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VfL Wolfsburg besiegt VSG Altglienicke im DFB-Pokal-Elfmeterschießen

Der VfL Wolfsburg ist am 24. August 2026 im DFB-Pokal knapp einer historischen Blamage entgangen und nach einem dramatischen Elfmeterschießen mit 9:8 gegen den Viertligisten VSG Altglienicke in die zweite Runde eingezogen.

Der Bundesliga-Absteiger aus Niedersachsen rettete sich am späten Montagabend gegen den leidenschaftlichen Amateurverein nach einem wahren Elfer-Krimi im Amateurstadion von Hertha BSC, wie unter anderem die Nachrichtenagentur dpa und die Sportschau übereinstimmend berichten.

Viertligist VSG Altglienicke fordert den Favoriten bis zum Äußersten

Die Partie bot alles, was das Pokalherz begehrt. Als Amateurverein genoss Altglienicke bei seiner zweiten Teilnahme am DFB-Pokal zwar Heimrecht, konnte davon allerdings keinen Gebrauch machen. Der Grund: Die Spielfeldlänge der Spree-Arena entspricht nicht den Infrastrukturvorgaben des DFB. Daher fand die Partie auf dem Platz der Hertha-Amateure vor dem Olympiastadion und damit quasi am anderen Ende Berlins statt. Davon ließen sich die Gastgeber jedoch keineswegs hemmen. Vor 5.000 Fans legte das Team der Gastgeber selbstbewusst los wie die Feuerwehr. Bereits nach fünf Minuten hatte Jonas Nietfeld einen Hochkaräter auf dem Fuß, scheiterte jedoch zunächst an VfL-Keeper Jakub Zielinski. Nur zwei Minuten später machte es der Mittelstürmer der Berliner besser: Nach einer Hereingabe von Lennart Czyborra spritzte er in den Ball und drückte diesen aus kurzer Linie über die Linie zum 1:0 (7.). Die Sportschau hebt hervor, dass sich die Berliner keineswegs als gewöhnlicher Viertligist sehen und ihren Kader dementsprechend hochkarätig mit Spielern mit Erstliga- und internationaler Erfahrung wie Tolga Cigerci, John Brooks und Lennart Czyborra verstärkt haben. Auch der sportliche Leiter Torsten Mattuschka, der seine aktive Karriere einst in Altglienicke ausklingen ließ, verfolgte das Spiel von den Rängen, während bei dem ambitionierten Regionalligisten prominente Ex-Herthaner wie John Anthony Brooks und Tolga Cigerci auf der Bank und der Tribüne saßen.

Maximilian Arnold rettet Wolfsburg mehrfach vor dem Aus

Der frühe Gegentreffer hatte für den favorisierten VfL so etwas wie einen Wachmacher-Effekt. Die Wölfe übernahmen das Kommando, schnürten den Gastgeber zunehmend in dessen Hälfte ein. Alexander Bernhardsson, Vinicius Souza, der umjubelte Rückkehrer Fabian Reese und Sael Kumbedi liefen sich jedoch immer wieder an dem stark aufspielenden VSG-Schlussmann Luis Zwick fest, der in der regulären Spielzeit zur Hochform auflief und mehrfach glänzend parierte. Nach dem Seitenwechsel brach schließlich der eingewechselte Kapitän Maximilian Arnold den Bann und schickte die Kugel in der 55. Minute aus 22 Metern passgenau an den linken Innenpfosten zum 1:1-Ausgleich. Doch die Partie blieb wild: Nur kurze Zeit später leistete sich VfL-Keeper Zielinski einen folgenschweren Patzer, als er die Kugel im Aufbau unbedrängt in die Füße von Jonas Saliger spielte, der die Kugel seelenruhig ins leere VfL-Tor zum 2:1 für den Underdog schob (71.). Erneut war es Arnold, der die Wölfe mit einem herrlichen direkten Freistoß in der 83. Minute zum 2:2-Ausgleich in die Verlängerung rettete.

VfL Wolfsburg besiegt VSG Altglienicke im DFB-Pokal-Elfmeterschießen
Photo: zeit.de

Entscheidung im nervenaufreibenden Elfmeterschießen

In der Verlängerung schienen beide Teams dem Ende ihrer Kräfte nahe, doch das Drama nahm kein Ende. Mehmet Ibrahimi traf in der 109. Minute und sorgte für riesigen Jubel, ehe Hauke Wahl in der 117. Minute nach Vorlage von Reese abermals für Wolfsburg zum 3:3-Endstand nach 120 Spielminuten ausglich. Im anschließenden Elfmeterschießen, das mit 6:5 zugunsten der Gäste endete, bewiesen die Niedersachsen schließlich die besseren Nerven. Kilian Fischer verwandelte den entscheidenden Strafstoß. Zuvor hatte unter anderem Reese, der 69 Tage nach seinem vieldiskutierten Wechsel aus der Hauptstadt zum VfL bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde, verschossen. VfL-Torwart Jakub Zielinski, der in der regulären Spielzeit schwer gepatzt hatte, parierte im Elfmeterschießen zweimal und wurde zum Helden der Wölfe, als er zwei Elfmeter der am Ende äußerst unglücklichen Gastgeber parierte.

VfL Wolfsburg besiegt VSG Altglienicke im DFB-Pokal-Elfmeterschießen
Photo: Sportschau
PK nach Pokalkrimi gegen VSG Altglienicke | Pressekonferenz | VSG Altglienicke – VfL Wolfsburg
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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