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Gesundheit

7 unexpected takeaways from the newest research on cannabis and brain effects

An der University of Colorado Anschutz Medical Campus wurde eine reduzierte Gehirnaktivität bei intensivem Cannabiskonsum nachgewiesen, während eine Untersuchung der American Medical Association (AMA) keine signifikanten kognitiven Einbußen bei Patienten unter medizinischer Behandlung nach einem Jahr regelmäßiger Anwendung feststellte. Die Ergebnisse verdeutlichen die komplexen Unterschiede zwischen medizinischer und rekreationeller Nutzung.

Verringerte Gehirnaktivität bei intensivem Konsum

Verringerte Gehirnaktivität bei intensivem Konsum
Photo: Newsweed
Eine neue Studie der University of Colorado Anschutz Medical Campus liefert Hinweise darauf, wie Cannabiskonsum die Gehirnfunktion beeinflussen kann, insbesondere in den Bereichen Gedächtnis und Aufmerksamkeit. Die Forscher analysierten Bilddaten des Gehirns von mehr als 1.000 Erwachsenen während spezifischer gedächtnisbezogener Aufgaben. Wie NBC Palm Springs berichtet, zeigte die Untersuchung eine verringerte Gehirnaktivität im Zusammenhang mit der Verarbeitung des Arbeitsgedächtnisses bei vielen Personen, die in der jüngeren Vergangenheit oder über ihr Leben hinweg intensiv Cannabis konsumiert hatten. Dr. Josh Gowin, der die Forschung leitete, erklärte, das Ziel sei es gewesen, sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen Auswirkungen des Marihuana-Konsums auf die Gehirnfunktion besser zu verstehen. Die Ergebnisse reihen sich in eine Reihe vorangegangener Studien ein, die einen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und einem erhöhten Risiko für Psychosen sowie andere kognitive Probleme herstellen konnten. Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass laufende Untersuchungen weiterhin mögliche Verbindungen zu Demenz und anderen neurologischen Erkrankungen prüfen müssen.

Medizinische Anwendung vs. Freizeitkonsum

Medizinische Anwendung vs. Freizeitkonsum
Photo: NBC Palm Springs
Im Gegensatz zu den Befunden bezüglich intensiver Nutzer zeichnet eine Untersuchung, die von der American Medical Association (AMA) durchgeführt wurde, ein differenzierteres Bild für den medizinischen Bereich. Diese Studie, die vom National Institute on Drug Abuse (NIDA) finanziert wurde, deutet darauf hin, dass die langfristigen Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit deutlich geringer ausfallen könnten als bisher angenommen. Die AMA-Studie untersuchte 57 Teilnehmer aus dem Raum Boston über einen Zeitraum von 12 Monaten. Mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) überwachten die Forscher die Gehirnaktivität während kognitiver Aufgaben in Bereichen wie dem Arbeitsgedächtnis, der Belohnungsverarbeitung und der Hemmkontrolle. Die Forscher, via Newsweed Laut Newsweed legt die Studie nahe, dass Cannabis bei moderatem Konsum zur Behandlung von chronischen Schmerzen, Angstzuständen, Depressionen oder Schlafstörungen minimale Auswirkungen auf die untersuchten kognitiven Bereiche hat. Ein entscheidender Aspekt der Untersuchung ist die Trennung zwischen medizinischem und rekreationellem Gebrauch. Während der Konsum von Freizeit-Cannabis die kognitive Funktion beeinträchtigen kann, scheint dies bei medizinisch verordnetem Cannabis nicht der Fall zu sein.

Einfluss von Dosierung und Konsummuster

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Die Diskrepanz zwischen den beiden Studien lässt sich vermutlich auf die Art des Konsums zurückführen. Forscher hypothetisieren, dass Unterschiede in der Dosierung, der Häufigkeit und der eigentlichen Intention hinter dem Konsum eine zentrale Rolle spielen. Patienten, die Cannabis aus medizinischen Gründen nutzen, folgen in der Regel einem verschriebenen Regimen, während Freizeitkonsumenten oft höhere und weniger regulierte Dosen einnehmen.
Merkmal Colorado-Studie (Allgemein/Intensiv) AMA-Studie (Medizinisch)
Stichprobengröße Über 1.000 Erwachsene 57 Teilnehmer (Boston)
Hauptergebnis Verringerte Aktivität im Arbeitsgedächtnis Keine signifikante kognitive Verschlechterung
Methodik Bildgebende Verfahren fMRI über 12 Monate
Bereits eine im Jahr 2022 durchgeführte Studie bestätigte diesen Trend: „Verschriebenes medizinisches Cannabis kann bei Patienten mit chronischen Krankheiten minimale akute Auswirkungen auf die kognitive Funktion haben.“

Einblick in die Praxis und künftige Forschung

In der Praxis wird die Vielfalt der Produkte oft als Faktor für unterschiedliche Wirkungen angeführt. Kobe, ein Mitarbeiter des Reefer Madness Dispensary and Lounge in Palm Springs, merkte an, dass verschiedene Sorten unterschiedliche Effekte erzielen können. Während einige auf Fokus und Kreativität abzielen, dienen andere der Entspannung oder dem Schlaf. Trotz der wissenschaftlichen Warnungen betont er, dass Cannabis Teil seines kreativen Prozesses in der Fotografie bleibe, mahnt jedoch zur Eigenverantwortung und Aufklärung über die Produkte. Die wissenschaftliche Gemeinschaft mahnt zur Vorsicht und betont die Notwendigkeit für weitere Daten. Wie in einer Analyse der Washington Post dargelegt wird, beobachten Experten wie Stephen Lankenau vom Medical Cannabis Research Center der Drexel University, wie die Legalisierung und die zunehmende Potenz der Produkte die Konsummuster verändern. Die Autoren der AMA-Studie – die dem Harvard Medical School, dem MIT und der University of Pennsylvania angehören – forderten weitere Untersuchungen, insbesondere für jüngere Altersgruppen und bei höheren Dosierungen. Die Autoren der AMA-Studie, via Newsweed Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Konsultieren Sie Ihren Arzt bei Fragen zu kognitiven Veränderungen oder zur medizinischen Anwendung von Cannabis.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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