Xbox-Chefin Asha Sharma hat auf der gamescom 2026 bestätigt, dass das kommende Next-Gen-Konsolenprojekt mit dem Codenamen Project Helix eine ganze Gerätefamilie umfassen wird. Die Hardware soll sowohl Xbox- als auch PC-Spiele abspielen können.
Microsoft gestaltet die Zukunft seiner Gaming-Sparte grundlegend um. Nachdem die Führungsperson im März den Codenamen Project Helix öffentlich gemacht hatte, präsentierte das Unternehmen auf der gamescom 2026 neue Einblicke in die strategische Ausrichtung der Hardware. Wie Sharma im Interview mit der BBC verriet, wird die Plattform nicht aus einem einzigen Gerät bestehen, sondern als große Gerätefamilie konzipiert.
Eine Familie von Geräten und die offene Frage nach dem Laufwerk
Die Formulierung große Gerätefamilie lässt Raum für Spekulationen über die genaue Form und Ausrichtung der kommenden Hardware. In der vergangenen Konsolengeneration setzte Microsoft mit der Xbox Series X und Series S bereits auf zwei unterschiedliche Leistungsstufen, wobei das stärkere Modell ein optisches Laufwerk bot und die Series S als rein digitale Konsole konzipiert war.
Auf die direkte Frage, ob Project Helix als discless-Konsole ohne physisches Laufwerk erscheinen wird, wollte sich Sharma nicht festlegen. Sie betonte jedoch, dass physische Medien für Xbox wichtig seien und Spieler eine Wahlmöglichkeit haben sollen.
Die Integration eines herkömmlichen Laufwerks in eine ohnehin preissensible Hardware-Architektur gestalte sich angesichts der gestiegenen Kosten für Speicher und Halbleiter äußerst schwierig. Bereits im Juni erklärte Sharma, dass ein Massenpublikum nicht bereit sei, thousands of dollars
für eine Konsolengeneration auszugeben, weshalb Microsoft über neue Geschäftsmodelle nachdenken müsse.
Hardware-Architektur von AMD und das Versprechen der PC-Kompatibilität
Im März 2026 bestätigte Microsoft offiziell, dass Project Helix sowohl Xbox- als auch PC-Spiele abspielen wird. Auf der Game Developers Conference (GDC) erläuterte Jason Ronald, Vizepräsident für die nächste Generation bei Microsoft, die technischen Hintergründe dieser Strategie. Die Basis bildet eine mehrjährige Partnerschaft mit AMD zur Entwicklung einer gemeinsamen Silicon-Familie.

Jason Ronald erklärte auf der GDC, dass eine der grundlegenden Dinge, die sie in dieser Generation tun – im Gegensatz zum Entwurf eines einzelnen Stücks Silizium oder eines einzelnen Geräts –, darin bestehe, nun eine Siliziumfamilie zu entwerfen, die über viele verschiedene Formfaktoren hinweg funktionieren werde, von der Konsole bis hin zum Handheld. erklärte Ronald auf der GDC. Diese modulare Ausrichtung soll sicherstellen, dass Spiele auf einer breiten Vielfalt von Geräten lauffähig sind.
Frühere Berichte und Branchenanalysen skizzierten angebliche Leistungsparameter für das System. Um den Preisdruck auf dem Hardwaremarkt abzufedern, setzt Microsoft auf softwareseitige Innovationen wie Deep Texture Compression und Zstd-Kompprimierung. Damit sollen Entwickler Daten direkt von den schnellen SSD-Laufwerken streamen und die knappe Speicherbandbreite effizienter nutzen können.
Einführung von Xbox Mode für Windows-PCs im April
Neben der Heimkonsole treibt das Unternehmen die Verschmelzung von PC und Konsole auch auf Software-Ebene voran. Jason Ronald kündigte an, dass der sogenannte Xbox Mode für Windows-PCs in ausgewählten Märkten eingeführt wird. Diese Benutzeroberfläche bringt Elemente der ROG Xbox Ally Handhelds auf Desktops und Laptops, um Spielern einen einheitlichen Zugang zu ihren Spielebibliotheken über verschiedene Stores hinweg zu bieten.

Trotz der Öffnung hin zum PC betonte Microsoft das Bekenntnis zum klassischen Wohnzimmer-Gerät. Ronald bekräftigte im Rahmen der Konferenz, dass die Konsole absolut zentral für Xbox sei. Die ersten Alpha-Entwicklerkits für Project Helix sollen im Jahr 2027 an Studios ausgeliefert werden, während ein konkreter Veröffentlichungstermin für Endverbraucher von offizieller Seite noch nicht datiert wurde.
Weiterlesen