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Gesundheit

Shingrix-Impfstoff senkt laut Studie Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall

Wissenschaftler der Universität Oxford haben nachgewiesen, dass der Shizschutz-Impfstoff Shingrix mit einem um zwölf Prozent geringeren Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle in den ersten dreieinhalb Jahren nach der Verabreichung verbunden ist. Die am 26. August 2026 veröffentlichte Beobachtungsstudie basiert auf elektronischen Patientenakten von rund 70.000 Erwachsenen.

Eine neue Auswertung von Gesundheitsdaten sorgt in der medizinischen Forschung für Aufsehen. Der rekombinante Impfstoff Shingrix, der seit 2017 auf dem Markt ist, bietet möglicherweise weit mehr als nur Schutz vor einer schmerzhaften Gürtelrose. Forschende um Dr. Maxime Taquet an der Universität Oxford untersuchten den Zusammenhang zwischen der Immunisierung und schwerwiegenden kardiovaskulären Ereignissen.

Datenanalyse von 70.000 Patienten zeigt verringertes kardiovaskuläres Risiko

Die im Fachmagazin Nature Medicine publizierte Untersuchung wertete die Datensätze von etwa 70.000 US-amerikanischen Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter aus. Dabei zeigte sich, dass Geimpfte in den folgenden dreieinhalb Jahren nach der Inpfung ein um 12% geringeres Risiko für eine kardiovaskuläre Diagnose aufwiesen als die Kontrollgruppe. Zu den untersuchten Ereignissen zählten Herzinfarkte, Herzinsuffizienz und Schlaganfälle.

Um den sogenannten gesunden Impfling-Effekt auszuschließen – also die Tatsache, dass geimpfte Menschen oft generell gesünder leben –, nutzten die Wissenschaftler einen natürlichen Trick. Sie verglichen Patienten kurz vor und kurz nach dem schnellen Wechsel vom älteren Lebendimpfstoff Zostavax zu Shingrix in den USA im Jahr 2017. Zum Ende des Beobachtungszeitraums von sieben Jahren lag das verringerte Gesamtrisiko noch bei vier Prozent, während es im ersten Drittel am stärksten ausgeprägt war.

Vergleich mit Blutdrucksenkern und Parallelen zur Demenzforschung

Die Dimension des Effekts überraschte selbst die beteiligten Experten. Studienleiter Dr. Maxime Taquet, der als klinischer Dozent an der Universität Oxford tätig ist, erklärte gegenüber Medienvertretern, falls sich das Ergebnis in einer randomisierten kontrollierten Studie bestätige, würde die Wirkung von Shingrix der von blutdrucksenkenden Medikamenten entsprechen. Auf Deutsch übersetzt bedeutet dies: Bestätigt sich das Ergebnis in klinischen Studien, entspräche die Wirkung von Shingrix der von blutdrucksenkenden Medikamenten.

Shingrix-Impfstoff senkt laut Studie Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
Photo: Science Daily

Offene Fragen und der Weg zu randomisierten Studien

Trotz der vielversprechenden Zahlen betonen die Autoren, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, die keinen kausalen Beweis liefert. Ob der Impfstoff das Herz direkt schützt oder ob lediglich die durch eine Gürtelrose ausgelösten Entzündungsprozesse im Gefäßsystem unterdrückt werden, bleibt unklar.

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Photo: Nature

Klarheit sollen nun groß angelegte klinische Prüfungen bringen.

Dr. Maxime Taquet, klinischer Dozent an der Universität Oxford, erklärte, dass eine Impfung älterer Erwachsener gegen Gürtelrose, sofern sie in klinischen Studien bestätigt wird, weltweit Hunderttausende koronare Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Fälle von Herzinsuffizienz verhindern und somit eine der wirkungsvollsten Maßnahmen darstellen könnte, die wir anbieten können, um sowohl das Gehirn als auch das Herz im höheren Alter zu schützen, und fügte hinzu, dass der Effekt enorm sein könnte.

Shingles vaccine may also reduce heart attack, stroke risk, per a new study
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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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