Am Wochenende vom 31. Oktober bis zum 1. November 2026 bestimmt der Hochdruckkeil Jurij die Schweiz und sorgt für eine klassische Inversionswetterlage. Während im Flachland zäher Hochnebel mit einer Obergrenze bis zu 1600 Metern dominiert, geniessen Menschen in den Bergen strahlenden Sonnenschein bei milden Werten in der Höhe.
Herbstwetter zeigt sich von seiner gespaltenen Seite. Wer am Wochenende im Schweizer Mittelland unterwegs ist, blickt meist in eine graue Suppe. Die Bise drückt feuchte Kontinentalluft an die Alpennordseite und presst den Nebel fest in die Niederungen gemäss den Berichten von Nau. Die Obergrenze dieser zähen Schicht liegt zwischen 1300 und 1600 Metern. Ein Hochdruckgebiet über Norddeutschland bestimmt das Wetter in der Schweiz, während der Wetterdienst Meteo Schweiz erklärt, dass bis und mit Samstag trockene und recht milde Luft zum Alpenraum strömt.
Das Kontrastprogramm zwischen Flachland und Bergspitzen
Unten grau, oben blau: Diese Formel fasst die aktuellen Aussichten treffend zusammen. Wer dem trüben Dunst entkommen will, muss lediglich die Nebelgrenze durchbrechen. Ab rund 1400 Metern Höhe reißt die Wolkendecke auf und macht Platz für strahlenden Sonnenschein. Wer es auf 1300 bis 1600 Meter und höher schafft, wird laut den Beschreibungen mit strahlendem Sonnenschein und einer fantastischen Aussicht belohnt. Im Osten wird der Hochnebel höher reichen, und dort steigt seine Obergrenze zeitweise auf 2000 bis 2500 Meter, während in den zentralen und östlichen Alpen Wolkenfelder aufziehen.

Im Flachland erreichen die Temperaturen tagsüber rund 5 bis 10 Grad, begleitet von einer mäßigen Bise. Ganz anders stellt sich die Lage im Süden dar. Im Tessin bleibt es mit Höchstwerten von 14 bis 17 Grad deutlich milder, und morgendliche Nebelfelder lösen sich dort im Tagesverlauf rasch auf wie Blick berichtet. Das übergeordnete Hochdruckgebiet steuert das Geschehen, während die Bise mässig feuchte Kontinentalluft heranführt und die Obergrenze des Nebels lokal beeinflusst.
Höhentief bringt am Sonntag Schnee bis auf 1000 Meter
Die Nullgradgrenze sinkt rasch auf knapp 1500 Meter ab. In den zentralen und östlichen Alpen ziehen dichte Wolkenfelder auf. Ein Höhentief bringt der Schweiz am Sonntag Kälte und lokal Schnee bis auf rund 1000 Meter.
#Schweiz: Hochnebel auf der Alpensüdseite sowie im Mittelland, Sonnenschein in den Alpen und auf den Bergen – der aktuelle Satellitenfilm (für Details in die Kantone und Bezirke). /PHhttps://t.co/u8PfjolfMg
— https://x.com/Alpinwetter/status/2112093063459783029
Lokal fällt etwas Niederschlag. Die Schneefallgrenze sinkt dabei auf rund 1000 Meter, während es in tieferen Lagen unterhalb dieser Marke leicht regnen kann. Im Tagesverlauf kann die Bise zwar größere Lücken in die Wolkendecke reißen, doch im Norden verändern sich die Werte kaum: Nach morgendlichen 3 Grad zeigt das Thermometer am Nachmittag rund 9 Grad laut der Meldung von 20 Minuten. In der Höhe kühlt es markant ab, und auf 2000 Metern ist mit einem deutlichen Rückgang auf minus 4 Grad zu rechnen, während im Flachland das graue Einerlei vorerst anhält.
Hochdruckeinfluss und der Blick auf kommende Kälte
Ab Montag verlagert sich das Wettergeschehen unter den Einfluss eines Hochs im Raum Schottland und Nordsee, welches sich bis weit über die Wochenmitte hinaus hält. Der Hochnebel im Flachland wird wieder zäher, breitet sich erneut aus und reicht zeitweise tief in die Alpentäler hinein. Die Obergrenze pendelt zwischen 1500 und 2000 Metern, und die Höchstwerte im Norden sinken auf 5 bis 8 Grad. Am Montag sorgt das Hoch für eine Kombination aus Hochnebel und Sonne, während die Nullgradgrenze bis Freitag wieder auf knapp 3000 Meter ansteigt und in den Niederungen Temperaturen von 5 bis 9 Grad erreicht werden.

Der meteorologische Blick richtet sich bereits auf den weiteren Verlauf des November. Um den 10. November droht eisige Polarluft nach Mitteleuropa zu strömen. Auf rund 1500 Metern Höhe drohen zudem Temperaturen von minus 6 bis minus 10 Grad, was bei einem allfälligen Eintreffen der Polarluft eine bitterkalt geprägte Phase einläuten könnte.
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