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Technik und Wissenschaft

Google Österreichs erster Rechenzentrum wird aufgebaut

Das erste Google-Rechenzentrum in Österreich entsteht auf einem 50 Hektar großen Areal in Kronstorf. Die im Bezirk Linz-Land geplante Anlage soll im Jahr 2027 den Betrieb aufnehmen. Für die Stromversorgung kommen im Notfall Dieselgeneratoren zum Einsatz, während die anfallende Abwärme unentgeltlich für die Region genutzt werden soll.

Auf einem 50 Hektar großen Gelände im oberösterreichischen Kronstorf im Bezirk Linz-Land rollen derzeit die Bagger für das erste österreichische Rechenzentrum von Google. Das Vorhaben zählt zu den größten Infrastrukturprojekten seiner Art im Land.

Leistungsumfang und Zeitplan für den Standort Kronstorf

Die erste Ausbaustufe des Rechenzentrums soll im Jahr 2027 starten, sofern die Bauarbeiten planmäßig verlaufen. Laut den Planungen des US-Konzerns nimmt die Anlage in der Anfangsphase mit einer Leistung von 150 Megawatt den Betrieb auf. Im Vollausbau ist eine Leistung von bis zu 500 Megawatt vorgesehen. Das Projekt soll rund 100 direkte Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Zu möglichen weiteren Standorten in Oberösterreich liegen dem Land derzeit keine Informationen vor. Zuletzt hatte es Diskussionen über ein geplantes Großprojekt in Leopoldsdorf in Niederösterreich gegeben, wie aus den Regierungsangaben hervorgeht.

Kostenlose Nutzung der Abwärme und laufende Studien

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Verwertung der entstehenden Serverwärme. Das Land Oberösterreich teilt mit, dass Google die Abwärme zunächst selbst verwenden und darüber hinaus in der direkten Umgebung zur Verfügung stellen möchte. Hierzu fanden bereits Gespräche mit Anrainern statt, wobei Teile der erforderlichen Infrastruktur bereits errichtet wurden. Diese Möglichkeit soll auch weiteren Unternehmen im angrenzenden Betriebsgebiet offenstehen.

Darüber hinaus prüft das Land im Rahmen einer Studie, ob sich die thermische Energie auch für die weitere Umgebung nutzen lässt. Falls sich technisch und wirtschaftlich geeignete Lösungen finden, soll die Wärme kostenlos an mögliche Partner abgegeben werden.

Notstromversorgung über Dieselgeneratoren und behördliche Auflagen

Hinsichtlich der Absicherung des Betriebs gibt es ebenfalls klare Vorgaben. Entgegen anderslautender Erwartungen sind keine gasbetriebenen Aggregate vorgesehen. Stattdessen setzt der Betreiber auf Dieselgeneratoren. Diese Aggregate kommen ausschließlich bei Stromausfällen oder für vorgeschriebene Wartungen zum Einsatz. Die Anzahl der Betriebsstunden unterliegt strengen behördlichen Begrenzungen und wird kontinuierlich überwacht.

Google Österreichs erster Rechenzentrum wird aufgebaut
Photo: Nachrichten
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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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