Die USA und der Iran haben am Montag, den 29. Juni 2026, eine Pause ihrer gegenseitigen Angriffe im Persischen Golf verkündet. Während Präsident Donald Trump Treffen in Katar ankündigte, bestreitet Teheran direkte Verhandlungen mit Washington. Beide Seiten entsenden jedoch Delegationen nach Doha, um über ein fragiles Interimsabkommen und eingefrorene Vermögenswerte zu beraten.
Widersprüchliche Signale über die Gespräche in Katar
Die diplomatische Lage bleibt trotz des Waffenstillstands volatil. Präsident Donald Trump gab am Montag bekannt, dass die Islamische Republik ein Treffen mit US-Vertretern beantragt habe und die Gespräche am Dienstag in Doha, Katar, stattfinden sollen. Die Weiße Haus-Pressesprecherin Karoline Leavitt bestätigte gegenüber Fox News, dass der Sonderbeauftragte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn des Präsidenten, nach Katar fliegen.Teheran weist diese Darstellung jedoch entschieden zurück. Laut einem Bericht von AP News betonte der iranische Spitzenverhandler Kazem Gharibabadi, dass keine Gespräche bestätigt worden seien. Esmail Baghaei, der Sprecher des iranischen Außenministeriums, stellte klar, dass die iranische Delegation zwar nach Katar reise, dies jedoch keinen Zusammenhang mit den US-Vertretern habe.Esmail Baghaei, Sprecher des iranischen AußenministeriumsDas Ziel der iranischen Reise sei die Abstimmung mit Katar als Vermittler über die Bedingungen des Interimsabkommens, insbesondere über die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, ohne dass die USA direkt involviert seien.Der Streit um die Hormusstraße und die 6 Milliarden Dollar
Im Zentrum der Spannungen steht die Kontrolle über die Straße von Hormus, durch die vor Kriegsbeginn ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wurde. Ein Anfang des Monats geschlossenes Interimsabkommen sieht vor, dass der Iran seine Bestände an angereichertem Uran reduziert und die USA im Gegenzug sanktionsrechtliche Erleichterungen gewähren. Zudem wurde eine 60-tägige Frist vereinbart, um umfassendere Abkommen auszuhandeln.Ein kritischer finanzieller Hebel in diesen Verhandlungen ist die geplante Freigabe von Geldern. Ein US-Beamter, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, gab an, dass Katar plane, 6 Milliarden US-Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten freizugeben.Parallel dazu gibt es heftige Differenzen über die Verwaltung der Wasserstraße. Während die USA die Straße als internationale Wasserstraße betrachten, fordert der Iran die Erhebung von „Dienstleistungsgebühren“ für die Durchfahrt. Laut CBS News trafen sich iranische und omanische Beamte in Maskat im Rahmen des Gemeinsamen Hormus-Komitees, um diese Fragen zu klären.„Während einer Reise nach Maskat fand das erste Treffen des Gemeinsamen Hormus-Komitees statt.
Kazem Gharibabadi, stellvertretender Außenminister des IranDie Umsetzung ist jedoch widersprüchlich. Während Oman zunächst eine Koordination mit der UN für einen temporären Seekorridor vorschlug, beharrt der Iran auf einer Route nahe seiner Küste. Das Memorandum of Understanding (MOU) zwischen den USA und dem Iran sieht vor, dass die Straße für lediglich 60 Tage nach Unterzeichnung des Abkommens mautfrei bleibt.Digitale Strategie einer „enthaupteten“ Führung
Hinter den diplomatischen Manövern verbirgt sich ein massives Machtvakuum in Teheran. US-Luftschläge am 28. Februar führten zur Tötung des Obersten Führers Ali Khamenei und zur weitgehenden Eliminierung der Führungsriege. Der neue Führer, Mojtaba Khamenei, befindet sich laut Berichten im Versteck.Diese Instabilität hat zu einer Verschiebung der iranischen Kommunikationsstrategie geführt. Wie Fox News berichtet, nutzt das Regime nun soziale Medien, insbesondere die Plattform X, um Kontrolle zu simulieren und psychologische Kriegsführung gegen die USA zu betreiben.„Irans Führung lebt jetzt auf X, weil es eine enthauptete Führung ist.
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