Microsoft bringt Windows 11 26H2 an den Start. Die neue Version setzt auf die bekannte Code-Basis von Vorgängern und soll im Herbst 2026 für alle Anwender verfügbar sein. Dank eines kleinen Enablement Packages läuft die Installation ähnlich schnell ab wie ein normales Sicherheitsupdate, wodurch der Wechsel für Privatanwender und Unternehmen deutlich unkomplizierter wird.
Windows-Insider-Programm und Release-Preview-Ring
Wer auf seinem PC die kommenden Betriebssystemfunktionen nutzen möchte, blickt auf den aktuellen Entwicklungsstand im Windows-Insider-Programms. Die Auslieferung der neuen Windows-Version 26H2 im Release-Preview-Ring mit allen neuen Funktionen zum Download bereit markiert den praktischen Abschluss der Entwicklungsphase. Eine flächendeckende Verteilung an sämtliche Anwender lässt allerdings noch auf sich warten, und es wird vermutet, dass es Ende September 2026 bzw. spätestens Anfang Oktober der Fall sein wird. Schon jetzt können Windows Insider auf die neue Version umsteigen. Doch das ist nicht zwingend nötig, um auf neue Funktionen zu treffen, denn schon länger sind neue Funktionsupdates nicht mehr hart mit ausgespielten Neuheiten verknüpft. Stattdessen werden die meisten Neuheiten über einen kontrollierten Rollout mit den monatlichen Updates Stück für Stück verteilt.

Enablement Package und Code-Basis Germanium
Funktionsupdates für Windows waren früher eine große Baustelle. Im Grunde musste man sich beim Update eine komplett neue Version laden, die bestehende Version wurde gesichert, die neue installiert und die Daten umgezogen. Klingt nicht nur aufwändig, sondern verursachte auch immer wieder Probleme. Wer mindestens Windows 11 24H2 nutzt, soll es dieses Mal viel einfacher haben, denn wie Microsoft beschreibt, nutzt 26H2 die Code-Basis der Vorgänger (Germanium). Der große Vorteil dabei ist, dass der neue Code schon Stück für Stück vorab auf das System geholt wird. Um das Funktionsupdate zu aktivieren, ist nur noch ein kleines Enablement Package nötig. Der kleine Download sollte im Optimalfall so zackig ablaufen wie ein monatliches Update, also statt einer halben Stunde Installationsarbeit nur wenige Minuten, kurzer Neustart inklusive. Hat man die neue Version als Privatnutzer installiert, sichert man sich damit wieder zwei Jahre Support. Für Unternehmen sind es dann entsprechend drei Jahre Unterstützung.
Point-in-Time-Restore-Funktion
Ein zentraler Bestandteil ist die Point-in-Time-Restore-Funktion. Im Grunde sorgt die Zeitpunktwiederherstellung dafür, dass Windows automatische Sicherungspunkte erstellt, die eine Art Abbild Ihres Systems zu genau diesem Zeitpunkt darstellen. Dadurch bleiben Apps, Einstellungen, Kontodaten und Dateien erhalten, sollten Sie Ihren PC nach einem Defekt zurücksetzen müssen. Die Funktion ähnelt der Systemwiederherstellung aus der Windows-XP-Ära, funktioniert aber sogar ohne Internetanbindung. Auch ist es nicht mehr notwendig, Windows selbst neu aufzusetzen. Die Point-in-Time-Wiederherstellung ist auch deutlich umfangreicher als die normale Systemwiederherstellung in Windows 11, da sie eben auch persönliche Dateien in die Sicherung einbezieht. Windows bewahrt diese Sicherungen bis zu 72 Stunden lang auf, und alle 24 Stunden wird eine neue Sicherung erstellt. Wie Windows Latest erklärt, können Sie die „Point-in-Time-Wiederherstellung“ bereits jetzt aktivieren, anstatt auf Windows 11 26H2 zu warten, indem Sie die Einstellungen öffnen, zu System > Wiederherstellung gehen, nach „Point-in-Time Restore“ suchen, die Option „Zeitpunktwiederherstellungauswählen und sie aktivieren, falls sie nicht bereits auf Ihrem PC aktiviert ist. Unternehmen können alle vier Stunden statt alle 24 ein neues Backup erstellen.
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Microsoft arbeitet derzeit an einem Projekt namens K2, das ein großes Modernisierungsvorhaben darstellt, das die Windows-Qualität an vielen Stellen verbessern soll. Zu den Neuerungen gehört, dass die Taskleiste künftig nicht nur unten sitzen kann, sondern auch oben sowie rechts und links.
November 2025 Patch Tuesday und ViVeTool
Wer nicht warten möchte, bis Funktionen über den regulären Rollout erscheinen, kann sich mit dem November 2025 Patch Tuesday und Hilfsmitteln wie ViVeTool behelfen. Windows 11 hat mit dem November 2025 Patch Tuesday ein weiteres Update erhalten, das etwas Neues für jeden bereithält, einschließlich einem redesigned Start menu, colourful battery icons, „AI Actions“ in the File Explorer context menu und mehr. Allerdings ist der Haken dabei, dass diese Funktionen wegen Microsofts staged rollout nicht sofort auftauchen, da Windows-Funktionen an eindeutige Feature-IDs gebunden sind, die sich mit einer Drittanbieter-Open-Source-App namens „ViVeTool“ manuell einschalten lassen. Zwar ist das Tool open source und safe to use, man muss jedoch darauf achten, dass man die korrekte ID verwendet. Um fehlende Funktionen in Windows 11 25H2 oder 24H2 einzuschalten, installiert man das Update KB5068861 (oder neuer) auf dem PC, womit man zu Build 26200.7171 / 26100.7171 oder neuer wechselt, was sich unter Settings > System > About unter Windows specifications > OS build überprüfen lässt. Anschließend lädt man von der offiziellen ViVeTool-Seite auf GitHub die passende ZIP-Datei herunter, wie etwa ViVeTool-v0.3.4-IntelAmd.zip für die meisten PCs oder ViVeTool-v0.3.4-SnapdragonArm64.zip für ARM-Geräte wie Surface Pro X und Snapdragon-Laptops, entpackt diese im Ordner C:ViVeTool, öffnet die Eingabeaufforderung als Administrator, navigiert über den Befehl cd C:ViVeTool dorthin und aktiviert das gewünschte Feature über den Template-Befehl vivetool /enable /id:IDNUMBER, wobei zu beachten ist, dass nach /id ein Doppelpunkt steht und keine Leerzeichen innerhalb der ID verwendet werden dürfen.””
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