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Welt

Partielle Mondfinsternis am 28. August 2026 mit hoher Bedeckung

In den frühen Morgenstunden des Freitags, dem 28. August 2026, ereignet sich eine ungewöhnlich tiefe partielle Mondfinsternis. Das Himmelsspiel beginnt in Deutschland um 3:23 Uhr im Halbschatten, erreicht den Höhepunkt um 6:12 Uhr mit einer Bedeckung von rund 93 bis 96 Prozent und endet kurz vor dem Monduntergang am frühen Morgen.

Genaue Uhrzeiten und Verlauf der partiellen Mondfinsternis

Astronomie-Begeisterte müssen sich in der Nacht zum Freitag, dem 28. August 2026, auf eine frühe Weckzeit einstellen, wenn sie das Schauspiel direkt verfolgen wollen. Am Freitagmorgen, 28. August, gibt es eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Nach Angaben von Netzwelt beginnt die Finsternis unscheinbar um 3:23 Uhr MESZ mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde. Die eigentliche partielle Phase, in der der Erdschatten den Mond deutlich sichtbar verdunkelt, setzt um 4:33 Uhr ein.

Bei einer Mondfinsternis wandere der Mond durch den Schatten, den die von der Sonne angeleuchtete Erde ins Weltall werfe, erklärte Nicole Sehrig von der Sternwarte Bochum. Das sei nur dann möglich, wenn die Sonne, die Erde und der Vollmond in einer Ebene stünden. Weil er dieses Mal nicht ganz auf einer Linie mit Sonne und Erde, also nicht komplett im Kernschatten liege, bleibe ein kleiner Teil des Mondes frei, sagte Sehrig. Demnach handele es sich um eine partielle und keine totale Mondfinsternis. Rund 93,5 Prozent des Mondes lägen im Kernschatten.

Das Maximum des Himmelsereignisses ist für 6:12 Uhr MESZ angesetzt. Mit einer maximalen Bedeckung von rund 96,2 Prozent fällt diese partielle Finsternis ungewöhnlich tief aus. Grundsätzlich sei eine Mondfinsternis auch mit bloßem Auge gut sichtbar, und wer sich eine Mondfinsternis anschauen wolle, brauche keine zertifizierte Schutzbrille wie bei einer Sonnenfinsternis, erläuterte Sehrig weiter, denn Mondlicht schade den Augen nicht.

Wetterprognosen und Beobachtungsbedingungen in Deutschland

Ob Beobachter das Maximum tatsächlich mit bloßem Auge sehen können, hängt stark vom Standort und den Wetterbedingungen ab. Das Problem ist allerdings, dass zu diesem Zeitpunkt der Mond bereits sehr tief im Westsüdwesten steht und kurz danach unter dem Horizont verschwindet. Wer sich eine Mondfinsternis anschauen wolle, brauche vor allem eine freie Sicht gen Südwesten: „Je freier die Sicht, desto länger kann man beobachten, erklärte Sehrig. Besonders rund um das Maximum steht der Mond extrem niedrig, und Häuser, Bäume oder Hügel können dann bereits ausreichen, um ihn komplett zu verdecken.

Erschwerend kommt hinzu, dass ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst berichtete, dass es am frühen Freitagmorgen in Nordrhein-Westfalen wegen einer Kaltfront leider eher schwierig sei, da der Himmel über dem Bundesland zu diesem Zeitpunkt sehr stark bewölkt bis bedeckt sei. Im Norden und Osten von Nordrhein-Westfalen könnte es außerdem regnen und gewittern. In Niedersachsen werden für die Nacht zum Freitag ebenfalls viele Wolken sowie gebietsweise Regen und Gewitter erwartet, und auch in anderen Regionen Deutschlands sind Wolken, Schauer und teilweise Gewitter angesagt. Wer auf Nummer sicher gehen will, ist mit dem Live-Stream besser aufgehoben. Die Zeiten gelten jeweils für den eigenen Standort, da sich vor allem Monduntergang und damit die tatsächlich sichtbare Dauer unterscheiden; in Hannover beispielsweise geht der Mond bereits um 6:32 Uhr unter, während in Nordrhein-Westfalen die Sicht laut Sehrig spätestens um 6:45 Uhr mit dem Monduntergang vorbei ist.

Live-Stream-Alternativen und wissenschaftliche Erklärungen

Wer nicht früh aufstehen will oder schlechtes Wetter hat, kann das Ereignis bequem im Live-Stream verfolgen, um das Himmelsspektakel komplett über die gesamte partielle Phase hinweg zu sehen. timeanddate überträgt die Mondfinsternis live und startet seinen Stream um 4:00 Uhr. Der Anbieter zeigt das Ereignis aus verschiedenen Standorten und begleitet die Übertragung mit astronomischen Erklärungen.

Partielle Mondfinsternis am 27./28. August 2026

Eine zweite Option kommt vom Virtual Telescope Project. Der Stream von Astrophysiker Gianluca Masi startet bereits um 3:30 Uhr MESZ (01:30 UTC) und zeigt die Finsternis unter anderem von Standorten in Italien und Chile.

Nicole Sehrig von der Sternwarte Bochum erklärte, dass es sich um eine partielle und keine totale Mondfinsternis handle, da der Mond dieses Mal nicht komplett im Kernschatten liege und somit ein kleiner Teil frei bleibe. Rund 93,5 Prozent des Mondes lägen im Kernschatten.

Astronomischer Ausblick auf kommende Himmelsereignisse

Wer diesmal wegen Wolken oder der frühen Uhrzeit leer ausgeht, muss nicht ewig warten. Die nächste totale Mondfinsternis, die von Deutschland aus sichtbar ist, findet am 31. Dezember 2028 statt und fällt damit ausgerechnet auf Silvester und reicht bis in den 1. Januar 2029 hinein. Bis dahin gibt es aber andere Himmelsereignisse zu beobachten: Bereits am 20./21. Februar 2027 steht eine penumbrale Mondfinsternis an, und am 2. August 2027 folgt eine partielle Sonnenfinsternis.

Partielle Mondfinsternis am 28. August 2026 mit hoher Bedeckung
Photo: Sueddeutsche
Spektakel am Himmel: Totale Mondfinsternis
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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