Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Samstag in Moskau die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zu Gesprächen über den Ukraine-Krieg empfangen. Putin bezeichnete die Lage als schwierig, während die Beteiligten eine dreitägige Feuerpause für die Hauptstädte vereinbarten.
Treffen im Kreml: Putin und die US-Gesandten beraten über den Ukraine-Konflikt
Am Samstag, dem 5. September 2026, sind der US-Sonderbeauftragte Steve Witkoff und der Schwiegersohn sowie Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, im Kreml mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengekommen (gemäß den Berichten von Reuters). Die Visite bildet den Auftakt eines neuen diplomatischen Vorstoßes der Vereinigten Staaten zur Wiederbelebung festgefahrener Verhandlungen, die den mittlerweile viereinhalbjährigen Krieg beenden sollen.
Bei ihrer Ankunft am Flughafen Wnukowo in Moskau wurden die US-Gesandten von dem russischen Investitionsgesandten Kirill Dmitriev in Empfang genommen, der sie zu einem Restaurant und anschließend in den Kreml begleitete. Zu Beginn der Unterredung in einem prächtigen Saal des Kremls wandte sich Putin mit direktem Lob an Washington. Der russische Staatschef erklärte, er schätze die anhaltenden Bemühungen von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Konflikts trotz der schwierigen Ausgangslage.
Wladimir Putin, Russischer Präsident, erklärte, er erkenne zwar, dass er sich in eine schwierige Situation begebe, lasse aber dennoch nicht von seinen Bemühungen ab, dazu beizutragen, eine Einigung herbeizuführen und seinen Beitrag zur Beilegung des russisch-ukrainischen Konflikts zu leisten.
Neben den diplomatischen Kontakten blieb die militärische Realität im Fokus. Kremlsprecher Dmitrij Peskow gab bekannt, dass Putin befohlen habe, ab Mitternacht des Samstags für die Dauer von drei Tagen keine Angriffe auf Kiew zu fliegen. Im Gegenzug erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien, dass Kiew bereit sei, von Schlägen auf Moskau bis einschließlich Montag abzusehen. Während des Moskauer Treffens meldete das russische Verteidigungsministerium 53 ukrainische Drohnen im Luftraum Russlands – ein im Vergleich zu den Vormonaten verringerter Wert, der mit den Feierlichkeiten zum Tag der Stadt in Moskau zusammenfiel.
Reise nach Kiew und die unverrückbaren Positionen im Krieg
Nach ihren Gesprächen in der russischen Hauptstadt werden Witkoff und Kushner am Sonntag in der Ukraine erwartet. Dies ist der erste Besuch der beiden amerikanischen Emissäre in Kiew seit Beginn der aktuellen diplomatischen Bemühungen. Die Reise erfolgt vor dem Hintergrund massiver Luftangriffe und einer anhaltenden Frontversteifung.

Die Kluft zwischen Moskau und Kiew in Bezug auf die territorialen und sicherheitspolitischen Bedingungen bleibt immens. Die ukrainische Seite lehnt derartige Bedingungen strikt ab und bewertet sie als Kapitulation.
Wirtschaftliche Folgen des Drohnenkriegs und der Fortgang der Mission
Ob die Vermittlungsmission der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner angesichts der unversöhnlichen Positionen zu territorialen Fragen und der Zukunft des Donbass einen Durchbruch erzielen kann, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Die Gespräche bewegen sich weiterhin in einem sehr frühen und explorativen Stadium, während die internationalen Beobachter auf die Ergebnisse des für Sonntag angesetzten Treffens in Kiew blicken.
