durchbruch.


Gleichzeitige Angriffe auf das russische Gebiet Saratow und Entspannung beim AKW Saporischschja
Während in Kyjiw die Luftangriffe wieder anliefen, meldeten auch die russischen Behörden Beschuss auf eigenes Staatsgebiet. Aus dem russischen Gebiet Saratow, rund 500 Kilometer östlich der ukrainischen Grenze, wurden ebenfalls Angriffe gemeldet. Ukrainische Drohnen hätten zivile Einrichtungen getroffen, nach ersten Erkenntnissen seien mehrere Menschen verletzt worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Verweis auf den Gouverneur von Saratow. Alle verfügbaren Rettungskräfte seien im Einsatz.
AKW Saporischschja hat wieder Strom
Einen wichtigen Lichtblick gab es hingegen bei der nuklearen Sicherheit: Notfall abgewendet: AKW Saporischschja hat wieder Strom. Im westlichen Nachbarland Polen wurde die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt, wie das Militär mitteilte.
Trumps Gesandter Steve Witkoff und der Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner, hatten am Wochenende zum wiederholten Mal Moskau und danach erstmals auch Kiew besucht. Dort verhandelten sie mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij.
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