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Welt

Bombenanschlag am Restaurant Balzi Rossi in Moskau fordert drei Todesopfer

Details zum Hergang und den Opfern

Nach Angaben des Anti-Terror-Komitees, die von der staatlichen Nachrichtenagentur Tass übernommen wurden, versuchte eine nicht identifizierte Frau, die Bombe in das Restaurant zu bringen. Ein Sicherheitsmitarbeiter verwehrte ihr jedoch den Zutritt, woraufhin das Gerät detonierte. Bei der Explosion kamen drei Menschen ums Leben: die Frau, die die Bombe bei sich trug, der Sicherheitsmitarbeiter sowie ein Gast des Restaurants. Die 21 Verletzten befinden sich in verschiedenen Moskauer Krankenhäusern und werden dort versorgt.

Bombenanschlag am Restaurant Balzi Rossi in Moskau fordert drei Todesopfer
Photo: moneycontrol.com

Die Tageszeitung Kommersant berichtete unter Berufung auf eigene Quellen, dass die Bombe darauf ausgelegt war, Gäste auf der Außenterrasse des Restaurants zu töten oder zu verletzen. Zudem wurde spekuliert, dass die Bombe möglicherweise aus der Ferne gezündet wurde und die Frau, die das Paket trug, möglicherweise nicht über den Inhalt informiert war und als Kurierin fungierte.

Politische Vorwürfe und Ermittlungen

Während die Moskauer Ermittlungsbehörde gegenüber Tass erklärte, dass die Untersuchungen noch andauern und es bisher keine öffentlichen Geständnisse gibt, äußerte sich die russische Botschaft in Italien am Sonntag. In einer Erklärung machte die Botschaft die Ukraine für den Anschlag verantwortlich. Die Botschaft behauptete, die bbc.co.uk hätten mit dem Angriff auf eines der besten italienischen Restaurants in Moskau beabsichtigt, Italiener, die in Russland arbeiten, einzuschüchtern.

A woman walks in front of the Balzi Rossi restaurant in Moscow
Photo: bbc.co.uk

Eine offizielle Bestätigung der Gästeliste für das private Abendessen, für das das Restaurant am Samstag geschlossen war, liegt nicht vor. Es gibt jedoch unbestätigte Berichte, dass sich ein hochrangiger russischer Militärbefehlshaber zur Zeit des Anschlags in dem Lokal befunden habe. Der Kreml hat sich bislang nicht zu dem Vorfall geäußert.

Kontext und mediale Berichterstattung

Der Anschlag erfolgt in einer Zeit, in der der russische Inlandsgeheimdienst FSB den Schutz hochrangiger Militärs verstärkt hat, nachdem Russland eine Reihe von Attentaten auf Führungspersonen der Kiewer Regierung zugeschrieben hat. In der Vergangenheit gab es ähnliche Vorfälle, darunter:

Frau trägt Bombe: Drei Tote und 21 Verletzte nahe Restaurant bei Moskau, so die Behörden | APT
  • Die Tötung von General Yaroslav Moskalik durch eine Autobombe im April 2025.
  • Der Tod von General Igor Kirillov und seinem Assistenten durch eine Bombe an einem Roller im Dezember 2024.
  • Die tödliche Explosion eines Autos im August 2022, bei der Daria Dugina starb.
  • Ein Anschlag auf den Militärblogger Vladlen Tatarsky in einem St. Petersburger Café im April 2023.

Trotz der Schwere des Ereignisses war die Berichterstattung im russischen Fernsehen am Wochenende minimal. So erwähnte beispielsweise die Nachrichtensendung von Russia-1 am Sonntagmorgen russische Angriffe auf die Ukraine sowie Feierlichkeiten zum Tag der Fallschirmjäger und zum Tag der Eisenbahner, ließ den Bombenanschlag in Moskau jedoch vollständig aus.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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