Bei einem schweren Flugunfall am Sonntag sind zwei Besatzungsmitglieder von Löschhubschraubern in Griechenland ums Leben gekommen. Die zwei gemieteten Bell-Hubschrauber kollidierten mitten in der Luft, während sie versuchten, ein großes Waldbrand in Psatha in der Region Boeotia, etwa 45 Meilen nordwestlich von Athen, unter Kontrolle zu bringen. Insgesamt befanden sich vier Personen an Bord der beiden Maschinen.
Opfer und Überlebende des Absturzes
Nach Angaben der griechischen Behörden und des Hellenic Fire Service wurden ein dänischer Pilot und ein griechischer Koordinator getötet. Der Kommunikationsdirektor der Feuerwehr, Vassilis Vathrakogiannis, erklärte in einer Fernsehansprache, dass die Piloten bewusstlos ins Krankenhaus gebracht wurden, wo ihr Tod anschließend bestätigt wurde.
Zwei weitere Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall mit geringfügigen Verletzungen: ein britischer Pilot und ein griechischer Verbindungsoffizier der Feuerwehr.
Hergang und technische Details
Ein in sozialen Medien kursierendes Video zeigt, wie die beiden Bell-Maschinen gefährlich nah beieinander flogen, bevor ein Flugzeug offenbar den Hauptrotor des zweiten Hubschraubers touchierte. In der Folge stürzte eine Maschine in den Boden, während die andere zunächst in der Luft blieb und vom Kamerabild flog, wenngleich sie schwere Schäden davongetragen haben soll.

Die Hubschrauber waren von der australischen Firma france24.com an den griechischen Feuerwehrdienst vermietet. John McDermott, Gründer und Präsident des Unternehmens, gab an, dass die Firma eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeite, um die Ermittlungen zu unterstützen. Infolge des Vorfalls wurden alle in der Region eingesetzten Bell-Hubschrauber vorläufig am Boden gehalten.

Erste Erkenntnisse und Expertenanalysen deuten auf folgende mögliche Ursachen hin:
- Funkstörungen: Berichten zufolge funktionierte das Radio in einem der Hubschrauber möglicherweise nicht ordnungsgemäß.
- Sichtbehinderung: Der Aviation-Experte Kostas Lakafosis äußerte die Vermutung, dass der Pilot der höher fliegenden Maschine den anderen Hubschrauber in seinem „toten Winkel“ unter dem Rumpf übersehen haben könnte.
- Wetterbedingungen: Premierminister Kyriakos Mitsotakis hatte zuvor gewarnt, dass Flugzeuge bei den herrschenden starken Winden nicht sicher operieren könnten.
Kritische Lage der Waldbrände in Griechenland
Die Gesamtzahl der Todesopfer durch die dieswöchigen Brände in Griechenland stieg durch die Kollision auf fünf. Zuvor waren am Mittwoch drei Feuerwehrleter ums Leben gekommen – zwei auf der Insel Kreta und ein weiterer in der Region Peloponnes.
Regionaler Kontext und klimatische Faktoren
Diese Situation spiegelt einen Trend in Südeuropa wider. Auch in Frankreich und Spanien kam es zu massiven Bränden. Juli ein Gebiet, das viermal so groß ist wie Paris, und zerstörte mehr als 240 Häuser. Experten weisen darauf hin, dass ein milder, feuchter Winter zu starkem Vegetationswachstum führte, das in folgenden Hitzewellen austrocknete und so den Brennstoff für die aktuellen Wildfires lieferte.
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