Norwegen kehrt 2026 erstmals seit 28 Jahren zur Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA zurück. Das Team qualifizierte sich mit acht Siegen aus acht Spielen und 37 Toren souverän. Angeführt von Erling Haaland, der laut T-Online bereits seinen Debüttreffer erzielte, gilt die Mannschaft als Geheimfavorit des Turniers. Die Teilnahme ist besonders bedeutsam, da Norwegen seit der WM 1998 kein Turnier dieser Größenordnung mehr erreicht hat. Die diesjährige WM markiert zudem einen Wendepunkt in der Geschichte des Wettbewerbs, da das Format erstmals auf 48 Teilnehmer erweitert wurde, was die Qualifikationswege für europäische Nationen verändert hat.
Eine Qualifikation ohne Punktverlust
Der Weg der „Löwen“ zur WM 2026 war von einer beispiellosen Dominanz geprägt. In der europäischen Qualifikationsphase ging Norwegen mit acht Siegen aus acht Partien durch die Gruppe. Mit 37 erzielten Treffern bei lediglich fünf Gegentoren setzte sich das Team an die Spitze des europäischen Vergleichs. Diese offensive Effizienz ermöglichte es dem Team, die Qualifikation bereits vor dem letzten Spieltag mathematisch zu entscheiden.
Während Gegner wie Estland, Moldau und Israel kaum eine Gefahr darstellten, war der Sieg über Italien das entscheidende Signal. Norwegen besiegte die Squadra Azzurra zweimal, was letztlich dazu führte, dass Italien die Qualifikation erneut verpasste. Dieser Misserfolg für Italien unterstreicht die neue Machtverschiebung innerhalb der europäischen Qualifikationsgruppen. Laut n-tv trat das Team dabei in der Rolle des Geheimfavoriten auf.
„folgt gleich in der Rolle des Geheimfavoriten.Wie lief die Qualifikation? Die Qualifikation für das XXL-Turnier in Kanada, Mexiko und den USA war ein voller Erfolg für Norwegen. Die Haaland-Truppe netzte und netzte. Keiner konnte sie stoppen. Am Ende standen 37 Tore bei 5 Gegentoren zu Buche. Konkurrenzlose Spitze im europäischen Vergleich. Mit acht Siegen aus acht Partien gingen die“
Norwegen-Kader, via n-tv
Die offensive Macht von Haaland und Ødegaard
Das Zentrum des norwegischen Erfolgs ist die Synergie zwischen Erling Haaland und Martin Ødegaard. Haaland, der Star von Manchester City, trug die Mannschaft mit 16 Toren durch die Qualifikation. Seine Formkurve ist steil: In der vergangenen Vereinssaison erzielte er 38 Tore und gab neun Vorlagen. Seine physische Präsenz und Abschlussstärke machen ihn zu einem der gefährlichsten Stürmer der Welt, was Norwegen in jeder Spielphase eine Bedrohung darstellt.
Als Kapitän steuert Ødegaard das Spiel aus dem zentralen Mittelfeld. Der Arsenal-Spieler, der seinen Verein zum Premier-League-Titel und ins Champions-League-Finale führte, war in der Qualifikation der erfolgreichste Vorlagengeber Europas mit sieben Assists. Ødegaards Fähigkeit, Lücken in gegnerischen Abwehrreihen zu finden und präzise Bälle auf Haaland zu spielen, bildet das taktische Rückgrat der Mannschaft.
Die offensive Tiefe geht jedoch über das Duo hinaus. Norwegen setzt auf eine physisch starke Sturmreihe, die verschiedene taktische Optionen ermöglicht:
- Alexander Sorloth: Der ehemalige RB Leipzig-Spieler verstärkt den Angriff nun im Trikot von Atlético Madrid und bringt zusätzliche Erfahrung aus der spanischen La Liga ein.
- Jörgen Strand Larsen: Der vom Conference-League-Sieger Crystal Palace verpflichtete Stürmer (Marktwert 50 Millionen Euro) glänzte zuletzt mit einem Doppelpack gegen Schweden.
- Antonio Nusa: Das 21-jährige Talent von RB Leipzig sorgt als dribbelstarker Linksaußen für zusätzliche Dynamik und kann gegnerische Formationen durch seine Schnelligkeit auseinanderziehen.
Defensive Defizite als Achillesferse
Trotz der offensiven Übermacht gibt es in der Bilanz eine deutliche Diskrepanz. Während der Angriff Weltklasse-Niveau erreicht hat, ist die Defensive auf dem Papier die Schwachstelle. Zwar gilt Sander Berge vom FC Fulham als verlässlicher Abräumer im defensiven Mittelfeld, doch die Innenverteidigung wirft Fragen auf.
Das wahrscheinliche Duo aus Kristoffer Ajer (FC Brentford) und Torbjörn Heggem (FC Bologna) könnte laut Analysen von n-tv der internationalen Spitzenklasse nicht ganz gewachsen sein. Diese Instabilität könnte in der K.-o.-Phase des Turniers zum Problem werden, wenn die Gegner weniger Fehler machen als die Teams aus der Qualifikationsphase. In einem Turnierformat, bei dem ein einziges Gegentor das Aus bedeuten kann, ist die Abstimmung zwischen Torhüter und Abwehrkette entscheidend.
Formkurve und die Herausforderungen in Gruppe I
Die Vorbereitungsphase vor dem Turnier zeigte ein gemischtes Bild. Im März gab es eine 1:2-Niederlage gegen die Niederlande in Amsterdam sowie ein torloses Remis gegen die Schweiz. Ein Lichtblick war der 3:1-Sieg gegen Schweden, den Norwegen auch ohne die Ausfälle von Haaland und Ødegaard für sich entscheiden konnte, was die wachsende Tiefe des Kaders beweist.

Nun wartet die Gruppenphase in Gruppe I, in der Norwegen gegen Frankreich, den Irak und Senegal antritt. Die Herausforderung ist besonders hoch, da Frankreich als einer der Top-Favoriten des Turniers gilt und Senegal als starke Kraft aus Afrika die physische Herausforderung erhöht. Die Herausforderung besteht darin, die offensive Power so zu organisieren, dass sie die defensiven Lücken kompensiert.
„Wir haben Weltklassespieler und wir sind gut organisiert. Also können wir mit ein bisschen Glück das Finale erreichen“
Vertreter des norwegischen Teams, via n-tv
Das Team unter Trainer Ståle Solbakken, der zwischen 2011 und 2012 den 1. FC Köln führte, muss nun beweisen, dass die Qualifikationsbilanz kein statistischer Ausreißer war. Die Kombination aus Haalands Torgefährlichkeit und Ødegaards Spielleitung macht Norwegen zu einem Team, das jedes Spiel entscheiden kann, sofern die Defensive stabil bleibt. Der Erfolg in Nordamerika wird maßgeblich davon abhängen, ob Solbakken die Balance zwischen dem aggressiven Angriffspiel und der notwendigen Absicherung in der eigenen Hälfte findet.
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