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Trump’s name is off the Kennedy Center, but a tarp is hiding the proof

In den frühen Morgenstunden des vergangenen Samstags entfernte eine Arbeitercrew den Namen von Präsident Donald Trump von der Außenfassade des Kennedy Center for the Performing Arts in Washington D.C. Die Maßnahme erfolgte nach einer Anordnung des US-Bezirksrichters Christopher Cooper, während massive Planen die Arbeiten vor der Öffentlichkeit verbargen.

Die nächtliche Entfernung und die Sichtschutz-Planen

Die nächtliche Entfernung und die Sichtschutz-Planen
Photo: CBS News
Gegen 3 Uhr morgens am Samstag entfernte ein 14-köpfiges Team die 18 Buchstaben des Schriftzugs „The Donald J. Trump and“ von der Außenwand des Gebäudes. Wie die Washington Post berichtet, blieb die eigentliche Entfernung für die meisten Beobachter unsichtbar. Zuvor hatten mehr als 200 Menschen vor dem Gebäude demonstriert und die Entfernung des Namens gefordert, doch bis zum Beginn der Arbeiten waren nur noch wenige Dutzend Personen vor Ort. Um den Vorgang zu verschleiern, errichteten die Arbeiter ein Gerüst und hüllten es in riesige weiße Planen. Laut Berichten von MS NOW löste diese Maßnahme zwischen 1 und 2 Uhr morgens Buhrufe aus der Menge aus. Während einige Fotojournalisten Bilder von Arbeitern hinter den Planen machen konnten, blieb die Fassade für die breite Öffentlichkeit über 60 Stunden lang verdeckt. Sicherheitskräfte bewachten das abgesperrte Gerüst auch nach Abschluss der Arbeiten.

Die rechtliche Grundlage des Gerichtsurteils

Die rechtliche Grundlage des Gerichtsurteils
Photo: Democracy Now!
Die Entfernung ist die direkte Folge einer Entscheidung des US-Bezirksrichters Christopher Cooper. Der Richter stellte fest, dass der Vorstand des Kennedy Centers nicht befugt war, den Namen der Institution einseitig zu ändern. In seiner Begründung, die Democracy Now! zitiert, schrieb Cooper: „Das organische Statut des Kennedy Center stellt unmissverständlich klar, dass das Zentrum nach Präsident Kennedy benannt ist und keinen anderen formalen Namen oder öffentlichen Gedenkstein auf Basis einer einseitigen Entscheidung des Vorstands tragen darf. Der Kongress gab dem Kennedy Center seinen Namen, und nur der Kongress kann ihn ändern.“ Christopher Cooper, US-Bezirksrichter Die Klage gegen die Namensänderung und die geplanten Schließungen des Zentrums wurde von der demokratischen Kongressabgeordneten Joyce Beatty eingereicht. Beatty bezeichnete die verspäteten Versuche der Trump-Administration, die Umsetzung des Urteils zu stoppen, als einen „11. Stunden-Gambit“. Nach der Entfernung des Namens erklärte sie, dass dieser Sieg den Beginn der Rückgabe des Kennedy Centers an das amerikanische Volk markiere und die Rechtsstaatlichkeit gesiegt habe.

Der neue „Trump Kennedy Center Fund“ als strategische Antwort

Trump's name comes off facade of the Kennedy Center under a white tarp #shorts
Trotz des Gerichtsurteils versucht der vom Präsidenten besetzte Vorstand, die Verbindung zu Donald Trump aufrechtzuerhalten. In einer Sitzung am vergangenen Donnerstag beschlossen die Treuhänder einstimmig die Einrichtung des „Trump Kennedy Center Fund“. Dieser neue Stiftungsfonds soll die Beiträge des Präsidenten anerkennen und bestehende private Stiftungen sowie die staatliche Förderung in Höhe von 257 Millionen US-Dollar unterstützen. Die Administration hatte zuvor in einem Gerichtsschriftsatz argumentiert, dass eine Rückkehr zum ursprünglichen Namen dazu führen würde, dass sämtliche unter dem Namen „Trump Kennedy Center“ gesammelten Spenden zurückerstattet oder terminiert werden müssten. Laut CBS News behauptete die Regierung, dass ohne den Namen „Trump“ am Gebäude die Spendensammlung zum Erliegen käme. „Wir halten uns vollständig an die Anweisung des Gerichts, während wir die rechtlichen Optionen bezüglich des einstimmigen Votums des Vorstands prüfen. Die Einrichtung des Trump Kennedy Center Fund ist dazu gedacht, die bedeutenden Beiträge und das Engagement von Präsident Donald J. Trump für Amerikas führendes Kulturzentrum anzuerkennen und gleichzeitig unsere Gründungsmission wie nie zuvor voranzutreiben.“ Roma Davari, Vizepräsidentin für Öffentlichkeitsarbeit am Kennedy Center Ein Insider gab gegenüber CBS News an, dass sich der Fonds insbesondere auf den „physischen Verfall“ des Gebäudes konzentrieren werde, ein Bereich, der aus Sicht des aktuellen Vorstands in der Vergangenheit vernachlässigt worden sei.

Institutionelle Konflikte und künstlerischer Boykott

Institutionelle Konflikte und künstlerischer Boykott
Der Streit um den Namen ist Teil einer umfassenderen Umgestaltung des Instituts durch die Trump-Administration. Im Februar kündigte Trump Pläne an, das Kennedy Center ab Juli für zwei Jahre komplett zu schließen, offiziell für Renovierungsarbeiten. Diese Schließung wurde jedoch ebenfalls von einem Richter blockiert. Die politische Einflussnahme führte bereits zu massiven Protesten innerhalb der Kunstwelt. Nachdem Trump sich selbst zum Vorsitzenden des Zentrums ernannt hatte, zogen zahlreiche Organisationen ihre Auftritte zurück, darunter das San Francisco Ballet und die Martha Graham Dance Company. Zudem kam es zu personellen Säuberungen. Marc Bamuthi Joseph, ein renommierter Künstler und Dramatiker, wurde im März 2025 aus seiner Funktion als Vizepräsident und künstlerischer Leiter der Social Impact-Initiative entlassen. Joseph beschrieb die Anbringung des Namens an dem nationalen Denkmal als eine Form der Entweihung. Er bezeichnete die Entfernung des Namens als eine notwendige Korrektur einer Handlung, die das amerikanische Horizont verengt habe.

Ausblick auf die rechtlichen Auseinandersetzungen

Obwohl die physischen Buchstaben entfernt wurden, bleibt die rechtliche Lage instabil. Der Vorstand stimmte am Freitag für eine Notfallbeschwerde, um das ursprüngliche Urteil anzufechten. Trump behält vorerst seine Rolle als Vorsitzender des Vorstands. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der neu geschaffene Fonds rechtlich Bestand hat oder ob das Gericht auch diese Form der Namensverknüpfung als Umgehung des Statuts wertet. Für die Betreiber des Zentrums steht die Balance zwischen der staatlichen Finanzierung von 257 Millionen US-Dollar und den privaten Spendenzusagen im Vordergrund, die eng an die Person Trumps geknüpft sind.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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