Die US-Kuestenwache hat am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, die Suche nach einem 37-jaehrigen Vermissten vor Manchester-by-the-Sea in Massachusetts eingestellt. Das Unglueck ereignete sich am Samstagnachmittag, als ein rund 30 Fuss langes Freizeitboot in schwerer Seenot gegen Felsen prallte und drei Insassen sowie einen Hund ins Wasser warf.
Ein Bootsunfall vor der Kueste von Manchester-by-the-Sea hat am Wochenende einen Menschen das Leben gekostet, einen weiteren schwer verletzt und einen dritten ins Wasser gerissen. Wie die Behoerden mitteilten, ging der Notruf am Samstagnachmittag kurz vor 16:30 Uhr ein. Passanten und Rettungskraefte wurden auf ein herrenloses, in langsamen Kreisen manövrierendes Freizeitboot aufmerksam, das sich Suedlich von Graves Beach befand.
Rettungseinsatz vor Singing Beach und das Schicksal der Besatzung
Drei maennliche Insassen und ein Hund befanden sich an Bord des Konsolenbootes, als dieses aus ungeklaerter Ursache in Schwierigkeiten geriet und gegen Felsen prallte. Fruehe Notrufe schilderten ein treibendes Fahrzeug, das sich im Bereich von Great Egg Rock drehte und Wasser aufnahm. Rettungskraefte von Station Gloucester und der Kuestenwache rueckten umgehend aus. Die Besatzung eines Rettungsbootes konnte einen Hund lebend auf dem fahrerlosen Boot bergen und spaeter wohlbehalten an seine Familie uebergeben.
Zwei der ueber Bord geschleuderten Maenner wurden von oertlichen Harbormastern aus dem kalten Wasser gezogen. Ein 67-jaehriger Mann wurde in das Beverly Hospital gebracht, wo er kurz nach seiner Ankunft fuer tot erklaert wurde. Ein 65-jaehriger Begleiter erlitt kritische Verletzungen und wurde per Hubschrauber in das Massachusetts General Hospital nach Boston geflogen. Der dritte Passagier, ein 37-jaehriger Mann, blieb verschollen.
Einstellung der Suchmassnahmen durch die Kuestenwache
Die Such- und Rettungsarbeiten liefen die gesamte Nacht ueber mit zahlreichen Booten und Hubschraubern von Air Station Cape Cod sowie Einheiten der oertlichen Polizei und Feuerwehr. An der groß angelegten Suchaktion beteiligten sich neben der Kuestenwache zahlreiche weitere Behoerden wie die Coast Guard Station Gloucester, Coast Guard Air Station Cape Cod, Boston Harbormaster, Salem Harbormaster, Beverly Harbormaster, Manchester-by-the-Sea Harbormaster, Gloucester Harbormaster, Marblehead Harbormaster, Manchester-by-the-Sea Fire Department, Gloucester Police Department, Northeast Municipal Law Enforcement Council, Beverly Fire Department samt Tauchteam, Massachusetts Environmental Police und die Massachusetts State Police. Am Sonntagmorgen gegen 9:45 Uhr setzten die Massachusetts Environmental Police zusaetzlich Side-Scan-Sonar und Taucherteams im Suchgebiet ein, um den Grund abzusuchen.

Nach stundenlangen, erfolglosen Bemuehungen traf die Kuestenwache die Entscheidung, den aktiven Einsatz am Sonntagnachmittag abzubrechen.
Die Entscheidung, eine Suche einzustellen, wird niemals leichtfertig getroffen. Unsere tiefstes Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen, die von dieser Tragödie betroffen sind. Wir sind unseren lokalen, staatlichen und bundesstaatlichen Partnern dankbar, die die Suchmaßnahmen unterstützt haben. Capt. Jamie Frederick, Sector Boston Commander, US Coast Guard Auf einer Pressekonferenz am spaeten Samstagabend zeigte sich der Staatsanwalt des Essex County tief bestuerzt ueber das ploetzliche Unglueck, das einen gewoehnlichen Freizeittag auf dem Wasser jaeh beendete. Eine Tragödie wie diese ist überwältigend, und die Trauer wird dadurch verstärkt, dass dies eigentlich ein wunderbarer Tag sein sollte, an dem Menschen an einem Herbsttag etwas Erfreuliches zur Erholung tun. Es ist rundherum einfach eine schreckliche Tragödie. Es ist unvorstellbar für die betroffenen Familien. Paul Tucker, Essex County District Attorney Die Identitaet der beteiligten Personen wurde von offizieller Seite bis zum Sonntagabend nicht bekannt gegeben. WeiterlesenBehoerdenbetroffenheit und offene Fragen zur Unfallursache