Mit Frankfurt Mord
schickt das ZDF am 10. Oktober 2026 eine neue Samstagabendkrimireihe an den Start. Im Zentrum stehen Kommissarin Sarah Frankfurter und ein ungewöhnliches Ermittlerduo, das sich unmittelbar nach einem anonymen One-Night-Stand am Tatort wiederfindet.
Das ZDF setzt am Samstagabend weiterhin auf Krimi-Nachschub und schickt mit der Mainmetropole einen neuen Schauplatz ins Rennen. Der Streamingstart für die erste Folge mit dem Titel Frankfurt Mord – Ein neues Leben
erfolgte bereits am 3. Oktober 2026 in der ZDF-Mediathek, bevor am 10. Oktober 2026 um 20:15 Uhr die lineare Ausstrahlung im Hauptprogramm ansteht.
Der erste Fall am Mainufer und die politische Dimension
Im Mittelpunkt der Handlung steht eine tote Juristin, deren Leiche am Flussufer vor der Skyline von Frankfurt gefunden wird. Ihr Ehemann befindet sich bereits auf dem Weg zum Flughafen, was den frisch zum Team gestoßenen jungen Kollegen Jakob Loose (gespielt von Johannes Hegemann) zu einer schnellen Annahme verleitet. Loose ist sich sicher, dass der Mann zu fliehen versuchte, und beruft sich auf Kriminalstatistiken, wonach der Täter in 70 Prozent der Fälle aus dem familiären Umfeld stammt.
Seine deutlich ältere und erfahrenere Chefin Sarah Frankfurter (gespielt von Marie-Lou Sellem) kontert diese Einschätzung jedoch mit den Worten: Wir haben es hier aber mit echten Menschen zu tun, nicht mit Statistiken.
Schnell stellt sich heraus, dass die Getötete, Nicole Geissner (gespielt von Anna Kubin), sich vor ihrem Tod öffentlich für eine Lockerung des Embryonenschutzgesetzes starkgemacht hatte. Sie und ihr Mann hatten selbst mit unerfülltem Kinderwunsch zu kämpfen, was den Kriminalfall eine komplexe politische und gesellschaftliche Dimension verleiht.

Neben dem Ehemann rücken rasch noch zwei weitere Männer in den Fokus der Ermittlungen als Tatverdächtige, wobei das Team vor der Frage steht, ob ein persönliches Motiv oder der Einsatz für die Eizellenspende hinter der Tat steckt.
Vom One-Night-Stand zum beruflichen Spannungsfeld
Neben den Ermittlungen sorgt vor allem die persönliche Vorgeschichte zwischen den Hauptfiguren für Konfliktstoff. Was für Sarah Frankfurter und Jakob Loose ein anonymer One-Night-Stand sein sollte, entpuppt sich nur wenige Stunden später an einem gemeinsamen Tatort als folgenschwere berufliche Konstellation. Während Frankfurter zunächst in Panik gerät und so tut, als ob sie Loose nicht kennt, lässt der jüngere Kollege nicht locker.

Mich hat die Konstellation zwischen den beiden auf vielen Ebenen gereizt. Die Peinlichkeit, dass sie sich nichtsahnend direkt nach einem One-Night-Stand bei der Arbeit begegnen. Der Altersabstand zwischen den beiden. Dass Sarah Jakobs Chefin ist.
Johannes Hegemann, Schauspieler, via dpa / Südkurier
Das aus Sarah Frankfurter, Jakob Loose und der von Leona Grundig dargestellten Milli Schneider bestehende Team muss in seinem Auftaktfall feststellen, dass einfache Antworten ausbleiben. Der von Johannes Hegemann verkörperte Berufsneuling Jakob Loose bringt dabei neben seinem Philosophiestudium vor allem eine offene und neugierige Art in das Kommissariat ein. Das Drehbuch stammt von Elena Lyubarskaya.
Jüdische Identität im Alltag der Kommissarin
Ein weiteres zentrales Element der Reihe ist die Darstellung der jüdischen Identität der Hauptfigur. Nach Angaben der Macher fließt dieser Aspekt vollkommen selbstverständlich in den Alltag der Kommissarin ein. Ihre Tochter bereitet sich in der Handlung beispielsweise als Rabbinerin auf das jüdische Neujahrsfest Rosch Haschana vor.
Die Drehbuchautorin betonte dazu in einer Mitteilung des Senders, dass es ihr wichtig gewesen sei, dieses Merkmal nicht als bloße Erklärung für Traumata oder Antisemitismus zu etablieren. Vielmehr bilde es einen normalen Teil von Frankfurters Leben, der neben ihrem Beruf, ihrer Familie und ihrem Liebesleben stehe. Komplettiert wird das familiäre Umfeld unter anderem durch Tante Esther, gespielt von Inge Maux, während Wolfram Koch als Sarahs Ex-Mann in einer Szene in der Synagoge zu sehen ist.
Weiterlesen