Der US-Senat hat am 24. Juni 2026 eine Resolution verabschiedet, die Präsident Donald Trump auffordert, den Krieg im Iran zu beenden oder eine ausdrückliche Zustimmung des Kongresses für weitere Militäreinsätze einzuholen. Mit 50 zu 48 Stimmen, unterstützt von vier Republikanern, sendet das Parlament ein symbolisches Signal gegen die eigenmächtige Kriegsführung des Weißen Hauses.
Die Abstimmung im Senat und Trumps Reaktion

unpatriotisch. Er wirft den Kongressmitgliedern vor, die laufenden Verhandlungen über ein Friedensabkommen mit dem Iran aktiv zu behindern. Die politische Dynamik hinter dem Votum lässt sich in folgenden Punkten zusammenfassen:
- Parteienübergreifender Widerstand: Vier Republikaner brachen mit der Linie ihres Präsidenten.
- Zeitlicher Ablauf: Die Resolution folgt auf eine erste Entscheidung im Repräsentantenhaus vor drei Wochen.
- Status des Konflikts: Während das Weiße Haus auf eine bestehende Waffenruhe verweist, fordert der Kongress eine rechtliche Absicherung für alle weiteren Schritte.
Die verfassungsrechtliche Debatte um die Kriegsbefugnisse

die Befugnis (…), Krieg zu erklärenChuck Schumer, Minderheitsführer der Demokraten im Senat, via Ntv Wie Tagesschau.de berichtet, sieht die Resolution eine wichtige Ausnahme vor: Militäreinsätze, die zur Verteidigung der USA oder eines Verbündeten gegen unmittelbar bevorstehende Angriffe erforderlich sind, bleiben weiterhin ohne vorherige Genehmigung zulässig. Die Demokraten betrachten den bisherigen Verlauf des Konflikts als strategischen Misserfolg. Gregory Meeks, der die Resolution im Repräsentantenhaus vorangetrieben hatte, bezeichnete den Krieg als eine Maßnahme, die keines der zentralen US-Ziele erreicht habe. Stattdessen habe die Intervention den Iran eher gestärkt als geschwächt.
Kritik am Rahmenabkommen und finanzielle Hilfen

- Sanktionserleichterungen: Die im Abkommen vorgesehenen Lockerungen werden als zu großzügig empfunden.
- Wiederaufbauhilfen: Milliardenschwere Zahlungen für den Wiederaufbau des Iran stoßen auf heftigen Widerstand.
Kostspielig, unnötig und verheerendChuck Schumer, Minderheitsführer der Demokraten im Senat, via Ntv
Symbolik versus reale Macht im Vorfeld der Zwischenwahlen
Trotz des politischen Paukenschlags bleibt die rechtliche Wirkung der Resolution begrenzt. Da es sich um eine Resolution und nicht um ein Gesetz handelt, muss sie nicht vom Präsidenten unterzeichnet werden. Sie besitzt somit keine direkte Gesetzeskraft. Ein Beamter des Weißen Hauses erklärte gegenüber der dpa, die Resolution habekeine Bedeutung. Dennoch ist die politische Bedeutung immens. Wie Der Spiegel analysiert, zeigt das Votum den steigenden politischen Druck auf Trump. Besonders brisant ist der Zeitpunkt: In wenigen Monaten stehen die Zwischenwahlen zum Kongress an. Die Resolution fungiert somit als eine Art politisches Warnsignal. Während das Weiße Haus argumentiert, dass seit der Waffenruhe Anfang April ohnehin keine aktiven Kampfhandlungen mehr stattfinden, von denen Truppen abgezogen werden könnten, markiert das Votum eine Zäsur. Bisher leistete der Kongress kaum nennenswerten Widerstand gegen Trump – mit Ausnahme der Veröffentlichung der Epstein-Akten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob dieser symbolische Sieg des Kongresses die Verhandlungen mit Teheran beeinflusst. Jim Risch, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Senat, warnte bereits davor, dass die Resolution die Iraner dazu bewegen könnte, die Gespräche abzubrechen. Diese Gespräche sollen laut Plan bis August zu einer endgültigen Vereinbarung über das Kriegsende führen.
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