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Welt

US und Iran tauschen Luftschläge für zweiten Tag in Folge aus

Die Vereinigten Staaten führten am Donnerstag, den 11. Juni 2026, eine zweite Runde von Luftangriffen auf iranische Ziele durch. Diese Schläge folgten auf Warnungen von Präsident Donald Trump über stagnierende Verhandlungen, woraufhin der Iran Vergeltungsschläge gegen Bahrain, Kuwait und Jordanien startete. Damit gerät der zweimonatige Waffenstillstand erneut massiv unter Druck.

US-Luftschläge und iranische Vergeltung gegen Golfstaaten

Die US-Luftstreitkräfte, das Marinekorps und die Navy haben eine neue Serie von Angriffen auf das iranische Staatsgebiet abgeschlossen. Wie apnews.com berichtet, erfolgten die Schläge kurz vor Sonnenaufgang und zielten gezielt auf „iranische militärische Überwachungskapazitäten, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsstellungen“ ab. Explosionen waren in der Hauptstadt Teheran sowie in der Hafenstadt Bandar Abbas und anderen Gebieten entlang der Straße von Hormus zu vernehmen. Der Iran reagierte unmittelbar auf die US-Operationen mit Angriffen auf die Golfstaaten Bahrain, Kuwait und Jordanien. Diese Länder beherbergen strategisch wichtige US-Truppen. In Kuwait führte die Situation zu einer drastischen Reaktion der Behörden: Die Directorate General of Civil Aviation kündigte an, Flüge umzuleiten, um die Risiken für den zivilen Luftverkehr zu minimieren. Kuwait hatte bereits in den vergangenen Tagen einen direkten Treffer am internationalen Flughafen Kuwait erlitten, bei dem ein Mensch getötet und Dutzende verletzt wurden. Diese Eskalation markiert das dritte Mal in dieser Woche, dass die militärischen Schlagabtäusche den fragilen, zweimonatigen Waffenstillstand auf die Probe stellen. Die jüngsten Angriffe folgen zudem auf einen Vorfall, bei dem ein US-Armeehelikopter nahe der Straße von Hormus abstürzte – ein Ereignis, das Präsident Trump dem Iran zuschrieb.

Ölschock und die geheime Mission in der Straße von Hormus

USA und Iran tauschen Luftschläge inmitten von Friedensgesprächen aus
Die anhaltenden militärischen Spannungen haben direkte Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und die Energiepreise. Seit dem Beginn des Konflikts am 28. Februar haben die Kämpfe die Preise für Grundnahrungsmittel und Energie weltweit in die Höhe getrieben. Laut abc7.com lag der internationale Benchmark für Rohöl am Mittwoch bei über 93 US-Dollar pro Barrel, was einem Anstieg von mehr als 25 % seit Kriegsbeginn entspricht. Inmitten dieser Krise thematisierte Präsident Trump eine bisher verborgene Strategie zur Sicherung der Ölversorgung. Er erklärte, dass das US-Militär seit dem letzten Monat eine „Geheimmission“ durchführe, um Öltransporte unter dem Schutz der Dunkelheit an den iranischen Kräften in der Straße von Hormus vorbeizuschleusen. Durch die Zerstörung iranischer Radarausrüstung seien laut Trump bereits mehr als 100 Millionen Barrel Öl an der iranischen Blockade vorbeigeschleust worden. Ein konkreter Vorfall verdeutlichte die militärische Intensität in den Schifffahrtswegen: Ein US-Flugzeug feuerte „Präzisionsmunition“ in den Maschinenraum des unter palauischer Flagge fahrenden Schiffes M/T Settebello, als dieses versuchte, die Blockade zu durchbrechen. Capt. Tim Hawkins, ein Sprecher des US-Zentralbefehlshabers (CENTCOM), bestätigte lediglich, dass US-Streitkräfte mit kommerziellen Schiffen in der Region „kommunizieren und koordinieren“, gab jedoch keine Details zu militärischer Unterstützung preis.
Wirtschaftliche Kennzahl Aktueller Wert / Status
Rohöl-Benchmark (am Mittwoch) über 93 USD pro Barrel
Preissteigerung seit Kriegsbeginn mehr als 25 %
Geschätzte umgangene Ölmenge über 100 Millionen Barrel

Diplomatischer Stillstand und die Position des Iran

Trotz der massiven Bombardierungen zeigt sich der Iran widerstandsfähig und setzt auf seine strategische Position an der Straße von Hormus als Hebel in den Verhandlungen. Während Präsident Trump die Verhandlungen als „gestoppt“ bezeichnete und davor warnte, dass Teheran den „Preis zahlen“ werde, bleibt die diplomatische Lage festgefahren. Die iranische Position wurde durch die diplomatische Vertretung im UN-Sicherheitsrat unmissverständlich klargestellt. Wie abc7chicago.com meldet, wies der iranische UN-Gesandte die US-Strategie entschieden zurück. Amir Saeid Iravani, Botschafter, via UN-Sicherheitsrat Die geopolitische Komplexität wird durch die Ziele der israelischen Regierung verschärft. Premierminister Benjamin Netanyahu verfolgt laut Berichten Ziele, die einen Kompromiss erschweren: den Zusammenbruch der iranischen Theokratie, die Eliminierung des iranischen Atomprogramms und die Zerstörung der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon. Nachdem sich Iran und Israel bereits am vergangenen Montag gegenseitig mit Angriffen belegt hatten, scheint eine Entspannung in der Region derzeit in weiter Ferne zu liegen.

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Photo: apnews.com
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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