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Gesundheit

Zweijähriger schwer verbrannt – Kohle am Sternberger See verursacht Notfall

Zweieinhalbjähriges Kind schwer verbrannt – Grillkohle am Sternberger See als Todesfalle

Lübeck, 29. Juni 2026 – Ein zweieinhalbjähriges Mädchen erlitt am Sonntag schwere Verbrennungen an beiden Füßen, nachdem es auf glühende Grillkohlereste trat, die am Badestrand des Sternberger Sees unsachgemäß entsorgt worden waren. Der Rettungshubschrauber brachte das Kind und seine Mutter noch am selben Tag in die Spezialklinik für Verbrennungen nach Lübeck.

„Kohle, die niemand mehr sah“ – Wie ein Strandfest zum Albtraum wurde

Nur einen Tag nach dem großen Strandfest am Sternberger See mit Hunderten Besuchern wurde der Strand zum Schauplatz eines grausamen Unfalls. Gegen 14 Uhr lief das Kind mit seiner Mutter über den Rasen – direkt auf die noch glühenden Reste eines Grills, die mutmaßlich nach dem Fest zurückgelassen worden waren. „Die Kohle war so heiß, dass sie sofort tief in die Haut brannte“, sagt Polizeihauptkommissar Felix Zgonine.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Kohle nicht ordnungsgemäß entsorgt wurde. Ob sie von einem der Festteilnehmer stammt, wird noch geprüft. „Wir müssen klären, wer dafür verantwortlich ist“, sagt Zgonine. Die Polizei ermittelt gegen unbekannt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

„Ein Kind hätte sterben können“ – Warum der Fall die Behörden erschüttert

Der Vorfall wirft dringende Fragen auf: Wie konnte es passieren, dass nach einem großen Strandfest mit Hunderten Gästen glühende Grillreste einfach liegen blieben? Die Polizeiinspektion Ludwigslust prüft nun, ob es systematische Sicherheitslücken bei der Organisation solcher Veranstaltungen gibt.

„Solche Unfälle sind vermeidbar“, sagt ein Sprecher der Feuerwehr. „Doch wenn Grillkohle nicht richtig abgelöscht oder weggeschafft wird, bleibt sie tagelang gefährlich.“ Experten warnen: Selbst nach 24 Stunden können Kohlereste noch Temperaturen von über 300 Grad erreichen – genug, um schwere Verbrennungen zu verursachen.

„Jede Sekunde zählte“ – Der dramatische Rettungseinsatz

Als die Mutter das Kind mit den schmerzverzerrten Füßen entdeckte, handelte sie sofort: Sie wickelte die Brandwunden in saubere Tücher und rief den Notarzt. Innerhalb von 20 Minuten landete der Rettungshubschrauber auf dem Strand – doch der Weg ins Krankenhaus war lang.

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„Die Verbrennungen waren so tief, dass wir sofort eine Spezialklinik ansteuern mussten“, erklärt ein Notarzt. Ob das Kind dauerhafte Schäden davontragen wird, steht noch nicht fest. Die Ärzte in Lübeck behandeln solche Fälle mit Hauttransplantationen und intensiver Schmerztherapie.

„Niemand darf das nächste Opfer sein“ – Was jetzt passiert

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Polizei will herausfinden, wer die Kohle entsorgt hat – und ob es wiederholte Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften gab. Parallel überprüft die Stadtverwaltung, ob bei künftigen Strandfesten strengere Kontrollen eingeführt werden müssen.

Für die Familie bleibt die Situation ein Albtraum. „Wir können nicht nachvollziehen, wie so etwas passieren konnte“, sagt die Mutter in einem ersten Statement. „Unser Kind hätte sterben können.“ Die Polizei appelliert an alle Besucher: „Grillkohle immer vollständig ablöschen und in feuerfesten Behältern entsorgen!“

„Ein Weckruf für alle“ – Was jeder Strandbesucher wissen muss

Glühende Grillreste sind kein Einzelfall. Allein in diesem Jahr gab es in Mecklenburg-Vorpommern mehrere schwere Verbrennungsunfälle durch unsachgemäße Entsorgung. Die Feuerwehr rät:

  • Kohle nie einfach auf den Boden kippen – sie muss in Metallbehältern abkühlen.
  • Kinder nie unbeaufsichtigt in der Nähe von Grillplätzen lassen.
  • Bei Verdacht auf Brandwunden sofort kühlen und den Notarzt rufen.

Die Ermittlungen dauern an. Sollten sich Hinweise auf eine organisatorische Verantwortung beim Strandfest ergeben, wird die Staatsanwaltschaft eingreifen.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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