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Unterhaltung

Warner-Bros-Film Digger floppt am Startwochenende

Der Warner-Bros.-Film „Digger“ unter Regie von Alejandro González Iñárritu und mit Tom Cruise in der Hauptrolle steuert auf ein schwaches Einspielergebnis zu. Vor der für Dienstag angesetzten Übernahme durch Paramount Skydance verzeichnet das Studio mit dem R-Rating-Film einen Einbruch am Eröffnungswochenende.”

Der Kinostart von „Digger“ markiert das Ende einer Ära bei Warner Bros. Discovery. Am 6. Oktober 2026 greift die umstrittene Übernahme durch Paramount Skydance. Während das Studio im Vorjahr noch Erfolge wie Sinners und Weapons sowie den Oscar-Gewinner One Battle After Another feierte, lief das Jahr 2026 für die Filmsparte bislang enttäuschend. Kein einziger Kinofilm des Studios knackte in diesem Jahr die Marke von 100 Millionen US-Dollar im Einspiel, wie die Branchenbeobachtung zeigt.

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Millionenverluste und schwache Besucherzahlen für Tom Cruise

Am Eröffnungswochenende in mehr als 3.000 nordamerikanischen Kinos spielte die Satire über einen exzentrischen Ölbaron lediglich rund 8 Millionen US-Dollar ein. Das Publikum vergab beim Marketing-Forschungsdienst CinemaScore lediglich die Note C. Das Budget für die Produktion lag nach Angaben des Studios bei 125 Millionen US-Dollar. Andere Branchenquellen taxieren die Gesamtkosten aufgrund von Verzögerungen – unter anderem wegen einer Verletzung von Darsteller John Goodman am Set – auf 150 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen Marketingausgaben von fast 100 Millionen US-Dollar. Branchenexperten rechnen daher mit einem Gesamtverlust von 125 Millionen bis 150 Millionen US-Dollar für das Studio. Der Film ist die letzte Veröffentlichung von Warner Bros. vor dem Zusammenschluss, zu dessen weiterer Besetzung neben Tom Cruise auch Riz Ahmed, Sandra Hüller, Jesse Plemons und Michael Stuhlbarg gehören. Für Regisseur Alejandro González Iñárritu, der zuvor mit Birdman und The Revenant zwei sehr unterschiedliche Filme zu aufeinanderfolgenden Best-Picture-Nominierungen führte, bedeutet die gespaltene Kritik eine schwere Last, während die Beteiligten unter der Leitung von Pamela Abdy und Michael De Luca weiterhin an den Filmemacher glauben.

Im Fall von Digger kommt erschwerend hinzu, dass Cruise in der Rolle des gealterten, grauhaarigen Öl-Tycoons Digger Rockwell zu sehen ist.

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Die wirtschaftliche Ausgangslage vor dem Paramount-Skydance-Zusammenschluss

Die Einnahmen der Film- und Fernsehsparte von Warner Bros. sanken im laufenden Jahr von 12,6 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf voraussichtlich 11,1 Milliarden US-Dollar. Die Fusion mit Paramount Skydance ist das bestimmende Thema für die Angestellten des Studios. Im Zuge einer kartellrechtlichen Einigung mit zwölf Bundesstaatsanwälten unter der Führung von Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta ist das kombinierte Unternehmen rechtlich verpflichtet, mindestens 30 Filme pro Jahr in die Kinos zu bringen. Paramount-Chef David Ellison erklärte zuvor, dass beide Studios jeweils 15 Produktionen beisteuern sollen.

Analysten betonen, dass das Studiogeschäft der Hauptgrund für die Übernahme durch Paramount Skydance ist. Everything starts with the studios, wurde mit Blick auf die Bedeutung der Studios erklärt.

Kommende Kinostarts und Restrukturierung des Filmportfolios

Trotz des aktuellen Misserfolgs hält das Studio an weiteren Veröffentlichungen fest, die bereits vor dem Zusammenschluss auf den Weg gebracht wurden.

Es ist noch unklar, ob das neue Management unter Paramount die Strategie großer Autorenfilme fortführen wird. Das weitere Schicksal von Produktionen im Stile von Alejandro González Iñárritus Satire ist im Rahmen der künftigen Programmausrichtung noch unklar.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.