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Starmer holds talks with Burnham as he seeks ‚orderly‘ transition

Sir Keir Starmer traf am Dienstag, den 23. Juni 2026, mit Andy Burnham zu Gesprächen über die Machtübergabe an der Spitze der Labour-Partei. Nach Starmers angekündigtem Rücktritt als Premierminister soll ein „geordneter“ Übergang sichergestellt werden. Burnham, der einzige bisherige Kandidat, könnte bereits am 17. Juli das Amt übernehmen.

Spannungen hinter den Kulissen: Ein „frostiges“ Treffen

Das erste Treffen zwischen Starmer und Burnham seit dessen Sieg bei der Nachwahl in Makerfield dauerte etwa eine Stunde und fand bewusst außerhalb der Downing Street statt. Während die BBC berichtet, dass Starmer einen „geordneten“ Übergang anstrebt, zeichnet The Guardian ein deutlich kühleres Bild. Insider aus dem Umfeld des Premierministers beschreiben die Atmosphäre als angespannt, was auf eine tiefe Ressentiment innerhalb von Starmers innerem Zirkel gegenüber Burnham zurückzuführen sei, da dieser Starmer faktisch verdrängt habe.

Spannungen hinter den Kulissen: Ein „frostiges“ Treffen

„Keir hat immer wieder gezeigt, dass er die Interessen des Landes an erste Stelle setzt, aber man kann fairerweise sagen, dass das Treffen nicht das herzlichste war. Frostig, sogar“, so ein Insider aus der Downing Street, via The Guardian.

Diese persönliche Distanz spiegelt sich auch in der Verhandlung über den Zeitplan wider. Burnham hatte ursprünglich gehofft, die Regierungsgeschäfte erst im September zu übernehmen. Starmer lehnte eine solch lange Übergangsphase jedoch ab.

Streit um die Übergangsdauer und zivile Vorbereitungen

Es gab einen starken Druck aus dem Lager Burnhams, mehr Zeit zur Vorbereitung auf das Amt zu erhalten. Starmer-Loyalisten sehen darin jedoch einen Widerspruch: Wer den amtierenden Premier aus dem Amt drängen will, könne nicht gleichzeitig erwarten, dass dieser das Land durch einen potenziell schwierigen Sommer steuert, nur um eine komfortable „Krönungsphase“ zu ermöglichen.

„Es gab einen starken Druck aus dem Burnham-Lager, mehr Zeit zu bekommen. Aber warum sollten sie Keir sagen, dass sie ihn loswerden wollen, und dann erwarten, dass er das Schiff durch einen potenziell schwierigen Sommer steuert? Keir wird bei der Übergabe natürlich kooperieren, aber es wird mit zusammengepressten Zähnen geschehen“, erklärte ein Verbündeter von Starmer, via The Guardian.

Innerhalb von Burnhams Team herrscht angesichts des knappen Zeitplans Frustration. Ein hochrangiger Quelle betonte, dass die kurze Frist von drei Wochen die Konzentration fördern werde, kritisierte jedoch gleichzeitig die Vorarbeit der Vorgänger: Die letzten hatten Jahre Zeit, um sich vorzubereiten, und haben es trotzdem vermasselt. Wir werden es eben in drei Wochen erledigen müssen.

Trotz der Spannungen hat Starmer zugestimmt, dass sein wahrscheinlicher Nachfolger Gespräche mit dem Beamtenapparat führen darf, einschließlich der Kabinettssekretärin Antonia Romeo. Dieser Prozess ist normalerweise dem Oppositionsführer vor einer Generalwahl vorbehalten und soll den Weg in die Downing Street ebnen.

Prioritäten vor dem Abschied: Der Verteidigungsplan

Ein zentraler Punkt der Übergabe ist die Klärung offener politischer Fragen. Starmer erklärte gegenüber seinem Kabinett, dass er „schwierige Fragen lösen“ wolle, bevor er zurücktritt. Insbesondere die Veröffentlichung des Verteidigungs-Investitionsplans ist für ihn von hoher Priorität.

Keir Starmer and Andy Burnham hold face-to-face talks as PM pledges ‘smooth transition’

Um den Nachfolger nicht zu fesseln, hat ein Sprecher Starmers klargestellt, dass es vor seinem Ausscheiden keine „neuen größeren politischen oder ausgabenrelevanten Zusagen“ geben wird. Der Verteidigungsplan ist hiervon ausgenommen, da Starmer ihn als bereits beschlossene Sache betrachtet. Burnhams Team hat akzeptiert, dass der Premierminister dieses Thema bis zum Ende seiner Amtszeit kontrolliert.

Personalien und die neue Machtstruktur unter Burnham

Während die offizielle Besetzung noch aussteht, verdichten sich die Hinweise auf Burnhams geplante Kabinettsstruktur. Laut Berichten der BBC wird die derzeitige Schatzkanzlerin Rachel Reeves voraussichtlich eine juniorige oder mittlere Position im Kabinett angeboten bekommen. Ein Verbündeter Burnhams betonte, dass dieser Reeves respektiere und sie in seinem Top-Team sehen wolle.

Personalien und die neue Machtstruktur unter Burnham
Photo: theguardian.com

Die Frage, wer Reeves als Schatzkanzler folgen wird, bleibt offen.

  • Ed Miliband
  • Wes Streeting
  • John Healey
  • Yvette Cooper

Zudem wird erwartet, dass Burnham den ehemaligen Kabinettsminister James Purnell als Stabschef in der Downing Street einsetzt. Purnell, der zwischen 2007 und 2009 unter Gordon Brown als Kultur- sowie Arbeits- und Rentenminister tätig war, bringt Erfahrung aus der Politik sowie aus Führungspositionen bei der BBC und in der Privatwirtschaft mit.

Die operative Leitung der Übergabe übernimmt Louise Haigh, die bereits Burnhams erfolgreiche Nachwahlkampagne leitete. Unterstützt wird sie von einem Team aus Ed Miliband, der ehemaligen Ministerin Miatta Fahnbulleh, dem ehemaligen Makerfield-Abgeordneten Josh Simons sowie den MPs Anneliese Midgley und Sally Jameson.

Zwischen Erfahrung und Skepsis: Die Eignung Burnhams

Trotz der Vorbereitungen gibt es innerhalb der Labour-Hinterbänke erhebliche Zweifel an Burnhams Qualifikation für das höchste Amt. Kritiker werfen ihm vor, insbesondere in den Bereichen Außenpolitik und Verteidigung nicht ausreichend aufgestellt zu sein.

„Er ist völlig unvorbereitet und steuert direkt in einen Feuersturm“, warnte ein Labour-Abgeordneter, via The Guardian. Ein anderer bezeichnete ihn als „ernsthaft unterpowered“ in Bezug auf die internationale Strategie.

Dem halten seine Unterstützer seine umfangreiche Erfahrung entgegen. Burnham war nicht nur Minister im Schatzamt sowie in den Kultur- und Gesundheitsressorts, sondern leitete zudem neun Jahre lang die Metropole Greater Manchester als Bürgermeister. Sein Team ist davon überzeugt, dass diese Kombination aus exekutiver Erfahrung und regionaler Führung ihn für die kommenden Herausforderungen rüstet.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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