Ein Regierungsflugzeug mit Heimatschutzminister Markwayne Mullin an Bord musste am Mittwoch, dem 2. September, auf dem Ronald Reagan Washington National Airport eine Notlandung hinlegen. Grund für den Zwischenfall auf dem Flug von Georgia nach Washington war ein Ausfall des rechten Triebwerks, der jedoch glimpflich endete.
Das Flugzeug der U.S. Coast Guard, eine Gulfstream V, befand sich am Mittwochnachmittag im Anflug auf die Region der US-Hauptstadt, als das Triebwerk ausfiel. Der Pilot meldete die brenzlige Situation an die Flugüberwachung. Gemäß den Aufzeichnungen von Flugfunkdaten auf ATC.com erklärte der Pilot gegenüber den Rettungskräften, dass man soeben das rechte Triebwerk verloren habe und einen Notstand sowie eine sofortige Landung in DCA anmelden möchte.
Sichere Landung am Reagan National Airport ohne Verletzte
An Bord der Maschine befanden sich nach Angaben der Berichterstattung insgesamt 14 Personen, darunter auch der US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin. Die Besatzung hatte demnach noch etwa zweieinhalb Stunden Treibstoffreserve zur Verfügung, als die Entscheidung zur Umleitung getroffen wurde. Das Flugzeug setzte schließlich sicher auf dem Landegelände in Arlington im US-Bundesstaat Virginia auf. Wie die Metropolitan Washington Airports Authority mitteilten, wurde das Flugzeug nach dem Aufsetzen direkt von Feuerwehr- und Rettungskräften gründlich untersucht, bevor es die Landebahn verlassen konnte. Der reguläre Flugverkehr am Flughafen wurde durch den Vorfall nicht beeinträchtigt.

Markwayne Mullin, US-Heimatschutzminister, erklärte, dass die Piloten der US-Küstenwache die Landung mit nur einem Triebwerk wie eine Routinesache wirken ließen, es habe keine Panik gegeben, sondern pure Professionalität, und nach der Landung hätten ihm die Piloten gesagt, dass dies auch für sie eine Premiere gewesen sei.
Minister Mullin äußerte sich nach der Landung über soziale Medien und lobte die Besatzung für ihre Besonnenheit in der kritischen Situation. Er erklärte weiter, er hätte in keinen besseren Händen sein können. Das Department of Homeland Security, das die Aufsicht über die Küstenwache führt, verwies auf Nachfragen bezüglich des Vorfalls im Wesentlichen auf die öffentlichen Äußerungen des Ministers auf der Plattform X.
Historie und Bedenken um die eingesetzte Regierungsmaschine
Der Zwischenfall wirft ein Schlaglicht auf die Debatte um das Alter und den Zustand der Regierungs- und Küstenwachenflotte. Nach Informationen von Fox News handelte es sich bei dem betroffenen Luftfahrzeug vom Typ C-37A Gulfstream V um ein Modell, das von den Behörden bereits im Vorjahr wegen seines fortgeschrittenen Alters kritisiert worden war. Das Department of Homeland Security hatte im Jahr 2025 angemerkt, dass dieses Flugzeug mit mehr als 20 Jahren Betriebszugehörigkeit die typischen Betriebsstunden für Geschäftsreiseflugzeuge weit übersteige.

Die Debatte über die Mittelvergabe für Regierungsflieger sorgte in der Vergangenheit bereits für heftige politische Reaktionen im US-Kongress. Während die Regierung den Zustand der gealterten Schiffe und Flugzeuge der Küstenwache als verbesserungswürdig einstufte, gab es im Mai 2025 scharfe Kritik von demokratischen Abgeordneten. Kongressvertreter wie die Abgeordneten Bennie Thompson und LaMonica McIver hinterfragten damals die Prioritätensetzung der Behörde bei der Beschaffung von Luxus-Jets im Vergleich zur Modernisierung von Rettungsfliegern der Küstenwache.
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