Der deutsche Leichtathlet Leichtathletik hat bei den Europameisterschaften in Birmingham am Montag, den 10. August 2026, die Silbermedaille über 5.000 Meter gewonnen. In einem spannenden Finale musste sich der 25-Jährige vom Team Franconia Athletics lediglich dem norwegischen Titelverteidiger Jakob Ingebrigtsen geschlagen geben.
Ein taktisch präzises Rennen
Bremm überzeugte in Birmingham durch eine starke taktische Leistung. Während das Feld durch Stürze, einen verlorenen Schuh und ausbremsende Favoriten geprägt war, gelang es dem Deutschen, sich aus ungünstigen Positionen zu befreien und Scharmützel zu vermeiden. Kurz vor der Glocke zur letzten Runde setzte er sich an die Spitze und überholte den bis dahin führenden 10.000-Meter-Weltmeister Jimmy Gressier aus Frankreich.
Auf der Zielgeraden ging Bremm zunächst als Führender in den Schlussspurt. Erst auf den letzten 100 Metern konnte Jakob Ingebrigtsen beschleunigen und den Deutschen überholen. Bremm sicherte sich mit einer Zeit von 13:15,60 Minuten die Silbermedaille, nur 0,31 Sekunden hinter dem Sieger. Den dritten Platz belegte der Franzose Etienne Daguinos (13:16,09 min), gefolgt von Jimmy Gressier (13:16,36 min).
Der Triumph von Jakob Ingebrigtsen
Für Jakob Ingebrigtsen markierte der Sieg in 13:15,29 Minuten ein bemerkenswertes Comeback. Der zweifache Olympiasieger war im Jahr 2026 aufgrund einer im Februar durchgeführten Achillessehnenoperation zuvor nicht angetreten; das EM-Finale war sein erstes Rennen des Sommers. Trotz dieses langen Ausfalls sicherte er sich seinen vierten Titel in Folge über 5.000 Meter und steigerte seine Gesamtzahl an europäischen Outdoor-Titeln auf sieben.

Ingebrigtsen kontrollierte das Rennen, indem er sich zunächst am Ende des Feldes aufhielt, bevor er nach der Hälfte der Distanz nach vorne stieß und das Tempo kontrollierte. Er signalisierte Gressier sogar, die Geschwindigkeit nicht zu erhöhen, bevor er seinen charakteristischen Endspurt zündete.
Bremms Aufstieg und Bedeutung für den DLV
Die Silbermedaille ist der bisher größte Erfolg in der Karriere von Florian Bremm und seine erste EM-Medaille. Der Erfolg kam nicht völlig unerwartet, da Bremm in dieser Saison bereits mit einer Zeit von 12:56,80 Minuten als Nummer drei in Europa gelistet war. Bremm beschrieb den Moment, als er bei 4.900 Metern an der Spitze lag, als surreal und bezeichnete die Zielgerade als „verrückt“.”

Er betonte, dass dieser Erfolg das Ergebnis einer Entwicklung der letzten zwei Jahre sei, in der er gemeinsam mit seinem Team an seinem Ansatz gearbeitet habe. Vor fünf Jahren habe er noch nicht damit gerechnet, jemals auf dem Niveau von Europa- oder Weltmeistern zu konkurrieren.
Für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) stellt die Leistung einen bedeutenden Meilenstein dar. Es ist das erste Edelmetall eines deutschen Läufers über 5.000 Meter seit der Bronzemedaille von Richard Ringer im Jahr 2016 in Amsterdam. Das letzte Gold für Deutschland in dieser Disziplin wurde 1994 von Dieter Baumann gewonnen.
Ergebnisse und Medaillenspiegel (5.000 m Männer)
| Rang | Athlet | Land | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1. | Jakob Ingebrigtsen | Norwegen | 13:15,29 min |
| 2. | Florian Bremm | Deutschland | 13:15,60 min |
| 3. | Etienne Daguinos | Frankreich | 13:16,09 min |
| 4. | Jimmy Gressier | Frankreich | 13:16,36 min |
Bremms Silber war die zweite Medaille für den DLV am ersten Finalabend, nachdem Yemisi Mabry bereits Bronze im Kugelstoßen geholt hatte.
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