Nach seinem Vertragsende beim FC Bayern München führt der 31-jährige Leon Goretzka konkrete Verhandlungen mit dem Premier-League-Klub Aston Villa. Der Verein aus Birmingham hofft auf zeitnahe Fortschritte. Neben England sind Optionen in Italien und Spanien im Gespräch, während andere Märkte für den Mittelfeldspieler bislang ausscheiden.
Die Zukunft von Leon Goretzka rückt auf dem internationalen Transfermarkt näher an eine Entscheidung. Nach Informationen von Sky Sport führt Aston Villa Gespräche über eine mögliche Verpflichtung des Mittelfeldspielers, der seit dem 30. Juni vereinslos ist nachdem sein Vertrag ausgelaufen war. Der ehemalige Profi des FC Bayern München sucht nach einer neuen sportlichen Herausforderung und blickt dabei auf konkrete Interessenten in Europa.
Verhandlungen mit Aston Villa und die sportliche Ausgangslage
Die Spuren führen intensiv auf die britische Insel. Wie der Journalist Matteo Moretto berichtet, stehen der Premier-League-Klub Aston Villa und der Spieler in Kontakt. Die ortsansässige Birmingham Mail
ergänzt, dass sich die Verantwortlichen in Birmingham bereits an diesem Wochenende entscheidende Fortschritte in den Gesprächen erhoffen.
Für einen Wechsel nach Birmingham spricht vor allem die sportliche Perspektivausrichtung. Als Tabellenviertplatzierter der abgelaufenen Saison ist Aston Villa für die Champions League qualifiziert, wodurch Goretzka weiterhin auf der internationalen Bühne vertreten bleiben könnte. Trainer Unai Emery sucht im Mittelfeld nach Verstärkungen, nachdem unter anderem Youri Tielemans zu Manchester United gewechselt war und Amadou Onana eine Verletzung erlitt.
Finanzielle Rahmenbedingungen und abgesagte Optionen
Neben den sportlichen Rahmenbedingungen spielen auch die wirtschaftlichen Vorstellungen eine Rolle. Berichten zufolge fordert Goretzka ein jährliches Nettogehalt von rund sieben Millionen Euro sowie eine Prämie zur Unterschrift von etwa zehn Millionen Euro. Beim FC Bayern München belief sich das Bruttogehalt zuletzt auf 13 Millionen Euro.

Diese finanziellen Forderungen hatten zuvor bei anderen Vereinen für Hürden gesorgt. So nahmen italienische Schwergewichte wie Juventus Turin und die AC Mailand Abstand von einer Verpflichtung, da sie die Anforderungen nach einer verpassten Champions-League-Qualifikation kaum erfüllen konnten wie italienische Medienberichte nahelegen. Auch ein Wechsel nach Saudi-Arabien oder in die Türkei kommt für den deutschen Nationalspieler nicht in Betracht, während Anfragen aus der Major League Soccer (MLS) von der Spielerseite abgelehnt wurden.
Rückblick auf die Münchner Jahre und den Sommerumbruch
Goretzka blickt auf eine achtjährige Zeit beim FC Bayern zurück, in der er 312 Pflichtspiele absolvierte, 51 Tore erzielte und insgesamt 15 Titel – darunter das Triple im Jahr 2020 – feierte sowie sieben deutsche Meisterschaften einheimste. In der Bundesliga-Saison 2025/26 setzte Trainer Vincent Kompany den Mittelfeldspieler in 25 Ligaspielen von Beginn an ein, insgesamt kam er auf 48 Einsätze obwohl seine Einsatzzeiten in der Champions League überschaubar blieben.

Die anschließende Weltmeisterschaft in Nordamerika verlief für ihn persönlich weniger ertragreich. Trotz früherer Zusagen des damaligen Bundestrainers Julian Nagelsmann kam Goretzka bei dem Turnier lediglich zu drei Kurzeinsätzen als Einwechselspieler. Nun richtet sich der gesamte Fokus des 31-Jährigen auf die bevorstehende Einigung mit einem neuen Arbeitgeber in Europas Top-Ligen.
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