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Vivek Ramaswamys Kampagne übernimmt Verantwortung für Angriffsvideo

Viveks Ramasewys Kampagne hat am Dienstag in Ohio die Verantwortung für ein virales Angriffsvideo gegen die demokratische Gouverneurskandidatin Amy Acton übernommen. Der Spot, der Actons entfremdete Mutter zeigt, löst eine heftige Kontroverse im Bundesstaat aus und zieht scharfe Kritik von Amtsinhaber Mike DeWine sowie eine Gegenreaktion von Donald Trump nach sich.

Das Wahlkampfteam von Vivek Ramaswamy räumte am späten Dienstagabend ein, das Video produziert zu haben, das den bereits hart geführten Wettbewerb um das Amt des Gouverneurs in Ohio weiter anheizt nach Berichten von NBC News. Im Zentrum des Spots steht Donna Arthur, die in dem einminütigen Werbevideo ihre Tochter Amy Acton als Lügnerin bezeichnet und die Wähler auffordert, nicht für sie zu stimmen. Für die Ausstrahlung des Spots plant das Ramaswamy-Team eine Werbekampagne im Wert von vier Millionen Dollar für Sendezeiten im gesamten Bundesstaat.

Amy Actons Familie und die Hintergründe zum Video

Die Veröffentlichung des Videos führte zu heftigen Reaktionen im politischen Lager der Demokraten. Das Team von Amy Acton verurteilte das Video als Versuch, eine entfremdete und missbräuchliche Mutter als Plattform zu nutzen laut NBC News. Acton selbst hat in der Öffentlichkeit darüber gesprochen, als Kind von dem Ehemann ihrer Mutter sexuell missbraucht worden zu sein. Ihr Bruder Philip Stearns bestätigte diese Schilderung in einem Video für Actons Kampagne und erklärte, dass ihre leibliche Mutter bis zu dessen Tod mit dem Vergewaltiger verheiratet geblieben sei.

Nach Angaben von Amy Acton hat sie ihre Mutter seit fast 50 Jahren weder gesehen noch mit ihr gesprochen. Donna Arthur reagierte bislang nicht auf Anfragen von NBC News. Die Vorwürfe des Missbrauchs werden in dem Ramaswamy-Wahlwerbespot nicht direkt erwähnt.

Parteiführung und Reaktionen von Mike DeWine und Donald Trump

Der republikanische Gouverneur Mike DeWine, der Ramaswamy für seine Nachfolge unterstützt hatte, berief am Donnerstag eine Pressekonferenz ein, um das Video öffentlich zu kritisieren. Der Werbespot ist auf den ersten Blick zutiefst, zutiefst besorgniserregend, sagte DeWine, der in seiner früheren juristischen Laufbahn Sexualdelikte strafrechtlich verfolgt hatte. Er verwies auf die Familiengeschichte, in der der Ehemann nach einer Anklage durch ein Geschworenengericht geflohen war und die Kinder die Mutter danach nicht mehr wiedersah. DeWine rief die Ramaswamy-Kampagne dazu auf, den Spot zurückzuziehen, betonte jedoch, dass er an seiner generellen Unterstützung für das Ticket der Republikaner festhalte.

Also ist es falsch, diesen Spot zu schalten, und selbst zu diesem späten Zeitpunkt — meine Frau Fran sah den Spot heute Morgen im Fernsehen — würde ich die Ramaswamy-Kampagne einfach drängen, diesen herauszunehmen.

Mike DeWine, Gouverneur von Ohio

Die Kritik des Gouverneurs zog umgehend eine Gegenreaktion von Donald Trump nach sich. Auf der Plattform Truth Social kritisierte Trump DeWine scharf und bezeichnete den Ramaswamy-Spot als einen sehr starken Werbespot. Trump warf DeWine mangelnde Loyalität gegenüber der Republikanischen Partei vor und äußerte die Vermutung, dieser wolle wohl einen Demokraten an der Macht sehen.

Innerhalb der Republikanischen Partei zeigt sich eine deutliche Spaltung im Umgang mit dem Video. Während der republikanische Senatshistoriker Jon Husted erklärte, er selbst hätte einen solchen Spot nicht geschaltet, verteidigten andere prominente Republikaner das Vorgehen. Vizepräsident JD Vance lehnte es ab, sich den Forderungen nach einer Rücknahme anzuschließen, und erklärte vor Reportern in Cincinnati, die Beteiligten sollten sich angesichts der verbleibenden Tage bis zur Wahl auf den eigentlichen Wettbewerb konzentrieren. Ramaseways Sprecherin Connie Luck wies die Kritik ebenfalls zurück und verwies darauf, dass die demokratische Seite in der Vergangenheit ebenfalls Familienangehörige von Republikanern in Wahlwerbung eingesetzt habe.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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