Nach einem bitteren Europapokal-Aus gegen Jablonec steht Rangers-Manager Derek McInnes nach durchwachsenem Saisonstart unter scharfem Druck. Trotz anhaltender Kritik an der fehlenden Spielidentität und dem verpassten Einzug in die Gruppenphase stärkt der Cheftrainer sich selbst den Rücken und kündigt personelle Nachbesserungen an.
Das Elfmeterdrama in Tschechien und die Folgen für Rangers
Die Enttäuschung über das verfrühte Aus auf internationalem Parkett sitzt tief. Obwohl das Team aus dem Hinspiel einen Vorsprung mit nach Tschechien genommen hatte und als klarer Favorit galt, schied die Mannschaft von Derek McInnes nach 120 Minuten und einer 0:1-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Jablonec aus. Das verpasste Weiterkommen sorgt im Verein für erheblichen Frust, zumal der europäische Wettbewerb nicht nur prestige- sondern auch finanzträchtig ist.
Der schwache Start in die Premiership setzt den Übungsleiter zusätzlich unter Druck. Spekulationen über seine Zukunft im Verein nehmen zu, doch der Cheftrainer lässt sich von der wachsenden Skepsis nicht beirren. In einer Stellungnahme gegenüber Sky Sports News machte er unmissverständlich klar, dass er an seine eigene Arbeit glaubt: Ich'd like to think I know what I'm doing as a manager. I'm a good manager, I back myself.
McInnes erklärte, dass er nicht der erste Rangers-Manager sei, der einen schwierigen Start hinlege, aber das Team entschlossen sei, den Job durchzuziehen, und dass es letztendlich das Ergebnis sei, das zähle. Er betonte, dass er immer noch daran glaube, dass die Mannschaft hier erfolgreich sein werde, aber sie müsse den Fans mehr Ermutigung geben, um sie zu gewinnen. Derek McInnes, Trainer
Kritik an der Spielweise und der Fokus auf den nationalen Wettbewerb
Neben den Ergebnissen steht vor allem die sportliche Ausrichtung in der Kritik. Nach dem Spiel bemängelte der Trainer selbst, dass seiner Mannschaft eine klare Linie fehle.

McInnes kritisierte, wie seine Mannschaft nach dem Spiel am Donnerstag Schwierigkeiten habe, entweder ballbesitzorientiert, über Konter oder direkt zu spielen. Derek McInnes, Trainer
Der ehemalige Aberdeen, Hearts, Kilmarnock und St Johnstone Manager erklärte dazu weiter: My teams have always had some sort of identity. I want us to try and be a team that puts more stress on teams defensively and I don't think that we are at the minute.
McInnes fügte hinzu: We've got good ball players and I think we just need to relax a wee bit more in possession and be comfortable with what we're try to do.
Dennoch richtet der Verein den Blick nach vorn. Durch das Ausscheiden in Europa konzentriert sich die Mannschaft nun komplett auf die nationalen Wettbewerbe. Der Coach sieht darin sogar eine Chance, den Fokus voll auf das Titelrennen zu richten und erklärte, dass die Mannschaft das Ziel verfolgt, a club that gets back to winning trophies domestically.
Personalplanung vor dem Transferfenster
Um den Kader stabiler und durchschlagskräftiger zu machen, plant die sportliche Leitung vor dem Ende der Wechselfrist in der kommenden Woche noch gezielte Veränderungen. Zwölf Spieler wurden bereits rekrutiert, und McInnes hofft darauf, noch „a couple morezu verpflichten, während er gleichzeitig erwartet, dass
one or two“ Spieler den Verein verlassen.
Der Trainer betonte: We're not quite there.
Ein wesentlicher Faktor für die aktuelle offensive Schwäche ist auch das Verletzungspech, denn das Team vermisst schmerzlich verletzte Leistungsträger im Sturm:
„We’ve obviously missed big Youssef [Chermiti, who is injured], the type of striker to go and stretch teams.“
Derek McInnes, Trainer
Bevor das Transferfenster schließt, wartet mit dem Auswärtsspiel am Sonntag ein riesiges Spiel für die Mannschaft, bei dem man antreten muss, obwohl man not the best record recently at Pittodrie
aufweist. Der traditionell schwierige Gang nach Aberdeen bietet die nächste Gelegenheit, bei der sich zeigen muss, ob die Mannschaft die internen Forderungen nach mehr Konsequenz und Ruhe am Ball umsetzen kann.
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