Schwere Unwetter haben im Nordosten von Spanien zu Überschwemmungen und mindestens sieben Verletzten geführt. Allein in der Hafenstadt Roda de Bera mussten Rettungskräfte nach eingestürzten Mauern ausrücken, während in anderen Küstenregionen Straßen und Promenaden überflutet wurden. Die Unwetterserie folgt auf extreme Wetterereignisse im gesamten Land.
Eingestürzte Mauern und Evakuierungen in Roda de Bera
Bei heftigen Unwettern in der Nacht im Nordosten von Spanien sind nach Angaben der Rettungskräfte mindestens sieben Menschen verletzt worden. In der Hafenstadt Roda de Bera, die südwestlich von Barcelona liegt, zogen sich drei Personen Verletzungen zu, als eine Mauer einstürzte. Auf einem Campingplatz in derselben Stadt wurden zwei weitere Menschen ebenfalls durch eine einstürzende Mauer verletzt.
Die Behörden veranlassten die Evakuierung von rund 300 Menschen von dem betroffenen Campingplatz, um sie in Sicherheit zu bringen. Die Feuerwehr musste zudem mehrfach ausrücken, um Menschen aus ihren Autos zu befreien, die von den rasch ansteigenden Wassermassen eingeschlossen worden waren.
Überschwemmte Strandpromenaden und verheerende Unwetter im Landesvergleich
Die Auswirkungen des Unwetters zeigten sich an zahlreichen Küstenabschnitten. In der Küstenstadt El Vendrell stand die Strandpromenade mehr als einen halben Meter unter Wasser. Auch aus Comarruga und Torredembarra meldeten Fernsehberichte überschwemmte Straßen.
Katastrophenschutzchefin Inma Solé sagte dem spanischen Fernsehen: Das ist ein Zitat
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Die aktuellen Schlechtwetterfronten treffen das Land kurz nach weiteren schweren Regenfällen. Erst etwa eine Woche zuvor hatten heftige Niederschläge im Nordwesten von Spanien zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt, bei denen zwei Frauen ums Leben gekommen sind.
Hitzeblöcke, Blitzeinschläge und weitere Zwischenfälle in Spanien
Die meteorologischen Extreme erfassten im gleichen Zeitraum auch andere Regionen des Landes. So traf ein seltener Wetterpfeiler, ein sogenannter Hitzeblock, in dem Temperaturen in wenigen Minuten um bis zu 30 Grad springen können, den Badeort Mazarron an der Costa Calida in der Provinz Murcia. Dabei wurden Sonnenschirme durch plötzliche starke Windböen als gefährliche Geschosse in die Luft gehoben und verursachten bei Badegästen Alarm. Am Patacona Beach in Valencia weiter nördlich erreichten Windböen mehr als 40 Meilen pro Stunde, als Touristen und Einheimische den Strand nach einem plötzlichen Wetterumschwung verließen.
In einem Dorf in der Nähe von Ponferrada im Nordwesten des Landes kamen zwei Frauen ums Leben und zwei Kinder wurden verletzt, nachdem sie im Keller eines Hauses eingeschlossen waren, das von einem Erdrutsch infolge eines schweren Wolkenbruchs getroffen worden war. Die beiden Frauen im Alter von 60 und 80 Jahren gehörten zu sechs Verwandten und Freunden, die von einer Sturzflut überrascht wurden. Ein weiterer als vermisst gemeldeter Mann wurde schließlich unverletzt gefunden, während die zwei Kinder – ein drei Monate altes Baby und ein vierjähriger Junge – wegen Prellungen behandelt wurden und ein 60-jähriger Mann ins Krankenhaus gebracht wurde.

Im Südwesten der Pyrenäen kam zudem ein 54-jähriger Hirte ums Leben, nachdem er am Freitagnachmittag bei der Arbeit im Gebiet Aren in den Mountains of Sis vom Blitz getroffen worden war. Ein polizeiliches Bergsuch- und rettungsteam fand ihn tot auf, nachdem es gegen 14 Uhr mobilisiert worden war. Sein Leichnam wurde mit einem Hubschrauber in die nahe gelegene Stadt Benasque geflogen und von dort auf dem Landweg in die nordspanische Stadt Zaragoza zur Autopsie transportiert.
Zudem starb eine 66-jährige britische Urlauberin am vergangenen Montag in Benidorm bei einem Parasailing-Unfall im Zusammenhang mit dem schlechten Wetter. Sie befand sich mit einem 47-jährigen Mann ebenfalls aus dem UK in der Luft, als ihre Parasailing-Schleppleine riss und sie auf Felsen prallten. Das Drama ereignete sich gegen 18 Uhr in der Nähe des Rincon de Loix-Bereichs des Badeorts an der Costa Blanca, nachdem eine orangefarbene Wetterwarnung vor plötzlichen schweren Stürmen, großem Hagel und gefährlichen Windböen ausgegeben worden war. Eine polizeiliche Untersuchung zu dem Vorfall dauert an. Auch Gebiete wie Malaga an der Costa del Sol wurden in den frühen Morgenstunden des Samstags von einem heftigen Sturm mit starkem Regen und kräftigen Windböen erschüttert.
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