In der Nacht auf Samstag, den 23. Mai 2026, kam es im Zürcher Kreis 3 zu einem schweren Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus. Kurz nach 2 Uhr morgens mussten rund 30 Personen evakuiert werden, wobei zwei Verletzte zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Die betroffene Wohnung ist nach wie vor unbewohnbar.
Vollbrand und Rauchgase im Mehrfamilienhaus
Der Einsatz begann kurz nach 2 Uhr morgens, als Anwohner die Einsatzleitzentrale von Schutz & Rettung Zürich (SRZ) über Flammen informierten, die aus einer Wohnung schlugen. Als die Berufsfeuerwehr und die Stadtpolizei Zürich am Einsatzort eintrafen, stand die betroffene Wohnung bereits in Vollbrand.

Die Intensität des Feuers war so hoch, dass die Flammen bereits in Richtung des darüberliegenden Balkons vordrangen. Einem Bericht von Blick zufolge verbreitete sich der dichte Rauch zudem über das Treppenhaus und drang in mehrere andere Wohnungen des Gebäudes ein.
Um den Brandherd direkt zu bekämpfen, mussten die Einsatzkräfte eine Löschleitung über den Balkon legen und einen gezielten Löschangriff starten. Durch diese Maßnahme konnte das Feuer schließlich rasch gelöscht werden.
Evakuierung von 30 Bewohnern
Die Gefahr durch die starke Rauchentwicklung zwang die Rettungskräfte zu einem großangelegten Einsatz. Während ein Teil der Anwohner das Gebäude noch eigenständig verlassen konnte, mussten weitere Personen aktiv aus dem Gebäude gerettet werden. Wie der Polizeiticker meldete, wurden insgesamt rund 30 Personen aus dem Haus oder von den Balkonen evakuiert.
- Einsatz einer Autodrehleiter zur Rettung von den Balkonen und aus höheren Stockwerken.
- Verwendung von Fluchthauben zum Schutz der Personen vor der giftigen Rauchgasentwicklung.
- Betreuung der evakuierten Personen in einem bereitgestellten Grossraumrettungswagen.
Medizinische Versorgung und Schadstoffkontrolle
Der Einsatz forderte auch medizinische Hilfe. Mehrere Teams des Rettungsdienstes versorgten vor Ort insgesamt drei Personen medizinisch. Dabei arbeiteten die Einsatzkräfte von Schutz & Rettung Zürich eng mit einem Team des Rettungsdienstes des Spitals Limmattal sowie einem Notarzt zusammen. Zwei dieser Personen mussten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Folgen des Brandes beschränken sich nicht nur auf die unmittelbar betroffene Einheit. Laut Nau gestalteten sich die Nachlöscharbeiten als äußerst aufwendig. Da sich der Rauch im gesamten Treppenhaus ausgebreitet hatte, mussten die Einsatzkräfte sämtliche Wohnungen im Gebäude auf Rauch- und Schadstoffbelastungen kontrollieren. In diesem Zuge mussten teilweise auch verschlossene Türen geöffnet werden.
Aufgrund der massiven Rauchentwicklung war es den übrigen Bewohnern nicht möglich, in der Brandnacht in ihre Wohnungen zurückzukehren.
Ungeklärte Brandursache und Sachschäden
Die betroffene Wohnung kann derzeit nicht mehr genutzt werden und gilt als unbewohnbar. Während die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle bringen konnte, sind der genaue Sachschaden sowie die Ursache für den Ausbruch des Brandes zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar.
Die Stadtpolizei Zürich und die Berufsfeuerwehr haben die Untersuchung des Vorfalls aufgenommen, um festzustellen, wie es in der Nacht zu dem Vollbrand kommen konnte.