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US-Midterms 2026: Rekordausgaben im Wahlkampf erwartet

Wähler in den Vereinigten Staaten entscheiden am 3. November 2026 über die Kontrolle beider Kongresskammern. Während Experten und Parteistrategen laut der CBC fast sicher mit einem Sieg der Demokraten im Repräsentantenhaus rechnen, ist der Ausgang im Senat völlig offen.

Die Zwischenwahlen (Midterms) zur 120. Sitzungsperiode des US-Kongresses finden unter massiven politischen Spannungen statt. Historisch gesehen gerät die Partei des amtierenden Präsidenten während dieser Abstimmungen unter Druck; seit den 1930er Jahren verlor der jeweilige Präsident im Schnitt 27 Sitze in der unteren Kammer. Laut dem United States Studies Centre stehen alle 435 Sitze des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel der 100 Senatoren zur Wahl.

Milliardenflüsse im US-Wahlkampf

Politische Werbetreibende haben laut einer Bloomberg-Analyse von Daten der Beratungsfirma AdImpact in wettbewerbsintensiven Senatsrennen allein rund 11,87 Milliarden US-Dollar ausgegeben, was den Wert von 8,22 Milliarden US-Dollar zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2022 deutlich übertrifft.

Can Democrats win a Senate majority in 2026 midterms?

Zu den größten Einzelfinanzierern gehört SpaceX-Chef Elon Musk. Nach Angaben von Business Insider hat er hunderte Millionen US-Dollar gespendet, wobei mehr als 215 Millionen US-Dollar an sein Super-PAC America PAC flossen, das unter anderem das Senatsrennen von Texas unterstützt. Richard und Elizabeth Uihlein spendeten 150 Millionen US-Dollar, während Jeff Yass 110 Millionen US-Dollar beisteuerte.

Wirtschaft und Iran im Fokus

In den Umfragen von Gallup nennen registrierte Wähler die Wirtschaft, das Gesundheitswesen und die Lage im Iran als die wichtigsten Faktoren.

Jeweils die Hälfte der Befragten stuft die Wirtschaft und das Gesundheitswesen als extrem wichtig ein, 47 Prozent sagen dies über den Iran. Vier von zehn Wählern gewichten auch die Einkommens- und Vermögensverteilung, Benzinpreise, Einwanderung und Abtreibung hoch.

Besondere Aufmerksamkeit zieht im US-Bundesstaat Kalifornien die genannte Proposition 40 auf sich. Die Initiative sieht eine einmalige Vermögenssteuer von 5 Prozent für Personen vor, deren Nettovermögen mindestens 1 Milliarde US-Dollar beträgt. Etwa 200 Einwohner des Bundesstaates wären davon betroffen, wobei die Einnahmen größtenteils in das Gesundheitswesen fließen sollen.

US-Midterms 2026: Rekordausgaben im Wahlkampf erwartet
Foto: CNBC

Machtkampf im Senat

Die republikanische Partei verteidigt im Senat eine knappe Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen, in die zwei unabhängige Senatoren eingeschlossen sind, die mit den Demokraten caucusen. Da der republikanische Vizepräsident JD Vance im Senat bei einem Unentschieden die entscheidende Stimme abgibt, benötigen die Republikaner 50 Sitze zur Absicherung ihrer Kontrolle. Nach den Power Rankings von Fox News sind beide Parteien drei Sitze von der absoluten Mehrheit entfernt, wobei die Rennen als völlig offen eingestuft werden.

Im Repräsentantenhaus ist die Lage laut dem Cook Political Report besonders für die Republikaner in bis zu 30 Sitzen gefährdet.

Midterms 2026: What a divided Congress could mean

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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