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US-Finanzminister Bessent kritisiert Warren wegen Devisenmärkten

US-Finanzminister Scott Bessent hat die demokratische Senatorin Elizabeth Warren am Freitag scharf kritisiert und ihr mangelndes Fachwissen über Devisenmärkte vorgeworfen. Nach einer gemeinsamen Intervention von Washington und Tokio zur Stützung des japanischen Yen reagierte Bessent damit auf eine kritische Anfrage aus dem Senat.

US-Finanzminister Scott Bessent reagierte auf ein Schreiben der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren mit scharfen persönlichen Angriffen und bot ihr und ihren Mitarbeitern einen Crashkurs in Sachen Foreign Exchange for Dummies an, wie CNBC berichtete.

Der Schlagabtausch zwischen Bessent und Warren

Auslöser für die Auseinandersetzung war ein Brief von Warren vom 13. August. Darin hatte die ranghöchste Demokratin im Bankenausschuss des Senats Aufklärung über eine seltene US-Intervention auf dem Devisenmarkt gefordert. Die USA hatten gemeinsam mit Japan Euro verkauft und Yen gekauft, nachdem die japanische Währung auf ein 40-Jahres-Tief gefallen war. Warren kritisierte die Verwendung des US-Stabilisierungsfonds (Exchange Stabilization Fund, ESF) und äußerte die Befürchtung, amerikanische Steuerzahler könnten am Ende für Kredite einstehen, falls Japan nicht zurückzahlen könne.

Bessent erklärte in seiner auf X veröffentlichten Antwort, dass @SenWarren in ihrem neuesten, oberflächlichen Brief deutlich gemacht habe, dass sie noch weniger von Devisenmärkten verstehe als vom Bankwesen. Bessent, der zuvor sein Vermögen als Währungshändler (currency trader) gemacht hatte, warf der Senatorin in seiner auf Donnerstag datierten und vom New York Post exklusiv veröffentlichten Antwort vor, dass die Eröffnungsparagrafen ihres Briefes grundlegend falsch seien. Er fügte hinzu, dass erschreckenderweise bereits der erste Absatz falsch darstelle, woher das Geld stammte, worum es sich bei der Transaktion handelte und ob es überhaupt einen Kreditnehmer gab.

Bessent betonte, dass das Finanzministerium lediglich bestehende Devisenbestände des Exchange Stabilization Fund gegen Yen getauscht habe. Er stellte klar, dass keine neuen Mittel vom Kongress bewilligt worden seien und Japan kein Kredit gewährt worden sei, da Japan dem Finanzministerium nichts schulde. Daher bestehe kein Risiko, dass Japan einen nicht existierenden Kredit nicht zurückzahlen könne. Zudem warf er der Senatorin mangelnde Finanzmarktkompetenz vor und kritisierte, dass es ebenso schockierend, aber nicht überraschend sei, dass kein einziges Mitglied ihrer medialen Gefolgschaft über ein auch nur ansatzweise ausreichendes Niveau an Finanzmarktkompetenz verfüge, um ihren grundlegenden Fehler zu bemerken.

Hintergrund der historischen Yen-Intervention und Reaktionen

Die gemeinsame Aktion markierte den ersten koordinierten Versuch der USA und Japans zur Stützung des Yen seit 1998. Treasury, acting through the New York Fed, sold euros and bought yen as part of the effort. Bessent defense the intervention as necessary to protect U.S. economic interests, arguing that a disorderly yen could destabilize global markets and raise U.S. borrowing costs. US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Sonntag zudem, er werde nicht zögern, eine solche koordinierte Devisenintervention zu wiederholen, und forderte, dass ein Rückhaltesystem der US-Zentralbank für ausländische Zentralbanken aufgestockt werden sollte.

U.S. Treasury Secretary Scott Bessent speaks to members of the media at the White House in Washington, D.C., U.S., July 30
Photo: reuters.com

Warren konterte die Angriffe am Freitag ihrerseits auf der Online-Plattform X und verwies auf politische Probleme. Warren schrieb am Freitag auf X, dass es ein paar schwierige Wochen für Finanzminister Bessent gewesen seien. Sie erklärte weiter, dass sein Versuch, eine ausländische Währung zu stützen, nicht funktioniert habe, dass seine gescheiterte Intervention an den Anleihemärkten von seinem Mentor als die Vernichtung von zwei Jahrhunderten an Glaubwürdigkeit kritisiert worden sei und dass Trumps Wirtschaft die Familien zerschlage, worauf er sich vielleicht konzentrieren sollte.

Offene Fragen zur US-Finanzierung und FIMA Repo Facility

Trotz der Erwiderung des Finanzministers blieben in dem einseitigen Schreiben einige von Warren aufgeworfene Fragen unbeantwortet. So äußerte sich Bessent in seiner Antwort nicht dazu, wie viel Yen das US-Finanzministerium exakt erworben hat, zu welchem Kurs die Transaktion abgewickelt wurde und welchen aktuellen Wert die Position aufweist. Ein am 31. Juli veröffentlichter Reuters-Fotobeweis (July 31 Reuters photo) zeigte einen Notizblock von Bessent mit der Handschrift: Kauf von japanischen Yen (JPY) im Wert von 5 bis 10 Milliarden US-Dollar. Warren griff diesen Mangel an Details in ihrem Brief vom 13. August auf und forderte Auskunft über das Ausmaß der US-Finanzunterstützung und die potenziellen Kosten für die Steuerzahler.

Stanley Druckenmiller kritisiert Finanzminister Scott Bessent öffentlich
US-Finanzminister Bessent kritisiert Warren wegen Devisenmärkten
Photo: New York Post

Bessent wies in seinen Äußerungen am Sonntag außerdem darauf hin, dass die von der Federal Open Market Committee geschaffene Kreditfazilität für ausländische und internationale Währungsbehörden bei der Aktion am Freitag genutzt worden war, was vom japanischen Finanzministerium und Präsident Donald Trump bestätigt wurde. Bessent erklärte, dass die FIMA-Repo-Fazilität ein wichtiger Rückhalt sei und man dazu ermutigen sollte, sie in den kommenden Monaten aufzustocken. Die im Zuge der COVID-19-Pandemie geschaffene Fazilität erlaubt es Ländern, die Staatsanleihen („Treasuries“) als Einlage bei der New York Fed halten, bis zu 60 Milliarden US-Dollar an US-Dollar-Krediten für bis zu sieben Tage zu erhalten. Bis Ende Mai hielt Japan laut US-Finanzministerium Staatsanleihen im Wert von 1,14 Billionen US-Dollar, während ausländische Zentralbanken fast 3 Billionen US-Dollar als Einlagen bei der New York Fed hielten.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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