Am 10. Oktober 2026 besiegte Kentucky die ungesetzten Gäste von LSU mit 35:34 nach Verlängerung im Kroger Field in Lexington. Quarterback Kenny Minchey erzielte die spielentscheidende Two-Point-Conversion im Alleingang per Lauf, womit die Wildcats zum zweiten Mal in Folge ein enges Overtime-Spiel durch eine späte Offensivaktion für sich entschieden.
Kenny Minchey und die entscheidende Two-Point-Conversion in der Verlängerung
Nach einem Touchdown von Running Back CJ Baxter aus einem Yard Entfernung hielt Trainer Will Stein seine Offensivabteilung auf dem Feld. Quarterback Kenneth Minchey lief beim anschließenden Spielzug unberührt durch die Mitte in die Endzone.
Kenneth Minchey sagte: „Es war niemand in der Mitte, also dachte ich mir, ich laufe einfach dorthin. Wir hatten unseren Spielzug angesagt und ich war eigentlich nicht unbedingt Teil davon, aber mein Gefühl sagte mir, ich soll es tun, also lief ich durch. Es war großartig.

LSU war in der Verlängerung zuvor durch einen 15-Yard-Lauf von Quarterback Sam Leavitt in Führung gegangen, doch der Extrapunkt von Scott Starzyk reichte am Ende nicht aus, weil Kentucky die Partie mit dem eigenen Risiko-Spielzug noch drehte.
Die Wildcats setzten sich in einem packenden Duell durch, bei dem beide Mannschaften im Laufe des Abends mehrfach dem Sieg nahe schienen. Für das Team aus Kentucky bedeutete dieser Erfolg den dritten Heimsieg in Folge gegen die Tigers nach den Jahren 2007, 2021 und 2026. Zugleich schrieb die Mannschaft von Trainer Will Stein Geschichte: Als erstes Team in der Geschichte des FBS gelang es den Wildcats, zwei aufeinanderfolgende Verlängerungsspiele mit exakt einem Punkt Unterschied für sich zu entscheiden, nachdem sie bereits in der Vorwoche South Carolina auf identische Art und Weise bezwungen hatten.
Adam Zouaguis spätes Field Goal rettet Kentucky in die Verlängerung
Lange sah es so aus, als würde LSU den Auswärtssieg über die Zeit bringen. Im finalen Viertel drehten die Gäste das Spiel unter anderem durch einen 41-Yard-Trickspielzug, bei dem Receiver Jackson Harris einen Pass auf Tight End Roman Mothershed warf, was eine 27:24-Führung für die Tigers einbrachte. Dieser Spielzug war notwendig geworden, nachdem sich der etatmäßige Tight End Trey’Dez Green wenige Wochen zuvor bei einer Partie in Ole Miss verletzt hatte.
Doch eine Minute vor dem Ende bekamen die Wildcats nach einem Drive über das eigene Spielfeld noch eine Chance. Zouagui verwandelte ein Field Goal aus 33 Yards mit verbleibenden 12 Sekunden auf der Uhr zum 27:27-Ausgleich und erzwang damit die Verlängerung vor einer frenetischen Kulisse.

Finanzieller Aufwand und verfehlte Erwartungen bei den Tigers aus Louisiana
Die Niederlage trifft LSU tief im Kampf um die Playoff-Plätze und stürzt die Hoffnungen des Teams in erhebliche Gefahr. Nach dem Schlusspfiff strömten große Teile der ausverkauften Zuschauerkulisse auf das Spielfeld im Kroger Field, um den sensationellen Heimsieg gegen einen Top-10-Gegner zu feiern.
Lane Kiffin erklärte: „Enttäuschend in allen drei Phasen. Wenn man nicht liefert, dann liefert man eben nicht. Beim Punt-Return, dem 55-Yard-Touchdown von Brock Coffman, hatten wir einen Spieler da, der ihn hätte tackle sollen, und er hat ihn nicht getackelt. Wenn man nicht liefert, wird man gegen ein gutes Team gnadenlos bestraft.
Auf Seiten der Wildcats überlagerten Stolz und Erleichterung die Strapazen des engen Spiels. Trotz personeller Rückgänge in der Defensive, wo unter anderem drei Linebacker, zwei Defensive Backs und ein Defensive Lineman fehlten, hielt das Team stand.
Will Stein sagte: „Ich stehe unter Schock. Wir haben eine verdammt gute Football-Mannschaft. Die Leute schreiben uns ab. Ich habe heute Morgen ein Foto von ‚College GameDay‘ gemacht; alle haben LSU getippt. Macht ruhig weiter so. Das gibt uns jede Menge Treibstoff.

Statistiken und kommende Aufgaben im Spielplan beider Teams
Im teaminternen Vergleich dominierte Kentucky in einigen Offensivwerten das Geschehen. Quarterback Kenny Minchey beendete die Partie mit 246 Yards Raumgewinn durch 23 erfolgreiche Pässe aus 36 Versuchen, wobei der Großteil dieser Yards erst in der zweiten Hälfte erzielt wurde. Auch der aus Louisiana stammende Freshman-Receiver Kenneth Darby trug mit vier gefangenen Pässen über insgesamt 79 Yards entscheidend bei; sein Catch über 22 Yards in der Verlängerung bereitete den Weg an die 1-Yard-Linie von LSU.
LSU-Quarterback Sam Leavitt kam auf 275 Yards, brachte 25 von 34 Pässen an den Mann, erzielte zwei Touchdowns und steuerte einen eigenen Lauf über 15 Yards bei, leistete sich jedoch auch eine Interception und den spielentscheidenden Fumble in der regulären Spielzeit. Die hochkarätige Offensive der Tigers, die vor dem Spiel im nationalen Schnitt noch 547,8 Yards pro Partie erzielt hatte, wurde von der Wildcats-Verteidigung auf 410 Yards limitiert.
Verwandte Artikel