Nebraska verspielte am 31. Oktober 2026 im Memorial Stadium eine späte Führung gegen Washington und verlor das Big-Ten-Duell mit 17:10.
Späte Wende im Memorial Stadium durch Williams und Lawson
Für 55 Minuten und 31 Sekunden dominierten die Abwehrreihen das Spiel am Halloween-Abend in Lincoln. Die Hausherren aus Nebraska führten mit 7:3, gestützt auf eine hartnäckige Defensive, die den Gegner weitgehend neutralisierte.
Doch im Schlussviertel wendete sich das Blatt dramatisch. Washingtons Cheftrainer Jedd Fisch ersetzte den bisherigen Quarterback Elijah Brown durch den wendigen Demond Williams Jr., der der Offensivabteilung neues Leben einhauchte.
Die Entscheidung fiel in den letzten Minuten. Nach einem weiten Raumgewinn bis an die gegnerische 25-Yard-Linie nutzte Williams eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr der Cornhuskers. Er fand seinen Receiver Chris Lawson an der linken Seitenlinie, der einen Verteidiger ausspielte und den Ball zum spielentscheidenden Touchdown über die Goallinie brachte.

Washingtons Cheftrainer Jedd Fisch sagte: „Demond und Chris waren absolut auf derselben Wellenlänge, und wie sie harmonierten, lief wie am Schnürchen. Und dann hat Chris einen Mann aussteigen lassen und punktet.
Vor dieser entscheidenden Szene stand Washington im vierten Viertel bei einem vierten Versuch und 18 zu überwindenden Yards unter massivem Druck. Williams war dabei starker Bedrängnis ausgesetzt, als er den Ball in Richtung der linken Seitenlinie warf. Lawson fing das Leder in der Luft, während er nach hinten stürzte, und hielt dabei beide Füße im Spielfeld, was einen Raumgewinn von 24 Yards einbrachte. Nur zwei Spielzüge später folgte der kurze Pass an der Seitenlinie, den Lawson nach einer Körpertäuschung gegen den Verteidiger erfolgreich in die Endzone trug.
Die Partie war als zweites jährliches Blackout-Spiel der Cornhuskers angesetzt worden und diente zugleich als bedeutendes Wochenende für den Rekrutierungsnachwuchs. Mehr als 35 Prospects, darunter 22 Vier-Sterne-Talente oder Spieler mit noch höherer Einstufung, besuchten das Memorial Stadium. Trainer Edgards- und Linien-Spezialisten wie Roy Manning und Corey Brown erlebten mit ihrem neu formierten Stab hautnah, wie sich die Kulisse auf die Gäste auswirkte. Der Kader der Huskies stand vor der Aufgabe, sich gegen die beste Third-Down-Defensive des Landes zu behaupten. Cheftrainer Jedd Fisch hatte vor der Begegnung betont, dass eine hohe Effizienz bei den ersten beiden Versuchen der Schlüssel sei, um den starken Dritten Versuchen der Hausherren aus dem Weg zu gehen. Die Huskies reisten mit einer Gesamtbilanz von vier Siegen und drei Niederlagen nach Lincoln, nachdem sie zwei Wochen zuvor in West Lafayette gegen Purdue mit 38:26 gewonnen und danach eine spielfreie Woche absolviert hatten.
Vergebene Chancen der Cornhuskers in der Schlussphase
Für Nebraska bedeutete die Niederlage das dritte Spiel in Folge, das in den Schlussminuten verloren ging. Zuvor hatten die Cornhuskers bereits gegen Indiana und Oregon knappe Vorsprünge im letzten Viertel verspielt. Chefcoach Matt Rhule übernahm nach der Partie die Verantwortung für den erneuten Einbruch seiner Mannschaft.
Dabei hatte sich die Mannschaft von Matt Rhule zuvor dank einer starken kämpferischen Leistung eine gute Ausgangslage erarbeitet. Im ersten Viertel brachte Quarterback Anthony Colandrea einen 24-Yard-Pass auf Carter Nelson in die Endzone, der die frühe Führung der Gastgeber einbrachte. Doch im weiteren Verlauf häuften sich die Fehler. Colandrea leistete sich drei entscheidende Interceptions, darunter einen späten Pick-Six über 48 Yards von Alex McLaughlin, der die Partie endgültig entschied.
Die Offensivbemühungen der Hausherren litten im weiteren Verlauf stark unter den Ballverlusten. Bereits zu Beginn der Partie fing Safety Rylon Dillard-Allen einen tiefen Pass von Colandrea ab und stoppte den ersten Angriffsversuch. Später im Spiel verfehlte Kicker Kyle Cunanan einen Versuch aus 36 Yards deutlich, was die Chance auf eine komfortablere Führung zunichtemachte. Auch im weiteren Verlauf des Schlussabschnitts gelang es der Abwehr von Nebraska nicht, die wendigen Angriffe von Williams dauerhaft zu stoppen, der unter anderem bei einem dritten Versuch und 15 Yards Raumverlust an der eigenen 14-Yard-Linie mit einem 17-Yard-Lauf das Spielgerät rettete.

Statistische Einordnung und Blick auf die kommenden Wochen
Die Defensivleistungen prägten das Spiel über weite Strecken. Washington tat sich extrem schwer und generierte im gesamten Spiel lediglich 267 Yards Raumgewinn, ehe die späte Aufholjagd gelang. Vor dem entscheidenden Touchdown hatte der Gast von acht Angriffsversuchen acht mit einem Punt beenden müssen. Auf der Gegenseite verpasste Kicker Kyle Cunanan beim Stand von 7:3 einen 36-Yard-Field-Goalversuch im vierten Viertel, der die Führung hätte ausbauen können.
| Statistischer Wert | Washington Huskies | Nebraska Cornhuskers |
|---|---|---|
| Endstand | 17 | 10 |
| Bilanz nach dem Spiel | 5-3 (2-3 Big Ten) | 5-3 (2-3 Big Ten) |
| Gesamtraumgewinn | 267 Yards | Werte durch Ballverluste belastet |
| Nächstes Spiel | gegen Penn State (7. November) | bei Illinois (Freitagabend) |
Mit diesem Auswärtserfolg, zu dem Chris Lawson insgesamt 12 Catches für 155 Yards beitrug, klettern die Huskies in der Tabelle der Big Ten nach oben. Für Washington steht am kommenden Samstag das Heimspiel gegen Penn State an. Nebraska reist bereits am Freitagabend nach Illinois, um den Negativlauf zu stoppen.