Belfast, Nordirland, ist nach einem Messerangriff durch einen sudanesischen Asylbewerber in massive Ausschreitungen gestürzt. Am Mittwoch setzte die Polizei Wasserwerfer ein, um rechtsextreme Demonstranten zu vertreiben, nachdem maskierte Männer in den vorangegangenen Nächten Häuser, Fahrzeuge und einen Bus in Brand gesetzt hatten.
Hadi Alodid vor Gericht: Die Vorwürfe des versuchten Mordes
Der 30-jährige sudanesische Staatsangehörige Hadi Alodid erschien per Videoverbindung vor dem Belfast Magistrates‘ Court, um sich gegen schwerwiegende Vorwürfe zu verantworten. Ein Detektiv erklärte vor Gericht, dass Alodid während des Messerangriffs das linke Auge des Opfers, Stephen Ogilvie, blind gestochen habe. Der Vorfall ereignete sich in Nord-Belfast und hinterließ beim Opfer, einem Radiografen in den 40ern, schwere Wunden an Hals und Gesicht.

Neben dem versuchten Mord sieht sich Alodid auch wegen des Besitzes eines Messers an einem öffentlichen Ort sowie wegen Morddrohungen angeklagt. Laut CBS News befand sich der Verdächtige zum Zeitpunkt des Angriffs mit einem Küchenmesser über dem Opfer. Alodid lehnte über einen arabischen Dolmetscher eine rechtliche Vertretung ab und machte keine Angaben zur Sache.
„Ich habe jemanden getötet, ich weiß nicht, ob er tot ist“, und „Ich werde dich töten“.
Zerstörung in den Stadtvierteln: Brandanschläge und Obdachlosigkeit
Die Gewalt, die durch ein viral verbreitetes Video des Angriffs ausgelöst wurde, führte zu einer Welle der Zerstörung in Belfast. Wie die Washington Post berichtet, setzten maskierte Männer in der Nacht zum Dienstag Häuser, Fahrzeuge und einen Stadtbus in Brand. Die Unruhen zielten gezielt auf bestimmte Viertel ab, wobei Anwohner berichteten, dass die Angreifer gezielt nach ausländischen Staatsangehörigen suchten. Die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung sind verheerend. Die britische Ministerin Ruth Anderson gab bekannt, dass mindestens 27 Menschen in Belfast obdachlos wurden, weil Gruppen von Haus zu Haus zogen, um gezielt Migranten anzuvisieren.- **Opfer:** Stephen Ogilvie (stabil, aber schwer verletzt)
- **Obdachlose:** Mindestens 27 Personen
- **Taktik der Unruhestifter:** Brandanschläge auf Wohnhäuser, Autos und öffentliche Verkehrsmittel
„Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Ich habe Angst.

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Untersuchung des Motivs und der Aufenthaltsstatus
Ein zentraler Streitpunkt der Debatte ist der rechtmäßige Status des Verdächtigen. Der Polizeichef von Nordirland, Jon Boutcher, stellte klar, dass der Verdächtige unter einem fünfjährigen Visum lebt, das im September 2023 erteilt wurde. Der Weg des Mannes führte laut Boutcher aus dem Sudan über Paris und Dublin nach Belfast, bevor er dort Asyl beantragte. Trotz der Schwere des Angriffs betont die Polizei, dass bisher keine Beweise für einen terroristischen Hintergrund vorliegen. Ryan Henderson, stellvertretender Polizeichef der Police Service of Northern Ireland, erklärte, dass die Ermittler das Motiv noch prüfen, aber derzeit keine weiteren Verdächtigen suchen. Ryan Henderson, via NPR Am Mittwoch versuchte die Polizei, die Lage durch den Einsatz von Wasserwerfern zu stabilisieren, nachdem Demonstranten Steine, Flaschen und Trümmerteile auf die Beamten geworfen hatten. Al Jazeera berichtete, dass die Unruhen am Mittwoch zwar weniger heftig verliefen als in der vorangegangenen Nacht, die Sicherheitskräfte jedoch weiterhin massiv verstärkt wurden, um weitere Ausschreitungen zu verhindern.Find more reporting in our Welt section.
