Der neue Tom-Cruise-Film „Digger ist mit Einnahmen von rund 8 Millionen US-Dollar schwach in den nordamerikanischen Kinos gestartet. Das von Alejandro González Iñárritu inszenierte Werk bleibt damit hinter den Erwartungen des Verleihs Warner Bros. zurück und wird von einer harten Kritik und einem C+-CinemaScore begleitet.
Der am Freitag angelaufene Film „Digger“ markiert einen schweren Stand für den Hollywood-Star. Das Budget des R-Rated-Dramas belief sich laut Berichten auf 125 Millionen US-Dollar, während interne Kreise von tatsächlichen Kosten zwischen 160 und 180 Millionen US-Dollar sprechen. Damit der Film in seiner weltweiten Auswertung die Gewinnschwelle erreicht, sind laut Branchenanalysen Einnahmen von über 300 Millionen US-Dollar nötig. Die Erlöse am Startwochenende belaufen sich in Nordamerika schätzungsweise auf lediglich 7,5 bis 8 Millionen US-Dollar aus 3.300 bis 3.321 Kinos, wie The Hollywood Reporter und Variety berichten.”
ÖlTycoon, Roboterkatze und ein theatraler Twist
Die Handlung beginnt in der Optik einer satirischen Parabel über Gier und Klimawandel. Der Twist enthüllt, dass es sich um Tech-Proben für ein Theaterstück handelt, bei denen der Schauspieler Curtis Markson unter Masken und Prothesen agiert. Zuvor war der Film von Warner Bros. als Werk angekündigt worden, das niedriger als erwartet anläuft und den niedrigsten Kinostart für Tom Cruise seit dem Kriegsdrama „Lions for Lambsaus dem Jahr 2007 darstellt, welches mit 6,7 Millionen US-Dollar startete.
Dieser Strukturwandel überrumpelte das Publikum. Von den Kinogängern gab es eine enttäuschende Bewertung von C+ im CinemaScore, was zu den schwächsten Noten in der Karriere des Hauptdarstellers zählt. Kritiker zeigten sich tief gespalten. Während Kritiker wie Pete Hammond von Deadline das Werk als einzigartig im großen Hollywood-Kino lobten, urteilte der Chefkritiker David Rooney vom Hollywood Reporter scharf, der Film sei dead and buried
. Anthony D’Alessandro berichtete zudem für Deadline von den Zahlen des Eröffnungswochenendes, während Paul Dergarabedian gegenüber dem Hollywood Reporter betonte, dass man die Erwartungen an das anpassen müsse, was dieser spezifische Film darstelle, anstatt rein auf den Namen Tom Cruise zu blicken.
Reaktionen von Tom Cruise und Einordnung des Studios
Trotz der schwachen Einspielergebnisse und des niedrigeren Starts seit dem 2007er-Drama Lions for Lambs zeigte sich der Hauptdarsteller auf Instagram dankbar. Hauptdarsteller Tom Cruise erklärte: „Ich fühle mich so geehrt, die Gelegenheit gehabt zu haben, diesen Film Seite an Seite mit solch talentierten Künstlern zu erschaffen. Vielen Dank an die gesamte Besetzung und Crew für Ihr Engagement, Ihre harte Arbeit und Ihre Freude. Die Erfahrung war wahrlich unvergesslich und ich bin so stolz auf das, was wir geschaffen haben.

Regisseur Alejandro González Iñárritu erklärte im Vorfeld, er habe den Film gezielt für die Generation Z gedreht. Statistische Auswertungen zum Publikum bestätigen dies: 60 Prozent der Kinogänger waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, während der männliche Publikumsanteil bei über 70 Prozent lag. Der Verleih Warner Bros. blickt derweil auf ein schwieriges Jahr zurück, in dem eine Reihe von Flops wie Maggie Gyllenhaal’s Punkrock-Film „The Bride!“ und die DC-Comicverfilmung „Supergirlverzeichnet wurden. Zudem fällt der Kinostart in die finalen Tage von Warner Bros. als eigenständiges Studio, da die 111 Milliarden US-Dollar schwere Fusion mit Paramount Skydance für den 6. Oktober angesetzt ist.
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Konkurrenz an den Kinokassen und das Wochenende auf Platz eins
An der Spitze der nordamerikanischen Kinocharts steht währenddessen die Romanverfilmung Verity von Amazon MGM Studios. Der von Michael Showalter inszenierte Psycho-Thriller mit Anne Hathaway, Dakota Johnson und Josh Hartnett spielte am Freitag 15,1 Millionen US-Dollar aus 3,510 Kinos ein und steuert auf ein Wochenendergebnis von rund 33,6 Millionen US-Dollar zu. Die Adaption des Romans von Colleen Hoover reiht sich damit in eine Serie von Verfilmungen ein, zu denen 2024 „It Ends With Us“ (Sony), 2025 „Regretting You“ (Paramount) und 2026 „Reminders of Him“ (Universal) gehören. Auf dem weiteren Kinomarkt startete Lionsgates „Beware Boiúna“ mit rund 500.000 US-Dollar aus 1.121 Kinos, während A24 mit Lance Oppenheim’s faktenbasiertem Thriller „Primetime“ – über Chris Hansens Zeit bei der NBC-Sendung „To Catch a Predator“ mit Robert Pattinson in der Rolle des Journalisten – schätzungsweise 8 Millionen US-Dollar einspielte und damit auf ein Gesamtergebnis von rund 34 Millionen US-Dollar kommt. Sony verzeichnet mit dem Videospiel-Reboot Resident Evil auf dem zweiten Platz ein stabiles Einspielergebnis von weiteren 3,62 Millionen US-Dollar am Freitag, was das Gesamtergebnis auf 124,395 Millionen US-Dollar anhebt, während Paramount Pictures mit „The Heart of the Beast3,15 millionen US-Dollar und ein kumuliertes Ergebnis von 38,39 Millionen US-Dollar verzeichnet.
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